Ein Fallbeispiel aus der bundesrepublikanischen Praxis, April 2008 |
| Ein Fallbeispiel: Nennen wir ihn Gabriel Feuer, MdB, in einer grossen Partei, die sich auf eine grosse Religionsgruppe bezieht. Nein, es ist nicht der Islam. Den Realnamen des MdB nenne ich wohlweislich nicht: zu leicht kann man in Deutschland abgemahnt werden (man denke nur daran, wenn man die Tönung der Haarfarbe eines Politikers falsch nennt) und sofort sind dank des unrechtsstaatlichen Abmahnwesens ( |
| Übersicht und Zusammenfassung zum
Fallbeispiel der Bürgerferne, ja Bürgerignoranz, der Abgeordneten
für den eiligen Leser Gabriel Feuer, MdB, meint im Web: Es ist unnötig über das Internet die Abgeordneten zu befragen. Er stehe jederzeit per E-Mail, Telefon, Fax und Brief dem Bürger Rede und Antwort. Aufgrund beschränkter Zeit wird er also Anfragen übers Internet nicht mehr beantworten. Bürger nimmt E-Mail-Angebot wahr und stellt per E-Mail dem MdB persönlich Fragen. Gabriel Feuer, MdB, antwortet Klartext: Er hat Wichtigeres zu tun, als beleidigende und verungimpflichende Massen-Mails zu beantworten. Es wird nicht begründet, warum die persönliche E-Mail ein "Rundschreiben" oder "Massenschreiben" sein soll. Es wird nicht gezeigt, wo in der persönliche E-Mail pauschale Verunglimpfungen und Beleidigungen und Unterstellungen stehen. Alle Fragen bleiben unbeantwortet. |
| Hier die Einzelheiten Mitte April 2008 erfuhr ich, dass Herr Gabriel Feuer, MdB, keinen ausreichenden Grund sieht, die Zwangsmitgliedschaft bei den Kammern abzuschaffen ( Ich erwartete keine Antwort, da unsere Abgeordneten bekanntlich sehr beschäftigt sind. |
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| Auf abgeordnetenwatch ( Ich paraphrasiere (wörtliches Zitat könnte als Urheberrechtsverletzung zur sofortigen kostenpflichtigen Abmahnung führen; ja, die Juristen des Bundestags haben vorgesorgt
Noch am selben Tag nahm ich das Angebot wahr. Wieder begann ich wie ich meine mit einem höflichen Sehr geehrter Herr ... und endete mit Mit freundlichen Grüßen. Ich teilte dem MdB mit, dass ich seine Bedenken bezüglich abgeordnetenwatch teile. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass man Abgeordnete zwar per E-Mail-Adresse und Brief erreicht, doch geantowrtet wird selten. Gleichzeitig zeigte ich mich informiert und gestand zu, dass Abgeordnete nur beschränkte Zeit haben und sie mit Wichtigerem verbringen als dem Bürger zu antworten. Als Beispiel nannte ich mein bis dahin unbeantwortete E-Mail an den MdB Gabriel Feuer ... Erst jetzt erkannte ich, dass ich soeben jenem MdB mailte |
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| Jetzt bekam
ich umgehend Antwort. Herr Feuer redete Klartext, wie er es auch auf seiner
Webauftritt verspricht: Er habe keine Zeit für "Rundschreiben" oder
"Massenschreiben" (? ich hatte zwei ganz persönlich gehaltene und
spezifisch auf die Aussagen Feuers eingehende E-Mails und nur an ihn selbst
geschrieben). Dann stellte der MdB (das mit den "Rundschreiben" oder
"Massenschreiben" war ihm doch zu herbeigezogen!?) noch eine nicht näher
benannte Grundagressivität, ja sogar, pauschale
Verunglimpfungen, Beleidigungen und Unterstellungen in meinen
E- Mails fest. Er habe Wichtigeres zu tun, als beleidigende und verungimpflichende Massen-E-Mails zu beantworten. Genau das schrieb ich ja auch zuvor (siehe oben: ... dass Abgeordnete nur beschränkte Zeit haben und sie mit Wichtigerem verbringen als dem Bürger zu antworten). |
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| Sofort entschuldigte ich mich
für die offensichtliche Belästigung eines MdB durch den Bürger
vielmals und gelobte, ihm niemals wieder eine E-Mail zu senden. Die einfache Abschlußfloskel Mit freundlichen Grüßen wagte ich nicht mehr; sie ist sie ist gegenüber einem Mitglied des Plaudertags, pardon: Bundestags wohl doch zu verungimpflichend oder gar beleidigend. Ich empfahl mich mit Hochachtungsvoll und ergebenst. |
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| Ob ich es jemals
wieder wage, einen Abgeordneten zu kontaktieren? Ich werde es mir nicht drei
Mal (wie bisher), sondern dreiunddreissig Mal überlegen. Umso dringender wiederhole ich: Übrigens bin ich der Meinung, dass die Bürger mindestens je 1 Vertreter in Land- und Bundestag für ihre Anliegen erhalten. |