| Die
Gräueltaten im sogenannten Dritten Reich werden in der deutschen
Öffentlichkeit oft noch abgestritten, verharmlost und/oder
relativiert Nur selten werden in der deutschen Öffentlichkeit die Gräueltaten des Dritten Reichs korrekt zugeordnet: es waren die Deutschen (nicht die Nazis); sie haben die NSDAP gewählt (meist wird mit Machtübernahme der Nazis suggeriert, das deutsche Volk habe diese Machtübernahme erleiden müssen); die Parteien haben Adolf Hitler ganz legal ermächtigt ( |
| In einem Staatswald unweit
Bittenbrunn bei Neuburg an der Donau steht ein überwuchertes Denkmal
für einen NS-Schergen. Es wurde von "Senioren" gesäubert, das "Pg"
(Parteigenosse) der Gedenkinschrift wurde unkenntlich gemacht. Oberleutnant und SS-Unterscharführer Hubert Büttner, SS-Mitglied seit dem 11. März 1933, überraschte beim Fronturlaub zuhause am 16. Dezember 1942 drei geflohene russische Zwangsarbeiter. Er wurde so die NS-Propaganda von einem der Zwangsarbeiter niedergeschlagen und getötet. Die drei Zwangsarbeiter wurden hingerichtet. Im Juni 1943 wurde für den SS-Mann ein Gedenkstein aufgestellt. Bei der Gedenkfeier hielt der damalige Bürgermeister und Vize-Gauleiter Anton Mündler eine NS-Propaganda-Rede. Das bayerische Kultusministerium verlangte den Gedenkstein in museale Umgebung zu bringen und keine NS-Helden Verherrlichung zu praktizieren. Das Stadtrat Neuburg an der Donau entschied 20:7 das Nazi-Denkmal am Tatort zu belassen. Dabei ist das Geschehen am 16. Dezember 1942 unklar, da die Karteikarte Hubert Büttners beim Heerespersonalamt den roten Vermerk "Freitod" hat. Wie üblich bei NS-Verklärung wird von manchen Leuten in Neuburg abgewimmelt: das Denkmal stellt ein Stück Ortsgeschichte dar; "Wir haben keine rechtsradikale Szene"; "Wir haben das nie politisch gesehen". (Na wie dann denn?) |
| Adolf Hitler,
GröFaZ, in einer Rede vor den Oberbefehlshabern des Ostheeres auf dem
Obersalzberg, Ende August 1939: "Restlose Zertrümmerung Polens. Herz
verschließen gegen Mitleid. Brutales Vorgehen. Der Stärkere hat das
Recht. Größte Härte." SZ, 30.8.2007, S.
46 Dazu: Unter dem Titel "Wissenschaft, Planung, Vertreibung - Der Generalplan Ost der Nationalsozialisten" zeigt die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG an verschiedenen Standorten eine Ausstellung, die von der engen Verbindung akademischer Forschung, rationaler Planung und Forschungsförderung im Dienste der nationalsozialistischen Eroberungs- und Vernichtungspolitik berichtet. |
Nazi-Täter werden nicht ausgeliefert
Das Militärgericht La Spezia verurteilte zehn Ex-Angehörige der 16. Panzergrenadierdivision »Reichsführer SS« am 6.1.2007 in Abwesenheit zu lebenslanger Haft. Die Verbrecher sind zwischen 81 und 88 Jahre alt und leben unbehelligt in Deutschland. Sie werden als deutsche Staatsbürger nicht an Italien ausgeliefert. SZ, 15.1.2007, S. 7. Übrigens: Täter der Ex-DDR werden ebenfalls geschützt, siehe die Farce um |
| Beliebt ist in Deutschland weiterhin die Einengung
der Täterschaft im Dritten Reich auf Adolf (eventuell noch inklusive
Nazi-Elite) oder gleich die Anonymisierung, wie Wilhelm Christbaum, Chefredakteur Oberbayerisches
Volksblatt anlässlich der Vertreibungsausstellung "Erzwungene Wege" in
Berlin: "Wenn hierzulande von Vertreibung und anderen deutschen Opfern als
Folgen der Hitler-Zeit die Rede ist, ...". OVB, 18.8.2006, S.
2. Die Hitler-Zeit kann nichts verursachen. Die Gräuel des Zweiten
Weltkriegs sind durch Deutschland verursacht. Hannes Heer analysiert diese Art der Reduzierung auf Adolf Hitler, der die ganze Sache alleine, ohne Hilfe eines Deutschen, durchgezogen habe, am Beispiel des "Hitler- und Speerexperten" Joachim Fest, anhand von Bernd Eichingers Film "Der Untergang" und an den TV-Serien von Guido Knopp. |
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Vergleiche auch: Hannes Heer: Vom Verschwinden der Täter, auf |
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| Joachim C. Fest: Hitler.
Hamburg: Spiegel, 2007. SPIEGEL-Edition Band 31. Gebunden, 1408 Seiten
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| Für Willy Messerschmitt und Claude Dornier als aktiveUnterstützer des
Nazi-Regimes sollen in Garching bei München Gedenktafeln angebracht
werden. Peter Paul Gantzer, SPD: "Es steht
fest, dass Messerschmitt im KZ Dachau, im KZ Flossenbürg, in einem
Augsburger Außenlager des KZ Dachau und in einer Reihe weiterer
Zwangsarbeiterlager Produktionsstätten hatte. ... Messerschmitt hat sich
ausdrücklich für den Einsatz von Sklavenarbeitern aus KZs stark
gemacht. Dornier hat ebenfalls an vorderster Stelle an der Aufrüstung
mitgearbeitet. Er wurde 1940 zum Wehrwirtschaftsführer der NSDAP ernannt."
Der Stadtrat Garching soll am 1. Juni 2006 über die Aufhängung der
Tafeln entscheiden. Die TU München weigert sich ein Gutachten zu der
Gedenktafel zu veröffentlichen. |
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| Der KZ-Arzt und SS-Hauptsturmführer Aribert
Heim, ein brutaler Nazi-Scherge, wurde am 21.12.1947 aus der Internierung
entlassen. Ein Gericht in Neckarsulm hielt ihn für minder belastet,
trotzdem Heim KZ-Arzt in Buchenwald und Sachsenhausen war. Heim war anscheinend
in bad Nauheim wohnhaft, heiratete und praktizierte als Arzt in Mannheim. Auch
die österreichische Justiz ließ sich Zeit und stellte erst im
November 1950 einen Auslieferungsantrag. 1954 zog das Ehepaar Heim, immer noch
völlig unbehelligt, nach Baden-Baden und praktizierte bis 1962 als
Frauenarzt. Bevor ein weiterer Haftbefehl vollzogen werden konnte, erhielt Heim
einen Tipp und verschwand. Efraim Zuroff, Leiter des Wiesenthal Ceners,
jerusalem: "Es wird deutlich, dass Österreich tatsächlich ein
Paradies für NS-Verbrecher ist. Allerdings sind Deutschland und die USA am
Skandal im Fall Aribert Heim beteiligt." Man vermutet, dass Heim in
Südamerika oder Spanien lebt. SZ, 18.4.2006, S.
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| Der Förderverein hat es sich
zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung an das Geschehen im KZ Dachau wachzuhalten.
Und er will dazu beitragen, dass Dachau zum Lernort für Gegenwart und
Zukunft wird. |
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| Die Passauerin Anna
Rosmus (* 1960, Passau) deckte ab 1980 Nazi-Gräuel in Passau
auf. Als Studentin schrieb sie einen 560 Seiten Aufsatz: "Die Vorkriegsjahre in
meiner Heimatstadt". Im CSU-starken Passau fiel sie dadurch unangenehm auf:
Telefonterror und Todesdrohungen waren die Folge. Anna Rosmus erhielt 1984 den
Geschwister-Scholl-Preis:
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| Nach anfänglicher
Verurteilung der NS-Verbrecher als Verbrecher wurde die deutsche Justiz ab dem
Ende der vierziger Jahre milder: die juristischen Eliten des
Nationalsozialismus kehrten in ihre Ämter zurück. Der Strafrechtler
Professor Reinhard Maurach qualifizierte die Verbrechen an den juden als legale
Notwehr. 1949 brachte die Regierung Konrad Adenauer, CDU, das
Straffreiheitsgestz ein und erhielt die breite Zustimmung des Deutschen
Bundestags. Joachim Perels, Universität Hannover, SZ 9.11.2005, S. 2. |
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| Das Projekt
Kriegskindheit an der Universität München zeigt, dass sich
die Gräueltaten, für die das so genannte Dritte Reich verantwortlich
ist, auch heute noch auswirken! |
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| Hitlers Eliten zählten auch
nach 1945 wieder zur deutschen High Society. Heinrich
Lübke, CDU, als Mitarbeiter von Rüstungsminister Albert Speer, mitverantwortlich für Millionen
Toter,wurde 1959 Bundespräsident. Ernst Wolf
Mommsen, Hauptabteilungsleiter beim Mörder-Speer, wurde
Vorstand bei Thyssen und Staatssekretär bei Helmut Schmidt, SPD.
SZ, 11.3.2005, S. 2 |
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| Auch im 21. Jahrhundert fällte es Leute schwer
einzugestehen, daß Deutschland und Deutsche den Holocaust im Dritten
Reich verursachten und zu verantworten haben. Auf Betreiben der deutschen
Sozialdemokraten kommen die Worte "deutsch" und "Deutschen" in der Resolution
des EU-Parlaments zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz nicht mehr vor.
Darauf verständigte sich Martin
Schulz, SPD, mit Hans Gert
Pöttering, CDU, Vorsitzender der EVP-Fraktion. SZ, 27.1.2005, S. 6 |
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Eine (neue) Taktik der
Relativierer ist es, alles auf den Ersten Weltkrieg zurückzuführen.
Abgesehen davon, daß dies so nicht durchführbar ist, übersehen
diese Verharmloser, daß Deutschland maßgeblich auch für den
Ersten Weltkrieg verantwortlich ist.
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| Der Nazi-Marinerichters Hans Filbinger, Ehrenvorsitzender der
baden-württembergischen CDU, ist einer der 1205 Wahlfrauen und
-männern, die am 23. 5. 2004 den Nachfolger des Bundespräsidenten
Johannes Rau wählen. SZ, 18.5.2004, S.3 Angela Merkel, CDU, findet die Diskussion
unverständlich, da Filbinger schon an sechs Wahlen zum
Bundespräsidetnen teilgenommen habe. SZ, 22.5.2004,
S.1 Gegen die Teilnahme von Hans Filbinger als Wahlmann der CDU an der Bundesversammlung haben am Sonntag, 23. Mai 2004, mehrere Dutzend Demonstranten am Berliner Reichstagsgebäude protestiert. Sie trugen ein Transparent mit der Aufschrift "Hitlers Marinerichter Filbinger ist in Berlin unerwünscht". Filbinger hatte während des Krieges an mehreren Todesurteilen gegen Deserteure der Wehrmacht mitgewirkt. Wegen seiner Vergangenheit musste Filbinger 1978 als Ministerpräsident zurücktreten. |
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| Symposion "Wandel der Systeme Kontinuität der Akteure (1930
1960)" Reinwaschung durch einen Beschluß des Bundesgerichtshofs, Mai 1954: der deutsche Staat sei in seinem "wahren, inneren Kern von dem nationalsozialistischen Terror nicht berührt" worden. In den 50ern wurde ein Gesetz zur Quotenregelung für Nazis beschlossen. Es zwang Behörden, ein Fünftel der Planstellen und der Besoldung für Leute aufzuwenden, die bei Kriegsende im öffentlichen Dienst waren. Das machte laut Helmut Kramer ( "Es waren die Schreibtischtäter und Profiteure des NS-Regimes, die die juristische Szene der frühen Bundesrepublik beherrschten." |
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| Die Täter der Gräueltaten im sogenannten
Dritten Reich werden auch im 21. Jahrhundert noch hofiert. Zum 90. Geburtstag
des NS-Marinerichters Hans Filbinger, CDU,
gab die Landesregierung Baden-Württembergs einen Empfang im Ludwigsburger
Schloß. SZ, 17.9.2003, S.6 |
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| Hier keine Verharmlosung (so als
Art ausgewogener Darstellung): "Die Wehrmacht [Deutschland 1933-45] war
struktureller Bestandteil der nationalsozialistischen Unterdrückungs- und
Vernichtungspolitik". Ulrich Herbert,
Historiker, in seiner Eröffnungsrede zur Ausstellung: "Verbrechen der
Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944". SZ,
27.2.2003, S.14 |
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| Bei Buchrezensionen werden oft die Verursacher (=
die Deutschen) mit Opfern gleichgestellt; so in der Rezension von Ernst Hebeker
"Das Fegefeuer des Bombenkrieges", OVB 5.12.2002, S.3. Ich versuchte dies in einem |
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| "... nur partiell bewältigten
Vergangenheit: zum Beispiel die seit Anfang der fünfziger Jahre fein
säuberlich vorgenommene Trennung zwischen den Bezeichnungen
»deutsch« und »nationalsozialistisch«. Meist ist die
Rede von »Verbrechen der Nationalsozialisten«, nur selten von
»Verbrechen der Deutschen«." Salomon Korn, SZ,
9.11.2002, S.14 |
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| "Und die Bilanz des von Deutschen verübten
Infernos offenbarte nach Kriegsende das größte staatlich
organisierte Verbrechen der Geschichte. Nie zuvor waren Volk, Staat und Nation
allen voran die gesellschaftliche Eliten ein engeres Bündnis
eingegangen als die Deutschen mit dem nationalsozialistischen Regime und dessen
völkisch-rassistischer Ideologie. Diese symbiotische Verklammerung stand
nach 1945 der Einsicht eigener Verstrickung in die Verbrechen des
Nationalsozialismus hartnäckig entgegen." "Bereits 1949 wurde das erste Straffreiheitsgesetz für Verbrechen unter dem Nationalsozialismus verabschiedet. ... Nach diesem Gesetz blieb ein Großteil der Verbrechen vom 9. und 10. November 1938 ungesühnt. Mit dem im April 1951 verabschiedeten »Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der unter Artikel 131 des Grundgesetzes fallenden Personen« wurde, so der Historiker Norbert Frei [ Salomon Korn, Präsidiumsmitglied des Zentralrates der Juden, SZ, 9.11.2002, S.14 |
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| Man glaubte die "Alltagstheorie,
dass »die Nazis« und »die Deutschen« zwei verschiedene
Personengruppen gewesen seinen, dass »die Deutschen« als
Verführte, Missbrauchte, ihrer Jugend beraubte Gruppe zu betrachten seien,
die selbst Opfer des Nationalsozialismus war" (Welzer S. 79) schon längst
abgelegt sei. Doch der tägliche Gebrauch in den Medien und eine Studie
zeigen: immer noch vorhanden. Siehe Rezension:
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Dokumentation von Ariane Reimers, Anja Reschke und Volker Steinhoff (2001) in Phoenix "Weggucken, Verdrängen und Nichtwissen - das ist nicht nur das Programm der Tätergeneration. Auch die Nachkriegskinder haben weitgehend versäumt, sich mit den Verbrechen ihrer Eltern auseinanderzusetzen. Viele ehemalige Nationalsozialisten setzten nach 1945 ihre Karrieren in der Bundesrepublik fort: Richter, Professoren, Ärzte. Auch Industrie und Banken, maßgeblich am Holocaust und der Ausbeutung von Zwangsarbeitern beteiligt, konnten nach dem Krieg weiter bestehen. Vor einer Verurteilung mussten sich nur wenige NS-Täter fürchten. Die deutsche Bevölkerung stellt sich ahnungslos." |
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| Edmund
Stoiber, CSU, hat noch nicht kapiert, daß der Kriegsverlierer
mit Sanktionen des Gewinners rechnen muß. Er sagte, die Vertreibung der
Sudetendeutschen (ich bin einer von ihnen) sei niemals zu rechtfertigen und
bleibe eklatantes Unrecht. SZ, 25.1.2002, S.2 Stoiber
verkennt, daß Deutschland den 2. Weltkrieg begann und man am Ende nicht
sagen kann: Halt, wir haben verloren, machen wir alles wieder so wie vor
Kriegsbeginn! Die Vertreibung der Sudetendeutschen hat allein der Kriegstreiber
Deutschland zu verantworten. Konsequenterweise heißt auch eine
dreiteilige Dokumentationsreihe im Fernsehen: "Die Vertriebenen Hitlers letzte Opfer" (Januar 2002, SWR),
Hervorhebung durch H.H. |
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| Die grosszügige
Behandlung der NS-Offiziere nach dem "Tausendjährigen Reich" kann man
in |
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| Der
mutmaßliche NS-Verbrecher Anton
Malloth muß sich erst im April 2001 für seine Taten
verantworten. Bis dahin konnte er über fünfzig Jahre unbehelligt u.a.
in Südtirol und München leben. Münchner Merkur,
24.4.2001, S.1 |
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| So werden die Ereignisse
dieser Zeit oft nur bestimmten Personen oder Gruppen angelastet. Indirekt wird
damit gesagt: nicht die Deutschen, nein ...
Hitler, die Nazis ... Ein Beispiel: In der sehenswerten TV-Dokumentation "Kollaborateure unterm Hakenkreuz" (NDR) Folge 3 überfiel "das Dritte Reich" Polen. Also keinesfalls Deutschland. (WDR 11.7.2002, 21:00) |
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| Friedrich Wetter, katholischer Bischof, lehnt den
Begriff "Zwangsarbeiter" für Zwangsarbeiter innerhalb Unternehmen der
katholischen Kirche im Dritten Reich ab, "da den Betroffenen von Seiten der
Kirche kein Zwang angetan worden sei". Er spricht euphemisch von
Fremdarbeitern. Münchner Merkur, 16.2.2001,
S.5 |
|
| "... die Rassen- und
Verfolgungspolitik des Nazi-Regimens"; "Rückgrat der Nazi-Infrastruktur"
Entschädigungsspezialist Michael Hausfeld. Der Spiegel
7/2001, S.40 |
|
| "...die
Verbrechen der Nazi-Diktatur ..." Hermannn Gröhe, MdB CDU, in Chrismon
12/2000, S.10 |
|
| "Die Nazis hatte bis 1945
in ganz Europa etwa sechs Millionen Menschen in Vernichtungslagern umgebracht,
überwiegend Juden." Süddeutsche Zeitung, 5.8.2000,
S.6 |
|
| "In den ersten Jahren nach der deutschen Niederlage von 1945 betrieben alliierte Gerichte die Strafverfolgung von NS-Verbrechen. Erst später ging die Regie an die Deutschen über, die freilich keinen besonderen Eifer zeigten. Insgesamt 106 000 Ermittlungsverfahren führten zu 6 500 Verurteilungen, wovon ein denkbar geringer Bruchteil aus Anstrengungen der bundesrepublikanischen Justiz entfiel. Ein Grund dafür war der beginnende Kalte Krieg, ein zweiter die vom neuen Staat übernimmene hohe Zahl ehemaliger NS-Sonderrichter und Militärrichter, ein dritter die fehlende Zuständigkeit bei Verbrechen ausserhalb der Grenzen." Neue Zürcher Zeitung, 1.11.2000, S.6 | |