Pannen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006: Visions of
Football Chaos, Pleiten, Pfusch und Pannen der
CSU Regierung
Visions of Football -
Internationale Konferenz zur FIFA WM 2006 27. Juli bis 29. Juli 2005,
München In Deutschland kann man sich normale
Worte schützen lassen und dann bei denjenigen, die sie verwenden,
abzocken. Statt "Fussball" schreibe ich deshalb hier
"Fuszball".
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Der
Untersuchungsausschuss zur Hohlmeier-Affäre ( Affären um Monika Hohlmeier) will auch
die Finanz- und Organisationspannen bei der WM-Task-Force des
Kultusministeriums "aufarbeiten". Der Bayerische Oberste Rechnungshof ORH
untersuchte ebenfalls die grandiose Verschwendung von Steuergeld (
Verschwendung von Steuergeldern). Die Ergebnisse der Prüfung
durch den ORH waren vernichtend. Die Aktenführung war "chaotisch", es gab
"keine einzige vernünftige Kalkulation", so die ORH Prüferin Karla Boser. Der Mitarbeiter der bayerischen
Task-Force Helmut Graetz meinte im
Zeugenstand, die Akten seine "wie in jeder Verwaltung üblich" geführt
worden. Womit er vielleicht sogar recht hat: chaotisch und ohne
vernünftige Kalkulation ist demnach in der bayerischen Verwaltung
üblich. Michael Höhenberger,
Vertrauter von Edmund Stoiber, hat mehrfach
an Sitzungen der Task-Force teilgenommen. Die bayerische Staatsregierung war
über das Desaster informiert. Der Ministerpräsident kann nicht "bei
den Millionenflops seiner WM-Dilettantentruppe die Hände in Unschuld
waschen", so Margarete Bause, Grüne.
Ausschusschef Engelbert Kupka, CSU,
bestätigte zudem, dass die Staatskanzlei "nie aktiv" in die Arbeit der
Task Force eingegriffen. Sie hat also der grandiosen Steuerverschwendung
tatenlos zugesehen. Jürgen
Umlauftt: "Pannen bei der Planung des Rahmenprogramm zur Fußball-WM",
Maximilianeum 2/2006, S. 30
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Der kümmerliche
Internetauftritt ( Visions of Football)
der Veranstaltung kostet den Steuerzahler 141.196
Euro, mehr als der Bayerische Abend, der den Steuerzahler "nur"
91.899 Euro kostet.
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"Bayerns WM-Chaos: Neue Panne im Ministerium", OVB 16.2.2006, S. 1 Sogar der CSU-freundliche
Münchner Merkur kam nicht umhin, die Unfähigkeit der bayerischen
Regierung die Fuszballweltmeisterschaft 2006 ordentlich vorzubereiten, hart
anzugreifen. Mitte Juli 2005 nannte Siegfried
Schneider, CSU, Kultusminister, anscheinend weit höhere
Anmeldezahlen zum Fuszball-Flopp "Visions of Football" der bayerischen
Staatsregierung als seinen eigenen Beamten bekannt waren. Kleine
Chronologie der Chronique scandaleuse
- 10.11.05 Schriftliche Anfrage von Martin Runge, Grüne: "Kongress »Visions of Football« als
Veranstaltungspleite und Pleiteveranstaltung" : "Wie viele
Anmeldungen und wie viele Teilnehmer hatte der Kongress ...?" Ebenso Nachfrage
wegen der Kosten für den Steuerzahler.
- 22.12.05 Antwort des Kultusministeriums: Teilnehmer für
jeden der drei Kongresstage im Durchschnitt: 503.
| Kosten |
Einnahmen |
| 1,8 Millionen Euro |
0,2 Millionen Euro |
Kultusministerium: "Eine auf diesen
Zeitpunkt [Mitte Juli 2005] bezogene genaue Rekonstruktion der Aufteilung in
zahlende und nicht zahlende Anmelder ist anhand der Akten nicht
möglich." Das alleine würde eine bodenlose Schlamerpei oder
Unfähigkeit zur Addition bestätigten. Doch es kam
skandalöser.
- Münchner Merkur, 16.2.06: "Aus Versehen verschickte die
Behörde eine Fassung mit internen Anmerkungen. Am Rand des Schreibens sind
angeblich fehlende Zahlen aus der Ministeriumsdatei vermerkt."
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ORH im Bericht
zur WM: die Budgetplanung der Task Force war absurd und unrealistisch
Vorstellung des ORH-Prüfberichts zur Task Force für die
Fuszball-WM 2006 im Haushaltsausschuss am 22. 11. 2005 wirft für den SPD
Bildungssprecher Hans-Ulrich Pfaffmann
Fragen auf, die von der CSU Staatsregierung beantwortet werden müssen.
- Welche finanziellen Schäden sind für den Freistaat
Bayern und die Landeshauptstadt München (und damit für den
Steuerzahler) entstanden?
- Welche Konsequenzen übernimmt der Hauptverantwortliche,
Ministerpräsident Edmund Stoiber, CSU?
PM
Stoibers WM-Desaster, 22.11.2005
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Staatskanzleichef
Erwin Huber, CSU, wies die Angriffe gegen
Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber, CSU, im Zusammenhang mit der
WM-Task-Force scharf zurück: "Das ist ein durchsichtiges, parteitaktisch
motiviertes Manöver der Grünen, ohne sachliche Grundlage."
PM
443 der Staatskanzlei: Huber weist Kritik zur WM-Task-Force
zurück Millionenverluste des Steuerzahlers sind für Erwin
Huber, CSU, offensichtlich nur ein "Manöver" und "substanzlose
persönliche Attacken".
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Der Bayerische
Oberste Rechnungshof bescheinigte der bayerischen CSU-Regierung
Chaos, absurde Ideen und Missmanagement, das einen hohen Millionenschaden
verursachte.
- Mit einer Beamten-Arbeitsgruppe im Kultus- und
Wirtschaftsministerium lief einiges schief.
- Elf Projekte wurden von Minister Siegfried Schneider, CSU,
endlich gestoppt
- Der Ministerrat und Ministerpräsident Edmund Stoiber
ließen sich zumindest eklatant täuschen
- Vergabevorschriften wurden mehrfach massiv verletzt
- Überteuerte Verträge mit Agenturen (der
Steuerzahler wird's schon richten)
- Die Aktenführung sei chaotisch
- Sponsoreneinnahmen wurden völlig falsch
eingeschätzt
OVB, 16.11.2005, S. 1 Sepp
Dürr, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag:
- die "Task Force" (echt bayrisch!) genannte WM-Mannschaft hat
gearbeitet wie Amateure
- die weiß-blaue Imagekampagne wurde so großkotzig
wie dilettantisch ins Werk gesetzt.
- der Kongress "Visions of Football" (echt bayrisch!) war ein
finanzieller und ein medialer Reinfall.
- Die Staatsregierung hat mehr als die Hälfte des WM-Etats
zum Fenster hinaus geworfen.
Pressekonferenz zum WM-Chaos: Pleiten, Pfusch und Pannen, 16.
November 2005 Der sportpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion,
Willi Leichtle, wirft der CSU-Regierung
Millionenflops zu Lasten der bayerischen Steuerzahler und des Breitensports
vor.
Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion vom
17.11.2005 |