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Das
Märchen von der Steuerentlastung 2009, 2010, 2011, 2013, ... Die
unendliche Geschichte Weniger Netto vom Brutto – Mehr Abzüge vom Brutto – Deutsche Bundesregierung im Schuldenrausch Die Auslassung von 2012 in der Überschrift ist kein Versehen. Sonderbarerweise wurde – nach allem was ich weiß – für 2012 keine Steuerentlastung angedroht. Vor der Wahl zugesagt, nach der Wahl beteuert, Realisierung zugesagt, doch zuvor schon ausgehöhlt Die immer wieder versprochenen Steuerentlastungen wird es geben "genau 1 Minute nach der Ewigkeit" (Jerry Lee Lewis 1963, siehe |
| Bayerns
Wirtschaftsminister Martin Zeil, FDP, fordert neue Steuer Martin Zeil, FDP zum Magazin „Focus-Money“: „Alle Bundesländer, die von einem vereinbarten Konsolidierungskurs abweichen und zu viele Schulden machen, müssten verpflichtend Zuschläge auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer erheben.“ Damit würden zunächst die eigenen Bürger und Unternehmen im dem jeweiligen Land mit einer neuen Steuer zur Kasse gebeten. NRW
wirft Bayern "arglistige Täuschung", Frankfurter Rundschau,
6.2.2012 – Schuldnerländer sollen Soli erheben. Finanzausgleich: Zeil
will notorisch klamme Empfänger disziplinieren, OVB, 7.2.2012, S. 1
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| Steuer"entlastung"
für das Jahr 2013 angedroht Die Koalition aus CDU, CSU und FDP kündigte für das Jahr 2013 eine Steuerentlastung an. Die Bürger können aufatmen: das Vorhaben wird wahrscheinlich am Bundesrat scheitern. Darüber sollte niemand traurig sein: Für einen verheirateten Spitzenverdiener mit einem Jahreseinkommen von über 500.000 € wird die Entlastung aus 126 € (im Monat) geschätzt. Wer ein niedriges Einkommen hat, beispielsweise 8300 Euro im Jahr, würde im Monat netto 0,75 € weniger Steuern bezahlen. Ziemlich sicher kann man davon ausgehen, dass dafür die Einkommensteuererklärung noch komplexer wird. Diesen Punkt läßt der Bundestag in keinem Jahr aus. Eine Rechnung der Welt-Online ergibt: ein lediger Arbeitnehmer mit 3000 € brutto im Monat würde monatlich um satte 9 € entlastet. "Netto 75 Cent mehr im Monat", SZ, 22.10.2011, S. 5 – Neun
Euro schwarz-gelbe Steuerentlastung pro Monat, Welt
Online 22.10.2011 –
Vereinfachung der
Einkommensteuererklärung
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| Horst Seehofer, CSU, ist gegen Belastung der
Reichen und fordert stattdessen neue pauschale Belastungen für alle Einige CDU-Minister fordern eine Steuererhöhung für Reiche um damit die Bürger insgesamt entlasten zu können. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU, unterstützte am 30. Juli den Vorschlag von Norbert Barthle, CDU, die Steuern für Gutverdiener zu erhöhen. Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon, CSU, und Horst Seehofer, CSU, sind strikt dagegen. Fahrenschon: «Im Wahlprogramm der Union steht klipp und klar, dass wir Steuererhöhungen ausschließen.» Deshalb fordert die CSU auch eine Verkehrsminister Peter Ramsauer, CSU, ist Horst Seehofer, CSU, dankbar, dass dieser für die Einführung einer Pkw-Maut auf deutschen Autobahnen eintrete. Er habe 5 Milliarden im Haushalt für den Strassenbau, benötige aber 7,5 Milliarden. Die Differenz sollen die Autofahrer im Gießkannenprinzip (unabhängig vom Vermögen, Einkommen oder gefahrenen Kilometer) als Pauschale berappen. Die Pkw-Maut soll die Lücken im Etat schließen. |
| Steuersenkung – wenn überhaupt – nur für
Grossverdiener und Millionäre Wie nicht anders zu erwarten:
Geplante Steuersenkung entlastet vor allem Reiche, SZ, 18. Juli 2011, S. 1 |
Widersprüchliche Meldungen – doch eines ist
sicher: es wird komplizierter
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| Sogenannte Steuerentlastung = Mehrbelastung
für den Steuerzahler Nach langer Diskussion (wohl um den wichtigen Themen aus dem Weg zu gehen) beschloss das Bundeskabinett aus CDU, CSU und FDP eine sogenannte Steuerentlastung von drei Euro monatlich. Diese ergibt sich aus einer höheren Werbekostenpauschale. Das ist so ziemlch der dümmste Ansatz einer Steuerentlastung: es profitieren davon hauptsächlich diejenigen, die betragsmässig unter die Pauschale fallen: die können pauschal Kosten absetzen, die ihnen nicht entstanden sind. Bei wem Kosten anfallen, die über die Pauschale hinausgehen muss natürlich weiter alles belegen. An 37 Stellen will die schwarz-gelbe Koalition außerdem das Steuerrecht "vereinfachen". Nach aller Erfahrung der letzten Jahrzehnte bedeutet das: weitere Komplexität der Steuergesetzgebung und - verordnung. Obwohl die Medien gerne das Gefasel von der Steuervereinfachung (oft wird dabei Steuerentlastung mit Vereinfachung gleichgesetzt) nachplappern erkennt z.B. auch die Saarbrücker Zeitung: "Der Vereinfachungseffekt ist also sehr überschaubar." Die maximale Steuerersparnis wird von den Medien mit 3 Euro im Monat beziffert. Wenn man die bereits erfolgten Belastungen (z.B. Sozialversicherungsbeiträge) berücksichtigt ergibt sich eine Mehrbelastung für den Steuerzahler. "Mini-Entlastung bei der Steuer", OVB 3.2.2011, S. 1 – |
| Viele vermögende Bundesbürger zahlten für
2010 deutlich weniger Kapitalertragsteuern Nach Angaben des Finanzministeriums verringerten sich die Einnahmen aus der Abgeltungsteuer von 12,4 auf 8,7 Milliarden Euro, d.h. 3,7 Milliarden weniger Steuereinnahmen von den vermögenden Bundesbürgern. Ausgeglichen muss das werden von den Hartz IV Empfängern, den Rentnern, den ganz normalen unvermögenden Steuerzahlern. Gegenüber 2008 beträgt der Steuergewinn der Vermögenden sogar 4,8 Milliarden Euro. Ursache an dieser Entwicklung ist die von der großen Koalition eingeführte deutlich geringere Steuersatz, der Vermögenden zugute kommt. Vermögende zahlen weniger Steuern, SZ, 25.1.2011, S. 1 – |
| Neue Abgaben und Steuern ab Januar 2011 Seit dem 1. Januar 2011 wird eine neue Abgabe auf Passagiertickets erhoben. Es wurde also eine zusätzliche Passagier-Steuer eingeführt. Dazu befragt, antwortete Dr. Volker Wissing, FDP, am 9. Januar 2011, auf Derselbe Dr. Wissing bekundete am 14.1. 2011: "Subventionen abbauen und dafür Steuern senken" sei Leitbild der FDP-Politik, siehe |
| Gibt es schon keine Steuerentlastung so auch keine –vereinfachung |
| Es gibt auch
keine Steuervereinfachung Eine Anhebung von 80 Euro für einen Pauschbetrag ist keine Vereinfachung sondern ein Placebo. Gerhard Irmler, DLF: "Der BDI hat ja Vorschläge, eine ganze Reihe von Vorschlägen – 170, wenn ich richtig informiert bin – zur Steuervereinfachung vorgelegt. Ein Punkt davon wurde von Finanzminister Schäuble aufgegriffen.Was im Moment auf dem Tisch ist, kostet zwar 500 Millionen Euro, sei aber letzten Endes ein Placebo." – "Falsch sind nur die falschen Versprechungen. Sie führen zu immer neuen Enttäuschungen bei denen, die sie geglaubt haben." |
| 50 Millionen Bürger werden zur Kasse gebeten |
| Der Beitrag der
Arbeitgeber zur Krankenversicherung steigt von 7 auf 7,3 Prozent und
wird dann eingefroren. Der Beitrag der Krankenversicherten steigt von
7,9 auf 8,2 Prozent. Die Versicherten müssen alle künftigen
Kostensteigerungen alleine tragen. Die
Solidargemeinschaft ist aufgehoben. Außerdem
wird ein Systemwechsel zur
Kopfpauschale eingeleitet. Das alles ist Folge
der 87. Gesundheitsreform binnen weniger Jahre durch die Regierung aus
CDU, CSU und FDP. "Gesundheitsreform
kommt die Patienten teuer", SZ, 23.9.2010, S. 1
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| “Weniger Netto vom Brutto” dank CDU, CSU, FDP |
| Keine Steuersenkung, dafür neue Steuern und
Erhöhung der Abgaben "Mehr Netto vom Brutto" war vor der Bundestagswahl das Versprechen der Parteien, insbesondere FDP und CSU. Nach der Wahl wurde das zu "Weniger Netto vom Brutto" oder " Mehr Abzüge vom Brutto". Ab 1. Januar 2011 sollen die Kassenbeiträge massiv angehoben werden: von derzeit 14,9 % auf 15,5 % des Bruttolohnes. Damit werden hauptsächlich die mittleren Einkommen und die ca. 20 Millionen Rentner belastet. "Kassenbeiträge sollen auf 15,5 Prozent steigen"; SZ, 3.7.2010, S. 6 Zusätzlich wird der sogenannte Zusatzbeitrag, eine von der CSU einst (CSU im Zick-Zack-Kurs) bekämpfte Kopfpauschale, freigegeben: es gibt künftig kein Limit! Der Zusatzbeitrag wird unabhängig von der Einkommenssituation der Krankenversicherten erhoben Das Defizit bei den Krankenkassen wird vor allem auf Kosten der Beitrags- und Steuerzahler ausgeglichen: sie sollen acht Milliarden der fehlenden elf Milliarden Euro bezahlen. "Regierung kapituliert vor Gesundheitskosten", SZ, 7.7.2010, S. 1 |
| Statt – wie versprochen – Entlastung kündigt
Horst Seehofer, CSU, neue Steuer an Horst Seehofer, CSU, kündigte eine neue Finanzmarktsteuer an, die auch private Kleinanleger träfe. Der Sprecher der CSU-Fraktion Erwin Huber warnte vor neuen Belastungen der Bürger. "Seehofer kündigt neue Steuer an", OVB, 11. Februar 2010, S. 1 |
| Statt Entlastung: für Millionen Bürger
steigt der Beitrag zur Krankenkasse Mehrere Krankenkassen kündigten eine Erhöhung der Kassenbeiträge an. Diese geht voll zu Lasten der Arbeitnehmer, da die frühere solidarische Aufteilung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber nicht mehr gilt. Diese Erhöhung trifft auch Rentner. "Für Millionen Bürger steigt der Kassenbeitrag", SZ 25.1.2010, S. 1 |
| Verbaler Rückzieher der hinterfotzigen Art Die Steuerentlastung kommt, nur ist steht noch nicht fest wann. Finanzminister Wolfgang Schäuble, CDU, plant jedenfalls einen strikten Sparkurs und umfangreiche Kürzungen, nicht bei den Steuern, sondern der Etats somit der Leistungen an die Bürger. "Schäuble plant strikten Sparkurs", OVB 11.1.2010, S. 1 |
| Sanfter Rückzieher von der zugesagten
Steuerentlastung Nach der Jahreswende 2009/2010 wird verbal der Rückzug von den vor der Wahl 2009 zugesagten Steuerentlastung eingeleitet. Horst Seehofer, CSU, zu Bild am Sonntag: "Wir können den Umfang weiterer Steuersenkungen nicht völlig losgelöst von der künftigen Wirtschaftsentwicklung festlegen". Seehofer meinte weiter, über den Umfang der Steuerentlastung könne erst im Sommer (ohne Jahreszahl; nehmen wir mal an: 2010) auf Grundlage der aktuellen Steuerschätzung entschieden werden. "Steuerpolitik spaltet Koalition", SZ 4.1.2010, S. 5 Auf der Klausur der CSU-Landesgruppe am 6. Januar 2010 in Wildbad Kreuth stellte die CSU das gemeinsame Ziel der Steuerentlastung aus dem Koalitionsvertrag infrage. CSU-Parteichef Horst Seehofer nannte die vereinbarten Steuersenkungen von bis zu 24 Milliarden Euro als unrealistisch. Zur Erinnerung: "Die CSU habe mit der Forderung nach raschen Steuersenkungen den »ökonomischen Sachverstand« auf ihrer Seite. Daher werde sie auch gegenüber Bundeskanzlerin Angela Merkel hartnäckig bleiben, kündigte CSU-Parteichef Horst Seehofer in einem Interview an". – Zweifel an den Steuersenkungsplänen wies auch der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon, CSU, zurück. „2011 wird es zu Steuersenkungen kommen“, sagte Fahrenschon der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. |
| Lasst die Zahlen sprechen! Im Januar 2010 erhalte ich netto exakt soviel wie im Dezember 2009. Von den vielen Versprechungen bleibt also in der Rentnerabrechnung kein Cent hängen. Immerhin habe ich netto auch nicht weniger. Noch nicht. Die erhöhten Abzüge werden wohl erst im Laufe des Jahres 2010 kommen. |
| Wachstumsbeschleunigungsgesetz = massive
Abgabenerhöhung Staatskanzleichef Siegfried Schneider, CSU, begrüßte Einigung im Bundesrat zum Wachstumsbeschleunigungsgesetz, das gleichzeitig massive Abgabenerhöhung mit sich bringt. Familien, Erben und Hoteliers werden einerseits entlastet, andrerseits müssen alle Bürger und besonders Familien Abgabenerhöhungen in Kauf nehmen. Schneider: "Für Bayern begrüße ich ganz besonders, dass mit der Mehrwertsteuersenkung bei Hotels die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe in den Tourismuszentren deutlich verbessert wird." PM 605, 18. Dezember 2009 Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, CSU, stimmte der neuen Belastung Bayerns – ganz im Gegensatz zu seinem Amtseid, der ihn eigentlich verpflichtet Schaden von Bayern abzuwenden – zu: „Ich sage seit Wochen, es wird alles gut. Es ist genauso gekommen. Ich bin sehr zufrieden“. Die SPD-Landtagsfraktion wollte mit einem Dringlichkeitsantrag Schaden von Bayern abwenden, scheiterte damit aber im Landtag an CSU / FDP. Im Antrag wurde gefordert: Die Staatsregierung muss in der Sitzung des Bundesrates am 18. Dezember ohne Wenn und Aber bayerische Interessen vertreten und deshalb das sogenannte Wachstumsbeschleunigungsgesetz ablehnen. „Die vorgesehenen Änderungen bei der Einkommensteuer, der Unternehmensbesteuerung, der Erbschaftsteuer und der Umsatzsteuer würden, nach heutigem Kenntnisstand, im Jahr 2010 zu Steuerausfällen für den Freistaat in Höhe von mindestens 360 Millionen Euro und für die bayerischen Kommunen in Höhe von 126 Millionen Euro führen”, Volkmar Halbleib, SPD, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. |
| Höhere Abgaben! Millionen gesetzlich und privater Krankenversicherte (also so ziemlich alle Bürger) müssen mit Tariferhöhungen und Zusatzprämien von bis zu + 20 % in 2010 rechnen. "Kassenbeiträge steigen auf breiter Front", OVB, 4.12.2009, S. 1 |
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Höhere Abgaben beschlossen!
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