| CSU und CDU: Atomenergie ausbauen Oder doch nicht?
(Wende im März/April 2011) CSU und CDU setzen weiter auf veraltete Technik Dass Politik hierzulande immer mehr dem Monolog eines Autistenclubs nahekommt, zeigt die aktuelle Linie der schwarz-gelben Regierung in Fragen der Atomenergie. Matthes, Felix Chr., Ralph O. Harthan, & Charlotte Loreck (2011): "Schneller Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland. Kurzfristige Ersatzoptionen, Strom- und CO2-Preiseffekte - Kurzanalyse für die Umweltstiftung WWF Deutschland" |
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| Vollständiger Ausstieg bis 2017 möglich
Ethikkommission empfiehlt Ausstieg bis 2021 Anscheinend nimmt auch das Umweltbundesamt den Ratschlag von Experten an, den Atomausstieg bis 2017 zu realisieren. Die Studie des Umweltbundesamtes über einen problemlos machbaren Atomausstieg bis 2017 wird aber von Umweltminister Norbert Röttgen, CDU, zurückgehalten. |
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| Dynamischer Umstieg mit
Revisionsklausel CSU-Chef Horst Seehofer konnte sich am Freitag, 20. Mai 2010, in der parteiinternen Ausstiegsdebatte nicht durchsetzten. Seit Wochen redete er und Markus Söder, CSU, vom Ausstieg bis spätestens 2020. Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt, CSU, bekundete von der CSU- Vorstandsklausur in Kloster Andechs: Daraus wird nichts. Die Partei wolle bis 2022 den Ausstieg aus der Atomkraft. Mit einer Revisionsklausel kann der Zeitplan für den Atomausstieg jederzeit verlängert oder ganz außer Kraft gesetzt werden. Die dynamische Formulierung lautet: dynamischer Umstieg mit Revisionsklausel. Damit wird die CSU ihrer Rolle als Partei im Zick-Zack-Kurs und Rolle rückwärts gerecht. |
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| Während
die Politiker noch diskutieren + Panik verbreiten (Kosten!), ist längst
bekannt: Energiewende bis 2050; Ausstieg aus Atomkraft bis 2021 «Der Umbau ist bezahlbar», sagte Fraunhofer-Präsident Hans-Jörg Bullinger am 10. Mai 2011. Bis 2020 rechnen die Wissenschaftler europaweit mit 400 000 zusätzlichen Arbeitsplätzen im Sektor der erneuerbaren Energien. Die Kosten für die Energiewende beliefen sich bis 2015 auf etwa 20 Milliarden Euro jährlich - rund acht Prozent der Gesamtausgaben für Energie in Deutschland. Gleichzeitig könnten allein bei Strom und Wärme Kosten von insgesamt 730 Milliarden Euro eingespart werden. Hans-Jörg Bullinger: Ich halte einen Ausstieg in den nächsten zehn Jahren für realistisch, Interview mit Fraunhofer-Präsident Bullinger, OVB, 10.5.2011, S. 32 |
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| Die CSU habe schon im
vergangenen Herbst [2010] die Entscheidung für eine Ende der Kernenergie
getroffen, sagte Alexander Dobrindt, CSU.
Im Oktober 2010 stimmte der Bundestag mit den Stimmen von CDU, CSU und FDP völlig unnötig, nur um die Gewinne der Energiekonzerne zu steigern für eine Verlängerung der Laufzeit der Atomkraftwerke. Die CSU entschied also für ein "Weiter so!" mit der Kernenergie. |
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| Energieversorgung mit 100% Erneuerbaren ist
möglich alles Gegenteilige aus Politik und Wirtschaft ist gelogen Jeder konnte sich in den letzten 40 Jahren über die Gefährlichkeit und langanhaltende schädliche Wirkung der Atomkraft kundig machen. Die Politiker der CDU, CSU und FDP freilich verlängerten wider diesem Wissen im Oktober 2010 die Laufzeiten der Atomkraftwerke. Bis heute sprechen sie von der Atomkraft als Brückentechnologie. Sie ist schon eine mehr als vierzigjährige Brücke. Dabei ist die Energieversorgung mit 100% erneuerbarer Energie möglich. Prof. Dr. Jürgen Schmid vom Fraunhofer IWES, führte dies aus und betonte, dass dies auch wirtschaftlich stemmbar ist. |
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| Horst Seehofer, CSU, gesteht Inkompetenz der CSU in
Energiefragen ein Horst Seehofer, CSU: "Die Schutzziele und Sicherheitsstandards, die wir bisher definiert haben reichen nicht aus, das hat Fukushima bewiesen." Damit ist es laut Seehofer bewiesen, dass die CSU (und andere) bisher mit unzureichenden Sicherheitsstandards eine risikoreiche Energiepolitik verfolgten. Das ging von der Diffamierung Andersdenkender bis zum Gewalteinsatz in Wackersdorf gegen Bürger. Die Gesundheit und das Leben von Millionen Bürger wurden bisher unzureichend geschützt. "Nach Japan kann es kein 'Weiter so' geben", SZ, 9.4.2011, S. 6 |
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| Kanzlerin Angela Merkel, CDU, berief nach der
Atomreaktorkatastrophe von Fukushima, Japan, eine CDU/CSU dominierte
Energie-Kommission ein. Vorsitzende: Ex-Umweltminister Klaus Töpfer, CDU Matthias Kleiner, Präsident der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG). Kleiner: "Dass wir bis zum Jahr 2050 vollkommen auf Kernenergie verzichten können, halte ich für fraglich." Weitere Mitglieder: Ulrich Beck: Soziologe Klaus von Dohnanyi, SPD, Verteidiger des Sozialdarwinisten Thilo Sarrazin Ulrich Fischer: Landesbischof der Badischen Landeskirche Alois Glück, CSU; setzt immer noch auf Atomkraft: Die Frage nach einem Ausstieg aus der Kernenergie könne nur im Rahmen eines Gesamtkonzeptes beantwortet werden, sagte Glück am Dienstag, 22. März 2011 in einem Interview der "Stuttgarter Zeitung". Er sagte, die entscheidende Frage sei, wie schnell man zu vertretbaren Preisen anstelle von Kohle und Atomenergie regenerative Energieformen bereitstellen könne. Jürgen Hambrecht: Vorstandsvorsitzender BASF, Unterzeichner des "energiepolitischen Appells" 2010 mit Druck auf die Regierung pro Atomkraft Walter Hirche, FDP, Präsident der Deutschen Unesco-Kommission Reinhard Hüttl: Präsident der Akademie der Technikwissenschaften Weyma Lübbe: Professorin für Praktische Philosophie Reinhard Marx: Erzbischof von München und Freising Lucia A. Reisch: Rat für Nachhaltige Entwicklung Miranda Schreurs: Leiterin Forschungszentrum für Umweltpolitik FU Berlin Michael Vassiliadis: Vorsitzender der Gewerkschaft IG BC. Vassiliadis: Die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke in unserem Land war und ist falsch |
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| Kanzlerin Angela Merkel, CDU, verkündet nach dem Schock
der Atomkatastrophe in Fukushima, Japan, ein dreimonatiges Moratorium. Dabei
soll die von ihrer Regierung aus CDU, CSU und FDP im Oktober 2010 durchgesetzte
Verlängerung der Atomenergie (Vorrang der Gewinne der Energieunternehmen
vor dem Leben der Bevölkerung, war die Devise) auf den Prüfstand. Es
soll eine tabulose und ergebnisoffene Überprüfung der
Sicherheitsfragen durchgeführt werden. Wirtschaftsminister Brüderle, FDP, kommeentierte laut
Süddeutscher Zeitung: Schwarz-Gelb nimmt die
Meiler vor allem wegen der anstehenden Landtagswahlen vom Netz.
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| Daniela
Ludwig (geborene Raab), CSU, MdB: massiv
pro Atomkraftwerke Stellungnahme von Frau Daniela Ludwig (geborene Raab), CSU, MdB, zur Bundestagswahl 2009 zur These von abgeordnetenwatch: "Atomkraftwerke müssen möglichst schnell vom Netz genommen werden". Daniela Raab: stimmte NICHT zu mit der Begründung: Nicht, solange wir nicht genug inländischen, bezahlbaren Strom aus anderen Energiequellen zu Verfügung stellen können. Am 28. Oktober 2010 stimmte Frau Daniela Ludwig FÜR eine Verlängerung von AKW-Laufzeiten. Konkret wurde beschlossen die Laufzeiten um durchschnittlich 12 Jahre zu verlängern, was bedeutet: 8 Jahre für die älteren Reaktoren (bis 1980) und 14 Jahre für die neueren Reaktoren (ab 1980). Man kann nur hoffen, dass diesmal der Wähler so klug ist und befindet:
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| Atomgutachten wird geheim gehalten Die bayerische Regierung verhindert offenbar mit allen Mitteln, dass eine Studie der österreichischen Bundesregierung über die Sicherheit des bayerischen Atomkraftwerks Isar 1 veröffentlicht wird. Die Untersuchung liegt in Österreich seit Sommer 2010 vor, wird aber auf Drängen der deutschen Behörden als Verschlusssache behandelt. Wie so oft in der Politik soll vertuscht werden und den Bürgern Sand in die Augen gestreut werden. |
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| Gewinninteresse geht vor Sicherheit der Bürger
Ein unaufgeklärter Schadensfall im unterfränkischen Atomkraftwerk Grafenrheinfeld ist für das bayerische Umweltministerium kein Anlass zur Besorgnis. Im Zweifel hat das Gewinninteresse von EON Vorrang vor der Sicherheit der Bürger ist anscheinend die Devise. Der Sicherheitscheck in Grafenrheinfeld, bei dem ein Riss in einem Rohr entdeckt wurde, fand bereits im Juni 2010 statt. Gleichwohl veröffentlichten Eon und das bayerische Umweltministerium den Vorfall erst sechs Monate später. Umweltminister Markus Söder, CSU, sieht keinerlei Sicherheitsrisiko. Im Umweltausschuss des Landtags beschwichtigte die Staatsregierung. Das Atomkraftwerks wird bis zur nächsten Revision im März 2011 weiter betrieben. Probieren wir's mal! Dr. Otto Hünnerkopf, CSU, Vorsitzender des CSU-AKs für Umwelt und Gesundheit sieht die Unsicherheit nicht beim Atomkraftwerk sondern bei den nachhakenden Oppositionspolitikern. |
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| Weiter mit der Atomenergie, koste es was es
wolle Ende September 2010 beschloss die Bundesregierung die Verlängerung der AKW-Laufzeiten bis über das Jahr 2040 hinaus, entgegen dem Konsens zum baldigen Aussteig aus den umweltschädlichen Energieformen den Rat der Fachleute vom Sach- verständigenrat für Umweltfragen und vom Umweltbundesamt. Die Bundesregierung verzichtet auf Sicherheitsnachrüstungen für Atomkraftwerke. Die Kostenersparnis bei den Energiekonzernen war der Bundesregierung also wichtiger als die Gesundheit und das Leben der Bundesbürger. Die Betreiber der Reaktoren können mit Zusatzgewinne von rund 94 Milliarden Euro rechnen. Davon werden nur knapp 27 Milliarden vom Staat eingestrichen. Zum Vergleich: die Abgabenlast des Bürgers liegt bei nahezu 50 % vom Einkommen. Außer den Gewinnen der Konzerne ist kein einziger Grund für eine Verlängerung der Laufzeiten erkennbar, meinte Thorben Becker, Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V in: "Kniefall vor den Konzernen", BUNDmagazin 4, 2010, S. B4, |
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| Atomkonzerne
setzen sich durch: Milliardengeschenk auf Kosten der
Bürger Die Koalition aus CDU / CSU / FDP erlaubte den Atomkonzernen grosszügige Laufzeitverlängerungen für ihre Atomkraftwerke obwohl die Zwischen- und Endlagerung der radioaktiven Abfällen weiter ungeklärt. Die Situation im Atomlager Asse in Niedersachsen ist katastrophal. Dort lagern zig-tausende Fässer mit radioaktiven Abfall. Ins Lager dringt seit Jahren Wasser ein und es einsturzgefährdet. Die Politiker der Koalition CDU / CSU / FDP schert das wenig. Sie setzen weiter auf die gefährliche Atomenergie. Für die Kosten kommen die Steuerzahler auf, die Milliardengewinne bleiben grossenteils in den Kassen der Atomkonzerne. Bis weit ins 21. Jahrhundert muss die deutsche Bevölkerung in höchster Gefahr leben und dafür auch noch steuerlich und über höhere Energiepreise bluten. Die Aktien von RWE und Eon stiegen rasant an. Gewinner: Atomkonzerne Verlierer: Bürger, Steuerzahler, Stromkunden, Kommunen, Umwelt, regenerative Energien "Regierung begünstigt die Atomkonzerne", SZ, 7.9.2010, S. 1 "Verstrahlt", SZ, 7.9.2010, S. 2 "Atommüll in der Asse gefährlicher als gedacht", SZ, 11.9.2010, S. 1 |
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| Schwammig und widersprüchlich Die bayerische Positionen zum geplanten Energiekonzept für Deutschland wurden in der Kabinettssitzung am 3. August 2010 betont schwammig und widersprüchlich formuliert. "Mit 14 klar umrissenen Eckpunkten hat sich die Bayerische Staatsregierung für das im Herbst zu beschließende Energiekonzept für Deutschland positioniert." 1. Widerspruch: klar und umrissen passt nicht zusammen. Was man nur umreißt bleibt schwammig und unklar. Ministerpräsident Seehofer, CSU, Wirtschaftsminister Zeil, FDP, und Umweltminister Söder, CSU: »Nachhaltige, sichere und bezahlbare Energie ist unverzichtbarer Schlüssel für Arbeit und Wohlstand in unserem Land.« Das ist klar gegen die unsichere und schier unbezahlbare Atomenergie. Seehofer, Zeil und Söder weiter: »Deshalb ist es ein Kernanliegen der Bayerischen Staatsregierung, die anstehenden energiepolitischen Weichenstellungen mit starker Stimme und klaren Positionen mitzugestalten.« Drei Sätze aus der PM 367 und zweimal wurde klar betont ohne konkret etwas zu sagen Seehofer, Zeil und Söder weiter (1 nichtssagenden Satz habe ich ausgelassen): »Mit unseren Eckpunkten stehen wir für eine klare Linie in der Energiepolitik.» Im fünften Satz aus der PM 367 (vierter Satz des wörtlichen Zitats der drei "Heldeen") wird zum dritten Mal klar betont ohne konkret etwas zu sagen Kurz darauf endlich die erste konkrete und klare Aussage: »Den Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft.« Allerdings muss man das richtig lesen: »... aber nicht die Gegenwart.« Die Kernenergie ist schon aus diesem Grund als begrenzte Brückentechnologie so lange unverzichtbar, wie das energiewirtschaftlich geboten und sicherheitstechnisch unbedenklich ist.« 2. Widerspruch: Die Atomenergie ist sicherheitstechnisch sicher nicht unbedenklich. Also kann das nur bedeuten: Atomkraftwerke sofort abschalten; dem steht aber im selben Satz das »unverzichtbar« widersprüchlich entgegen. Oder sollte mit »so lange« 0 Sekunden gemeint sein? Zudem: was ist eine Brückentechnologie? Die wird von den Panzergrenadieren der Bundeswehr beherrscht. »Denn Energieträger, die klimaschädliches CO2 emittieren, wären mit Abstand die schlechteste Alternative,« so Seehofer, Zeil und Söder. >Denn Energieträger, die > klimaschädliches CO2 emittieren, wären mit Abstand die schlechteste > Alternative, bis die Erneuerbaren Energien so weit sind," so Seehofer, Zeil und Söder. Richtig. Aber wer will den Teufel mit dem Beelzebub austreiben? Wohl nur Seehofer, Zeil und Söder. PM Nr. 367 der Staatskanzlei Bericht aus der Kabinettssitzung, 3. August 2010 Zur Ehrenrettung von Seehofer, Zeil und Söder: am 3. August 2010 war es sehr heiß. |
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| Bundesumweltminister Norbert Röttgen, CDU, beharrt auf der
Atomkraft als Brückentechnologie Dagegen plädiert Jochen Flasbarth, Chef des Umweltbundesamts, für eine Abschaltung der Atomkraftwerke. "Die Sonne braucht keine Brücke", Natur + Umwelt 2, 2010, S. 16-17. |
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| Horst Seehofer übertrumpfte alle törichten
Vorschläge Horst Seehofer, CSU, hat sich für die Möglichkeit einer unbegrenzten Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke ausgesprochen. "Der Maßstab, ob und wie lange ein Kernkraftwerk läuft, muss doch zuallererst die Sicherheit sein", sagte Seehofer. Entschieden lehnte der CSU-Chef auch eine finanzielle Belastung der Stromkonzerne über die geplante Brennelementesteuer hinaus ab.
Die Grünen, 9. 8.2010 |
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| Der niedersächsische
Ministerpräsident Christian Wulff,
CDU, hat in der Debatte um längere Laufzeiten von Atomkraftwerken einen
Vorschlag gemacht. Atomkraftwerke müssten "flexiblere Laufzeiten"
bekommen. Es sei nicht sinnvoll, sie aus "schematischen Gründen" jenseits
der Einzelfallbetrachtung nach 32 Jahren abzuschalten. Baugleiche Typen
jenseits der deutschen Grenze hätten eine Laufzeitgenehmigung von bis zu
60 Jahren. Wahrscheinlich wurde Christian Wulff zur Strafe für diesen Vorschlag kurz darauf auf den Posten des Bundespräsidenten abgeschoben. |
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| Atompolitik Tschechiens als Vorbild für
Bayern Bayerns Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein, CSU, kritisierte das Festhalten der SPD an vereinbarten Restlaufzeiten deutscher Kernkraftwerke. Die CSU operiert nach dem Motto: Mal hü, mal hott, mal brr ( Angesichts der bekannt gewordenen Pläne für die Errichtung zweier neuer Kernkraftwerksblöcke in Temelin / Tschechien mahnte er sich daran ein Beispiel zu nehmen: "Die geplante Verdoppelung der Kraftwerkskapazitäten im Kernkraftwerk Temelin offenbart die ganze Scheinheiligkeit und Kurzsichtigkeit rot-grüner Energiepolitik: Schon heute ist Tschechien Stromexporteur." |
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Widersprüchliches (wohl ohne dass es der CSU
auffällt) im Forderungsprogramm der CSU:
Im Versuchsendlager Asse, Landkreis Wolfenbüttel, Betreiber: Helmholtz-Zentrum, München, lagern 46.900 Kubikmeter radioaktives Material. Dort sammelt sich seit Jahren radioaktive Lauge: täglich 12.000 Kubikmeter leicht radioaktiv kontaminierte Flüssigkeit. Renate Künast, Die Grünen, stellte bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig Strafanzeige gegen die Betreiber. SZ, 3.9.2008, S. 5 |
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| Bayerns
Ministerpräsident Dr. Günther
Beckstein, CSU, forderte, den beschlossenen Ausstieg aus der
Atomenergie in Deutschland zu überdenken und die Restlaufzeit der
Atomkraftwerke zu verlängern. Die Grünen und die SPD fordern statt
Atomkraft den Einsatz erneuerbarer Energien. Beckstein griff zum bekannten rhetorischen Politikertrick: die Konzepte und Aussagen der anderen ignorieren und dann den Gegner auffordern, sich zu äußern. So warf Beckstein der SPD in Fragen der Energiepolitik völlige Konzeptionslosigkeit vor. Die SPD muss sagen so Beckstein , wie sie sich eine zuverlässige und für Bürger und Wirtschaft bezahlbare Energieversorgung am Wirtschaftsstandort Deutschland in den nächsten Jahrzehnten vorstellt. PM Nr. 25 der Staatskanzlei 21.1.2008 |
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| In einem "Atomkonsens" wurde in
Deutschland ein (viel zu behutsamer) Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen.
Wetterwendisch wie die CSU nun mal ist ( |
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| Unterstützer der Atomenergie "Entscheidende Bedeutung kommt aus unserer Sicht der Kernenergie zu", Klaus Stöttner, CSU, MdL, OVB, 13.2.2007, S. 10 Atomstandort Marienberg bei Rosenheim kommt bald wieder in greifbare Nähe Im selben Artikel meinte Klaus Stöttner, CSU: "Auch brauchen wir eine verbindliche Regelung zur Minderung des Kohlendioxidausstoßes bei Kraftfahrzeugen. [...] Einig sind wir darüber, dass die durch schnittlichen Verbrauchswerte von 160 Gramm je Kilometer zu hoch sind; wir brauchen eine spürbare Reduzierung und zwar schnell!" OVB, 13.2.2007, S. 10 Kein Jahr später: Die bayerische Regierung lehnt den aktuellen Vorschlag der EU-Kommission zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes bis 2012 bei PKW auf durchschnittlich 120 Gramm strikt ab. |
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