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Tagebuch
des Internetsurfers und Zeitungslesers Bemerkenswertes aus dem Internet und der Presse. Mit Archiv früherer Jahre Tagebuch des Internetsurfers und Zeitungslesers-Archiv |
| Weltweite Proteste gegen Banken: Regierung
Merkel reklamiert Mitschuld Weltweite Proteste gegen Banken und den Kapitalismus wecken sogar die deutschen Politiker auf. Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, zeigte Verständnis für die Proteste. Ihr Pressesprecher Steffen Seibert warnte davor, die Schuld nur bei den Banken abzuladen. Auch die Politiker tragen schließlich eine Hauptschuld. Da kann man nur zustimmen. Ob Seibert diesen Angriff auf die Regierung unter Angelika Merkel mit dieser abgestimmt hat? – |
| Watsche für Bundesverkehrsminister Peter
Ramsauer, CSU Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, CSU: "Die Straße ist und bleibt der wichtigste Verkehrsträger in Europa - enormer Bedarf an Neu- und Ausbaumaßnahmen – chronische Unterfinanzierung beenden". Herrmann hieb damit deutlich erkennbar auf Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, CSU, ein, ohne ihn bei Namen zu nennen. Er verdeutlichte seine Watsche an Peter Ramsauer auf einer Fachtagung der Bayern-Südtirol-Gesellschaft zum Thema ''Finanzierung von Fernstraßen', indem er eine dauerhafte, deutliche und beständige Aufstockung der Straßenbaumittel in Deutschland forderte. Er wiederholte auch die Forderung der CSU nach einer zusätzlichen Abgabe für die Autofahrer: "Deshalb setze ich auf die Einführung einer Pkw-Maut auf den Bundesautobahnen." |
| Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer,
CSU, stellt der schwarz- gelben Bundesregierung und - koalition ein
vernichtendes Zeugnis aus Befragt zur Zustimmung des Bundestags zur Subventionierung der Gläubiger Griechenlands (siehe Seehofer mahnt Merkel: „Man darf die Leute nicht ausgrenzen“ OVB, 30.9.2011, Seite 1 und OVB online, 30.9.2011 |
| Schlechtes Zeugnis für Markus Söder und
Christine Haderthauer, beide CSU Ludwig Markert, Präsident der Diakonie Bayern, mit etwa 70 000 Mitarbeitern zweitgrößter Wohlfahrtsverband in Bayern: "Die Politik beschränkt sich auf Ankündigungen und findet für Probleme, die schon seit Jahren bekannt sind, keine Lösungen" Markert stellte dem Gesundheitsminister Markus Söder und der Sozialministerin Christine Haderthauer, beide bei der Staatspartei CSU, ein schlechtes Zeugnis aus. Es werde nicht agiert, sondern reagiert, es würden keine Probleme gelöst, sondern nur verlagert. FDP-Fraktionschef Thomas Hacker ergänzte: "'Wir wollen keine neue Bürokratie, sondern konkrete Verbesserungen in der Pflege". Da werden die beiden lange warten müssen. |
| Versprechen und Aussagen der Bundesregierung
unter Angela Merkel, CDU, und Wirklichkeit Nach mehr als einem Jahr Regierung unter CDU, CSU, FDP sieht die Bilanz und die Zukunft trostlos aus. Erreicht wurden:
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| Klientelpolitik für Spitzenverdiener/innen Im September 2010 entscheidet der Bundestag über das Sparpaket, das massiv bei den Armen streicht und die Vermögende ungeschoren läßt. Finanzminister Wolfgang Schäuble und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, beide CDU, werden dem “C” im Parteinamen voll gerecht: überwiegend wird das Sparpaket über Kürzungen bei Familien und Erwerbslosen finanzieren. Das Kabinett hat die Pläne bereits abgesegnet. Wer hätte anderes erwartet? Im Kabinett sind kein Armen oder Erwerbslosen, sondern reiche Politiker mit satten Gehälter, Diäten und Überversorgung. |
Wenn
Politiker etwas einsparen wollen trifft es meist die Ärmsten, die
Familien, die eh schon Benachteiligten.
Kritik an den unsozialen Sparplänen äußerste auch Hans Lindenberger, Münchner Caritas-Direktor. Statt bei den gut verdienenden Bürgern oder den vermögenden, wird bei den armen gespart. Sparen, aber gerecht Münchner Caritas-Chef kritisiert neue Kürzungen bei Arbeitslosen, SZ, 29. Juli 2010, S. 51 |
| • Ein
Augsburger Laborbetreiber spendet großzügig an die CSU • Derselbe Laborbetreiber ist 1993 vor Gericht und im Visier einer “Sonderkommission Labor” des LKA wegen Betrugsverdacht. Seit 2006 wird gegen ihn ermittelt. • Da wird die Spendenfreudigkeit an die Partei bekannt • Die Kommission wird von 14 auf 4 Personen zusammengestrichen • Die Ermittlungen wurden laut Soko-Leiter "von oben" massiv beeinflusst. "Ermittlungsarbeit in die Tonne getreten", SZ, 30.1.2010, S. 51 – |
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| Oberster Pharmakontrolleur Deutschlands war
zu pharmakritisch: kein neuer Vertrag Peter Sawicki, Chef des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen IQWIG wird der Vertrag nicht verlängert. Seine unabhängige und kritische Einstellung wurde in der Pharmaindustrie – mit der Sawicki heftige Auseinandersetzungen hatte – nicht gerne gesehen. Ärzte und Wissenschaftler bedauerten die Entscheidung. – "Peter Sawicki muss gehen", SZ, 23.1.2010, S. 5 Merke: Parteispendern wie: Pharmaindustrie, Laborbetreiber, Hotelgewerbe, sollte man nicht zu kritisch begegnen. Informiere Dich in diesen Datenbanken: |
| Information der Bevölkerung vor den Wahlen
ist in Deutschlands öffentlichen Medien unerwünscht Der Mitteldeutsche Rundfunk MDR plante vor der Landtagswahl am 30. August 2009 ein Interview mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, zu senden. Themen: Arbeitsmarkt, soziale Sicherheit, Wirtschaftskrise und Steuerpolitik. Der Sender zog das Interview zurück, d.h. es wird nicht gesendet. Begründung: dadurch könnte das Wahlverhalten der Bürger beeinflusst werden. "MDR sagt Merkel ab. Sender streicht Interview kurz vor den Landtagswahlen", SZ, 28.8.2009, S. 15 "Demokratie mit dumm Gehaltenen funktioniert nicht", meinte die Journalistin Evelyn Roll und berichtete über die Fragen die Journalisten den Politikern nach deren Vorgabe stellen (dürfen). Man wisse oft nicht mehr, wer wenn interviewt: Franz Müntefering, SPD, den Claus Kleber, ZDF, oder Herr Kleber Herrn Müntefering? Evely Roll: "Noch Fragen?", SZ 5.9.2009, Wochenende, S. V2/1 |
| Dieter Althaus, CDU,
Ministerpräsident Thüringens, der im Winter eine Skifahrerin totfuhr,
wurde von einem österreichischen Gericht extrem milde behandelt. In
einem blitzartigen Prozess am 3. März 2009 wurde er zu einer geringen
Geldstrafe (rund 33.000 Euro und von 5000 Euro Schmerzensgeld) wegen
fahrlässiger Tötung verurteilt und gilt nun als vorbestraft. Zum
Prozess erschien er nicht, da er prozessunfähig war. Der
österreichische Anwalt von Althaus, Walter Kreissl, betonte, dass
Althaus noch vernehmungsunfähig sei. "Ministerpräsident
Althaus angeklagt", SZ, 3.3.2009, S. 1 An den Vorgang könne er sich nicht mehr genau erinnern. Zwie Tage nach Urteilsverkündung erklärte Althaus schriftlich seine Bereitschaft fünf Jahre Ministerpräsident zu machen. Zwei Wochen zuvor bescheinigte ein Arzt, dass der Politiker Schwierigkeiten habe sich auf einen Sachverhalt zu konzentrieren. SZ, 6.3.2009, S. 1. Aber zum Ministerpräsidenten langt's offensichtlich. Auch Heinrich Oberreuter, Politologe an der Universität Passau, sah keine Bedenken trotz Verurteilung und physischer/psychischer Beinträchtigung. OVB: "Ist er damit als Ministerpräsident und Spitzenkandidat der CDU noch tragbar? Oberreuter: "Warum nicht? Was ihm passiert ist, kann im Alltag jedem von uns passieren." OVB, 5. 3. 2009, S. 2. Kommentar: jetzt ist Althaus noch besser geeignet für ein C-Partei-Spitzenamt. Kurz danach konnte Althaus mit Virgit Diezel, CDU, geschäftsführende Regierungschefin, wieder politischen Besuch empfangen und über seine Karriere nachdenken. Althaus erklärte, dass er gleichwohl (vorbestraft, prozessunfähig, Erinnerungsschwund) in 2009 wieder für das Ministerpräsidentenamt kandidieren werde. "Althaus macht wieder Politik", SZ, 9.3. 2009, S. 5 Kommentar: für einen normalen Angestelltenjob würde es kaum reichen, aber Ministerpräsident geht schon. |
| Völliges Versagen auf höchster Manageretage
wird belohnt Erstmals seit 2004, dem Jahr als die Postbank an die Börse ging, erarbeitete der Unternehmensvorstand einen Jahresverlust von 821 Millionen Euro. Gleichwohl erhalten die für dieses Desaster verantwortlichen Vorstände einen Bonus von 11,5 Millionen Euro. Der Bonus übersteigt das immense Jahresgehalt von 4,3 Millionen Euro beträchtlich. "Postbank-Chefs erhalten Bonus", SZ, 10.3.2009, S. 1 |
| Der
wegen Steuerhinziehung in Millionenhöhe extrem sanft verurteilte (warum
wohl?) Ex-Post-Vorstand Klaus
Zumwinkel ( Dazu Petra Pau, im Vorstand der Fraktion Die Linke: "Die allgemeine Empörung birgt viel Heuchelei. Immer, wenn ich im Bundestag auf das eklatante Missverhältnis zwischen Managern und Mitarbeitern hingewiesen habe, wurde mir allenthalben eine Neid-Debatte unterstellt." |
| Der Kassiererin B. E. wurde wegen der
Unterschlagung von Pfandbons im Werte von 1,30 Euro fristlos gekündigt.
Das Landesarbeitsgericht erklärte die fristlose Kündigung durch ihren
Arbeitgeber für wirksam. Kündigungsgrund sei der Vertrauensverlust. Die gute Frau hätte Milliarden verzocken sollen, dann könnte sie eine gigantische Abfindung erwarten (wie die z.B. Missmanager der BayernLB) und bekäme zig-Tausende Euro monatliche Pension (wie die z.B. Missmanager der HypoRealEstate). Merke: Müllmänner und Kassiererinnen etc. erwartet die volle Strenge des Gesetzes; Manager und Parteiamigos werden für völliges Versagen belohnt und gehen für Steuerhinterziehung (Liechtenstein) in Millionenhöhe frei aus dem Gerichtssaal. Siehe |