Email zurück zur Homepage eine Stufe zurück
Waffenhandelsaffäre der CSU Amigos
Waffenhandelsaffäre der CSU/CDU Amigos
Karlheinz Schreiber (Strauss-Spezl) - Thomas Goppel, CSU - Walther Leisler Kiep, CDU - Uwe Lüthje, CDU - Holger Pfahls, CSU - Erich Riedl, CSU - Max Strauss, CSU - Horst Weyrauch, CDU - Otto Wiesheu, CSU
max strauss Max Strauss Affäre – cdu CDU-Spendenaffäre
Du. Besitzer der Fabrik. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst statt Puder und Kakao Schießpulver verkaufen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Wolfgang Borchert (1921 – 1947) Wolfgang Borchert"Dann gibt es nur eins!"
Der deutsche Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber – einst einer der Dreh- und Angelpunkte der Amigos – wurde im August 2008 von Kanada nach Deutschland ausgeflogen.
  • Am 18. Januar 2010 beginnt der Prozess gegen Karlheinz Schreiber.
  • Im Mai 2010 wird Karlheinz Schreiber wegen Steuerhinterziehung von der 9. Strafkammer des Landgerichts Augsburg zu acht Jahren Haft verurteilt.
"Beispiellose Uneinsichtigkeit", Süddeutsche Zeitung, 6. Mai 2010, S. 5
Der Schleußer (früher: Fluchthelfer) für den früheren Staatssekretär Ludwig-Holger Pfahls, CSU, der Geschäftsmann Dieter Holzer wurde wegen Strafvereitelung zu neune Monaten Gefängnis verurteilt. Die Strafe wird zur Bewährung ausgesetzt. Dazu kommt eine Geldstrafe von 250.000 Euro. Das Ganze ist ein Absprache zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung.
Zur Erinnerung: im dubiosen Deal um den Konzern Elf-Aquitaine kassierte Holzer 39 Millionen Euro Honorar. SZ, 25.7.2008, S. 1, 4, 6. max strauss Max Strauss, CSU, Affäremax strauss Verkauf der Leuna-Raffinerie
Der deutsche Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber wurde aus der kanadischen Haft entlassen.
SZ, 18.4.2008, S. 9
Der wegen Korruption rechtskräftig verurteilte frühere Staatssekretär Ludwig-Holger Pfahls, CSU, darf das Schmiergeld in Höhe von 446.000 Euro, die er von Karlheinz Schreiber, damals ebenfalls CSU, erhalten hat, behalten. Laut Urteil wurde Pfahls mit 3,8 Millionen DM bestochen; er gestand im Prozess aber nur 873.000 DM zu. Dieses Geld wollte der Staat vom damaligen Beamten zurück. Das Münchner Verwaltungsgericht entschied für den korrupten Ex-Staatsbeamten. Az.: M 5 K 06.916. SZ 26.1.2008, S. 6 Sollte das Urteil Bestand haben, kann sich jeder korrupte Beamte darauf berufen. Oder doch nicht jeder korrupt?
Wegen Steuerhinterziehung wurde der frühere Staatssekretär, Geheimdienstchef und Schützling von Franz Josef Strauss, CSU, Ludwig-Holger Pfahls, CSU, zu 2 Jahren und 3 Monate Gefängnis verurteilt. Pfahls darf in Kürze mit seiner Freilassung rechnen. Das Gericht ging offensichtlich davon aus, dass er die 3,8 Millionen Mark Schmiergeld ohne Gegenleistung bekam. Pfahls flüchtete also nur gaudihalber jahrelang um die Erde; vielleicht wollte er nur seine früheren Untergebenen testen. Richter Maximilian Hofmeister verabschiedete Pfahls per Handschlag (Farbfoto, SZ 13.8.2005, S. 1). Nun ja, Pfahls war immerhin früher Richter, Staatsanwalt und CSU Mitglied. Das Strafmaß wurde vor Beginn der Hauptverhandlung vereinbart.
Zum Vergleich:
• Einem niederbayrischen Lehrer wurde einst die Pension gekürzt (oder ganz gestrichen?), weil er zu Weihnachten eine Gans ohne Bezahlung angenommen hatte.
• Münchner Müllmänner wurden empfindlich bestraft, da sie Mülltonnen einer Pizzeria gegen Belohnung kostenfrei entleerten.
• Mehr als 40 000 Schüler und Studenten haben in den Jahren 2000 und 2001 wegen falscher Vermögensangaben zu viel BAföG erhalten. Bis April 2001 durften sie bis zu 3068 Euro auf ihrem Sparbuch haben, ohne es beim BAföG anzugeben; dieser Freibetrag wurde dann auf 5200 Euro erhöht. Sie müssen nun insgesamt 160 Millionen Euro zurückzahlen.
Man vergleiche die Beträge!
Helmut Kohl, CDU, entlastete im Bestechungsprozess den Angeklagten Ludwig-Holger Pfahls, CSU, indem er die Verantwortung für den Waffendeal mit Saudi-Arabien auf sich nahm. Da er sich bereits mit 300.000 Euro von der Justiz "freikaufte", kann man ihm nichts mehr anhaben. Nun wird die Anklage gegen Pfahls auf Vorteilsnahme (im Volksmund läuft das auch unter Bestechung)m und Steuerhinterziehung reduziert werden. Siehe auch Pfahls Die Untaten Helmut Kohls.
Im Korruptionsprozess gegen Ludwig-Holger Pfahls, CSU, gibt dieser zwar zu, rund 2 Millionen Euro erhalten zu haben, aber nicht für die Waffenkäufe. OVB, 2.8.2005, S. 4. Anscheinend bekommt man als CSU-Mann oder Staatssekretär im Verteidigungsministerium halt mal 2 Millionen für nix und wieder nix geschenkt und es wäre unhöflich diese zu versteuern oder gar zurück zu geben.
Ludwig-Holger Pfahls, CSU, Ex-Verfassungsschutz (Pfahls Von den Geheimdiensten Deutschlands: Übersicht) legte vor dem Augsburger Landgericht ein Teilgeständnis ab. Von Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber bekam er umgerechnet 1,02 Millionen Euro auf einem Schweizer Konto, damit er in Panzergeschäfte mit den USA lenkend eingreife. In der Anklage geht es eigentlich um Schmiergelder für ein anderes Panzergeschäft. Wolfgang BorchertStern online, 28.6.2005
Franz Josef Strauß, CSU, führte das Amigo-System zu kaum vorstellbaren Höhen. Seine Günstlinge waren beispielsweise Edmund Stoiber und Ludwig-Holger Pfahls. Pfahls wurde Richter am Bayerischen Obersten Landesgericht, Staatsanwalt für Wirtschaftssachen; Beamter im Ministerium für Landesentwicklung (euphemisch Umweltministerium genannt), dann bayerische Staatskanzlei, 1978 persönlicher Referent von F. J. Strauß. 1985 Präsident des Verfassungsschutzes (!); 1987 auf Vorschlag von Strauß: Staatssekretär im Verteidigungsministerium. Verantwortlich für Rüstungskontrolle unter Rupert Scholz und Helmut Kohl, beide CDU, fließen die Gelder für Panzer. OVB, 27.6.2005, S. 3
Bei den berühmten Kellerparties des Waffenschiebers Karl-Heinz Schreiber, damals CSU, sei alles dabei gewesen, was Rang und Namen hatte, unter anderem der jetzige bayerische Wissenschaftsminister Thomas Goppel, CSU. SZ, 27.2.2004, S.49
Viermal tagte das CSU Schiedsgericht in München bis es Karlheinz Schreiber, Freund von Franz J. Strauß, wegen übler Nachrede aus der Partei ausschloß. OVB, 27.2.2003, S.4
Karlheinz Schreiber, CSU, sagte in Toronto aus, er habe 1991 und 1992 der CSU je zwei Millionen überwiesen. Damit entlastet Schreiber seinen Geschäftsfreund Max Strauß, der bisher im Verdacht stand Millionen Provision für Waffengeschäfte und Airbus-Verkäufe erhalten zu haben. Die CSU Größen halten Karlheinz Schreiber für unglaubwürdig. Michael Glos, CSU: "Ich weiss, dass er serienweise lügt." Münchner Merkur, 15.5.2002, S.2, SZ, 15.5.2002, S.2 – Ich pflichte der CSU ausnahmsweise bei: ein CSU Mitglied (und Karlheinz Schreiber ist langjähriges, verdientes CSU-Mitglied!) ist für mich immer unglaubwürdig.
"Der Rüstungs- und Flugzeugkonzern MBB, an dem der Freistaat Bayern zeitweise 24 Prozent Anteil hielt, musste für CSU-Politiker wie Franz Josef Strauß, Edmund Stoiber, Ludwig Huber, Gerold Tandler, Max Streibl und andere eine eigene Airline für Dienst- und Privatflüge unterhalten. Außer Stoiber waren alle Genannten im MBB-Aufsichtsrat und konnten dort offenbar schalten und walten, obwohl das Land Bayern nur über eine Minderheitsbeteiligung verfügte." "Zwischen 1985 und 1990 kassierte die CSU ungefähr 300000 Mark von MBB, die SPD bekam auch 40 000 Mark." SZ, 6.2.2002, S.2
Das Buch zum Skandal: bei amazon nachschauen
Stevie Cameron, Harvey Cashore, Bruno Schirra. Der letzte Amigo. Karlheinz Schreiber und die hohe Kunst der Korruption. Berlin: Ullstein, 2001. 448 Seiten cameron karlheinz schreiber amigo

Der Amtschef des bayerischen Justizministeriums Wolfgang Held, CSU, erhielt alljährlich zu Weihnachten ein wertvolles Lachs"geschenk" vom Waffenhändler Karlheinz Schreiber, CSU. Held war 1981 Nachfolger von Holger Pfahls, damals Persönlicher Referent von Ministerpräsident Franz Strauß, heute einer der meist gesuchten Straftäter Deutschlands. Chef-Ermittler Jörg Hillinger hielt Held für einen Teil des Amigo-Systems Strauß. "Offen sagte er im Februar 1999 dem Amtschef ins Gesicht, dass er ihn als undichte Stelle betrachtet habe. »San Sie narrisch?«, entgegnete Held. Zwei Monate später verunglückte Hillinger unter mysteriösen Umständen tödlich." Münchner Merkur, 12.12.2001, S.2
Zur Arbeit des Untersuchungsausschuss im Bayerischen Landtag: "Viele Spuren in der Affäre führen ins Justizministerium. Dessen Beamte beraten und dominieren im Untersuchungsausschuss aber die CSU, die dort die Mehrheit stellt. Das ist etwa so, wie wenn vor Gericht ein Delinquent dafür sorgen könnte, dass zwei seiner Mittäter als Schöffen eingesetzt werden." SZ, 20.10.2001, S.10
Der Unfalltod des früheren Chefs der Augsburger Staatsanwaltschaft Jörg Hillinger am 28.4.1999 soll überprüft werden. Am Auto Hillingers, der seit 1995 das Ermittlungsverfahren gegen den Waffenhändler Karlheinz Schreiber, den Ex-Staatssekretär Holger Pfahls, den Strauß-Sohn Max, den früheren CDU-Schatzmeister Walther Leisler Kiep und zwei Thyssen-Manager leitete, könnte seinerzeit manipuliert worden sein. SZ, 11.4.2001, S.53
Beim Regierungswechsel Kohl / Schröder sind brisante Akten verschwunden und umfangreiche Dateien wurden gelöscht: es fehlen sechs Bänder der Leuna-Akten; die Originale zu sieben Provatisierungsvorgängen; ein Großteile der Akten zum Verkauf der 114.000 Eisenbahnerwohnungen; Lücken im Aktenbestand über das Panzergeschäft mit Saudi-Arabien. Gipfel des Skandals: die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren darüber ein. SZ, 6.4.2001, S.5
"Auch der langjährige Justitiar der Firma Thyssen Industrie AG, Hans-Joachim Klenk, hat dem Parteispenden-Untersuchungsausschus nicht sagen können, wohin 220 Millionen Mark Schmiergeld 1991 beim Verkauf von 36 Spürpanzern Fuchs nach Saudi-Arabien geflossen sind." – Im August 1991 erhielt die CDU eine Million Mark in bar! Süddeutsche Zeitung, 13.10.2000, S.6
Das Panzergeschäft des Thyssen Konzerns zur Lieferung von "Fuchs"-Spürpanzern mit Saudi Arabien 1991 hatte ein Volumen von 446 Millionen Mark. Davon wurden von Thyssen 220 Millionen als Schmiergelder geltend gemacht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Thyssen-Manager, Agnes Hürland-Büning, CDU, Helmut Kohl, CDU, u.a. Münchner Merkur, 24.6.2000, S.4
Waffenschieber Karlheinz Schreiber ist CSU Mitglied; die CSU erhielt zwischen 1992 und 1996 mehrere sechsstellige Spenden von Schreiber. Süddeutsche Zeitung, 4.Dezember 1999, Seite 64
Beteiligt sind auch die deutsche Stasi Verfassungschutz und BDN.
Wirtschaftsjurist Giorgio Pelossi, Lugano (früherer Komplize von Schreiber): Der frühere bayerische Ministerpräsident Franz Strauß hat dem Waffenschieber Karlheinz Schreiber "die Türen geöffnet". Daher beteiligte Schreiber die Familie Strauß mit 5,2 Millionen an seinen Provisionen. Süddeutsche Zeitung, 18.November 1999, Seite L14
Waffenhandelsaffäre der CSU Amigos
Email zurück zur Homepage eine Stufe zurück
© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 4.8.2008