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Tagebuch des Internetsurfers und Zeitungslesers - Archiv
2001 Tagebuch des Internetsurfers und Zeitungslesers-Archiv |
| "Vieles
weist daraufhin, dass es der rot-grünen Bundesregierung vornehmlich darum
geht, dass Deutschland in den Rang einer weltweit operierenden
Militärmacht aufsteigt, um so im militärischen Feld mit England und
Frankreich gleichzuziehen." Andreas Buro, Prof.em.
Politikwissenschaft, Frankfurt am Main, ami 12/2001, S.55 |
| Das Verwaltungsgericht
Münster erklärte die Entscheidung des Münsteraner
Polizeipräsidenten in 1998 für rechtmäßig. Dieser hatte
eine Dauermahnwache am Transporttag am Zwischenlager Ahaus verboten und damit
das SZ 28.12.2001, S.6. |
| Familienfeindliche CDU/CSU. Bayern und
Baden-Württemberg lehnen den, die Zuwanderung massiv beschränkenden
Gesetzentwurf von Otto Schily, SPD, ab, da er ihnen nicht kinder- und
familienfeindlich genug ist. Sie wollen unter anderem die
Familienzusammenführung von Ausländern weiter ein schränken.
Erwin Teufel, CDU, forderte gar eine Senkung des Nachzugsalters auf drei Jahre.
Das würde z.B. bedeuten, dass vierjährige Kinder alleine im
Ursprungsland zurückbleiben müssen. Schilys Entwurf: 14 Jahre; die
CDU/CSU fordert eine Senkung auf 12 Jahre. SZ, 21.12.2001,
S.6 |
Im Eilverfahren wird im
Bundestag das sogenannte 2. Anti-Terror-Paket durchgepeitscht. In Wirklichkeit
ist es ein Geheimterrorpaket:
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| Roland Berger, Gründer und Chef von Roland
Berger Strategy Consultants mit einer saftigen Kritik an den unseligen
Jahren unter Helmut Kohl, CDU: "Deutschland
ist in den vergangenen 30 Jahren schleichend verstaatlicht worden." "Die
Union muss erst noch beweisen, dass sie nicht immer noch die schwarze
Sozialdemokratie wie zu Kohls Zeiten ist." Münchner
Merkur, 3.12.2001, S.3 |
| Angesichts des Krieges in Afghanistan verhandelt die Bundesregierung über ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht für afghanische Flüchtlinge in Deutschland. Münchner Merkur, 11.10.2001, S.2 | Eine "Schleuser-Organisation" wurde zerschlagen. Sie soll bis zu 100 Flüchtlinge pro Woche aus Afghanistan nach Westeuropa "geschleppt" haben. Münchner Merkur, 11.10.2001, S.7 |
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Beckstein erwartet zum CSU Parteitag einen Massenansturm von Chaoten. Er rechne mit einer
"qualifizierten, höchst kriminellen Szene." SZ 6.10.2001,
S.61 Voraussichtlich kommen Edmund Stoiber,
Erwin Huber, Beckstein selbst, Thomas Goppel usw. |
| Wolfgang Schäuble, CDU, hat von den
Fähigkeiten der Bundestagsabgeordneten keine hohe Meinung. Er will die
Feststellung des Verteidigungsfalles durch den Bundestags = Art.115a GG
abschaffen. Die Begründung Schäubles: Die
Abgeordneten sind überfordert, es fehle ihnen an Sachverstand.
Ossietzky, 18/2001, S.614 Ich widerspreche
Schäuble nicht. |
| Peter Struck, Fraktionschef der SPD: "Man kann in
vier Jahren nicht alles in Ordnung bringen, was die Vorgängerregierung in
16 Jahren angerichtet hat." Der Spiegel, 36, 2001,
S.27 |
| Paul Spiegel, Präsident des Zentralrats der Juden in
Deutschland, bemängelte am 21.8.2001, daß für
Minderheiten "die Situation in der Bundesrepublik so kritisch ist wie
vielleicht noch nie in ihrer jungen Geschichte". SZ, 23.8.2001,
S.8 |
| Franz Müntefering, Generalsekretär der
SPD, appellierte einen fairen (Bundestags)Wahlkampf zu führen. Er forderte
u.a. keine diffamierenden Aussagen und keine Verwendung von Schwarzgeld. Damit
stieß er auf heftige Kritik von Laurenz Meyer,
CDU und Erwin Huber, CSU. Münchner Merkur,
30.7.2001, S.2; BR 5, 6:00 |
| Im Streit mit dem
Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe um die verfasssungswidrige Verwendung der
Computerdateien des NPD-Anwalts Horst Mahler und deren Rückgabe, schaltet
die Berliner Staatsanwaltschaft auf stur. Sie folgt dem Beschluß aus
Karlsruhe nicht. Der Spiegel 30/2001, S.19 Was im
Rechtsstaat unmöglich wäre, bei uns geht es: gegen die NPD wird mit allen Mitteln! |
| Endlich
hat die Bundesregierung eine noch aus der Ära Kohl unter CDU/CSU
herrührende Benachteiligung ehrenamtlicher Mitarbeiter etwas
gemildert:
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| Gipfeltreffen in bürgerfreier Zone "Im Innern des
etwa zwei Quadratkilometer großen Areals rund um den Konferenzort Palazzo
Ducale ist praktisch kein städtisches Leben mehr möglich Genua
gleicht einer Geisterstadt. Hubschrauber kreisen, Blaulichter blinken,
Polizeisirenen beulen." Kein Zitat aus einem Science Fiction Roman
(siehe z.B. |
| Thomas
Goppel, CSU Generalsekretär: "Die Papiere der PDS sind darauf
ausgerichtet, bei passender Gelegenheit das Grundgesetz der Bundesrepublik an
entscheidender Stelle zu ändern." Interview mit der SZ,
15.6.2001, S.57. Wo ist da ein Unterschied zur CSU? |
| "Statistiker wollen
errechnet haben, das [!] ein Zusammenhang zwischen Wahlverhalten der
Bevölkerung und dem Auftreten von Rinderwahnsinn besteht. Danach ist die
Wahrscheinlichkeit einer Infektion in Regionen mit hoher Zustimmung für
die CSU signifikant erhöht, während Wähleranteile von mindestens
sieben Prozent PDS offensichtlich genügen, um eine völlige
Immunität herzustellen." Diesseits. Zeitschrift für Humanismus und
Aufklärung 54, (2001). S.37 |
| "Die
Bürger wählen alle vier Jahre eine Partei-Liste. Und kein einziger
Abgeordneter legt dann mehr Rechenschaft über sein Handeln ab. Politiker
achten Gesetze in eigener Sache viel zu wenig. Alle Parteien hängen doch
mehr oder weniger in dem Spendenknäuel mit drinnen. Indiz dafür ist,
dass nach der ersten Aufregung in der Kohl-Affäre längst wieder
vergessen wurde, das Parteienfinazierungsgesetz zu verschärfen." Hildegard Hamm-Brücher, Politikerin, 1998 aus
der bayerischen FDP ausgetreten. SZ, 11.5.2001,
S.56 |
| Während sich die
katholische Kirche sonst bei Angriffen auf das geborene Leben (z.B. durch
radioaktive Verseuchung) mit dem Argument raushält, das ist Sache der
Politik und nicht des Glaubens, setzt sie sich stark für Embryonen ein.
Die Deutsche Bischofskonferenz protestierte in
einer Erklärung gegen die Forderung nach Zulassung von Embryonenforschung.
SZ, 5.5.2001, S.6 Dabei verwendete sie das erstaunliche
Argument: "Das widerspricht nicht nur dem biblischen Menschenbild, das
menschliches Leben von seinem Anfang bis zu seinem Ende schützt und jede
Instrumentalisierung menschlichen Lebens - sei es auch zu einem noch so guten
Zweck - ausschließt." Das ist neu: die katholische Kirche als
Lebensschützerin. |
| Erstmals
AFAIK hat der bayerische Landesentwicklungsminister
Werner Schnappauf, CSU, sonst ein Hardliner pro Atomkraft, vor den
Verzehr von Waldpilzen und Wildfleisch wegen der Radioaktivität aufgrund
des Atomunfalls in Tschernobyl gewarnt. Münchner Merkur,
24.4.2001, S.1 |
| CDU und die CSU
verständigten sich darauf, dass Ausländer künftig
Integrationskurse besuchen sollen. SZ, 20.4.2001, S.1.
Wann werden Integrationskurse für CDU/CSU-Mitglieder zur Pflicht? |
| Frederic Vester, Biokybernetiker, Systemforscher zu
Bezinpreis, Ökosteuer etc. : "Man muss sich nur überlegen, welche
Schäden der Verkehr für die Volkswirtschaft mit sich bringt. Das sind
zwischen 200 und 600 Milliarden Mark im Jahr, wenn man Unfälle, Lärm,
Abgase, Umweltkatastrophen und die sozialen Folgekosten einrechnet." Süddeutsche Zeitung, 12.9.2000, S.L9 |
| "Hinter den starken,
manchmal bösen Parolen des Edmund Stoiber sammelt sich gern die vereinigte
Rechte: wenn er über »Asylmissbrauch« und
»Wirtschaftsflüchtlinge« redet, über eine
»multikulturelle Gesellschaft«, die »durchmischt und
durchrasst« sei, über die hehre Aufgabe, »in erster Linie
Politik für die Deutschen zu machen«. Mit dem früheren
Republikaner-Chef Franz Schönhuber, den er persönlich erbittert
bekämpfte, lieferte sich der CSU-Politiker einen regelrechten Wettkampf um
die radikalste Position in der Ausländerpolitik. Der
»Bierzelt-Stoiber« hat gewonnen, die Republikaner sind erledigt,
und der bayerische Ministerpräsident fordert inzwischen zum Ergötzen
seiner Klientel die Streichung des Asylrechts aus dem Grundgesetz".
Michael Stiller, Süddeutsche Zeitung, 17.2.2001,
S.12 |
| "Im
Jahre 1948 schon, schreibt der Rechtshistoriker Uwe Wesel, »war in
Deutschland fast das gesamte alte Justizpersonal wieder im Amt«: Es war
das Personal einer willfährigen Justiz, die es neben vielem anderen
in zwölf Jahren auf 50 000 Todesurteile gebracht hatte, gegen
»Volksschädlinge«, »Rassenschänder« und
Hörer ausländischer Rundfunksendungen." Süddeutsche Zeitung, 27.1.2001, S.17 Auch heute wird von
einem MdB |
| Barbara Stamm, CSU, trat
als Gesundheitsministerin in Bayern zurück. "Persönlich habe ich mir
nichts vorzuwerfen." Süddeutsche Zeitung, 24.1.2001,
S.3 Da sich sicher auch die anderen bayerischen Minster persönlich
nichts vorzuwerfen haben, warten wir gespannt auf deren
Rücktritt. |
| Zwei
Kampfhunde zerfleischten am 26.Juni 2000 auf einem Schulhof in Hamburg einen
Sechsjährigen. Die Kampfhundbesitzer kamen mit 3 1/2 Jahren bzw.
Bewährung davon. Münchner Merkur, 18.1.2001, S. 1, 2, 11 Bemerkenswert daran ist
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