Debakel um die DiPlaZ
Dienstplansoftware Unfähigkeit der
Projektüberwachungen und Geldverschwendung im Bayerischen Innenministerium
Links |
Endlich kapiert es auch Günther Beckstein, CSU, Bayerischer
Innenminister (siehe
Links): die DiPlaZ Dienstplansoftware der Polizei funktioniert
nicht. Sie soll gestoppt werden. Die mehrjährige Pannenserie wird beendet.
Die Unfähigkeit Projekte effektiv zu überwachen oder gar zu
bereinigen bleibt.
Kleine Historie Geplanter Betriebsbeginn: 2004
Probleme mit der Ausschreibung Firma P&I offensichtlich
unfähig Probelauf 2006: unbefriedigend Stopp am 28.
März 2007 |
Harald
Schneider, Landeschef der Gewerkschaft der Polizei in Bayern zu
DiPlaZ: "Bockmist". Landespolizeipräsident Waldemar Kindler gab am 28.3.2007 den
Einführungsstopp bekannt. Hermann
Benker, Deutsche Polizeigewerkschaft DPolG (siehe
Links), ist seit langem skeptisch.
Eklatante Managementschwächen der Verantwortlichen im
Innenministerium 80 % der vereinbarten Projektsumme von 1.700.000
Euro wurden bereits an P&I bezahlt
 Unzählige Einsatzstunden der Polizei für die Tests zum
Fenster hinaus geworfen. Hermann Benken, DPolG, rechnet mit einem zumindest
sechsstelligen zusätzlichen (!) Betrag. |
Das Innenministerium erweist sich
softwaremäßig als ähnlich unfähig wie das
Finanzministerium mit der Software Elster (siehe
Links). Die Millionenverschwendung wird wohl im
nächsten Bericht des bayerischen Rechnungshofes auftauchen (und kaum
jemand jucken). Der Verantwortliche für das Debakel Günther
Beckstein, CSU, steigt demnächst zum Ministerpräsidenten Bayerns auf.
Das Peter-Prinzip (siehe Links) ist
in der CSU voll wirksam. SZ, 29.3.2007, S.
49 |
| Die Suche auf der
Webauftritt des Bayerischen Innenmisteriums zeigt schon am 29. März 2007 keine
Spuren mehr: "dienstplansoftware", "Dienstplan-software" "DiPlaZ", : Es wurden
keine Ergebnisse gefunden. Das zeigt zumindest von einem ausgeprägten
Schamgefühl. |
| Der Münchner
DPolG-Bezirksvorsitzende Peter Steininger wies seit langem auf das Problem hin.
Für das Projekt wurden seit Jahren 15 Polizisten aus Schwaben abgestellt,
der beauftragten Firma zu helfen. Das kostete Millionen, die der Polizei an
anderer Stelle fehlen. |
| Links |
Polizei-Software lässt Beamte "verschwinden",
br-online
Polizeisystem Diplaz macht wieder Ärger,
Computerwoche 50/2006 12.12.2006
DiPlaZ: Erneut Millionenschaden durch fehlerhafte Software für
Behörden, 8.12.2006
Bayern
droht Millionenreinfall mit Polizei-Software, heise 6.12.2006
SPD-Dringlichkeitsantrag: Kein weiteres Geld für "DiPlaZ"
verschleudern, 29.11.2006
Software-Ärger bei der bayerischen Polizei, heise 7.12.2005
|
Softwaretechnische Krücke Elster |
Bayerisches Staatsministerium des
Innern
Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG)
Personal & Informatik AG (P&I
AG)
Peter-Prinzip |
Anfang |