| Nazi-Todesrichter Hans Filbinger,
CDU Große Karriere im Dritten Reich und in der Bundesrepublik |
| Hans Filbinger, 15.9. 1913 Mannheim
1. April 2007 Freiburg im Breisgau 1933-36 Mitglied des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB) 1934-37 Mitglied der SA seit Frühjahr 1937 Mitglied der NSDAP Januar 1945 Staatsanwalt Hans Filbinger beantragt die Todesstrafe gegen den Deutschen Walter Gröger, setzt sie durch und läßt sie exekutieren ( 29 Mai 1945 ein deutsches Kriegsgericht (von Alliierten in den Lagern geduldet) unter Vorsitz von Hans Filbinger verurteilt den deutschen Gefreiten Kurt Petzold zu 6 Monaten Gefängnis. Petzold sagte am 10.5.1945 (als schon nach Kreigsende!) zu seinem Armeechef: "Ihr habt jetzt ausgeschissen, ihr Nazi-Hunde, ihr seid schuld an diesem Krieg." Er entfernte ausserdem von Mütze und Rock das Hakenkreuz. Marinerichter Hans Filbinger wertete das als Gehorsamsverweigerung und Erregung von Missvergnügen. (SZ, 14.4.2007, S. 43) Jurist, 1960-66 Innenminister, 1966-78 Ministerpräsident von Baden-Württemberg; Rücktritt nach schweren Vorwürfen wegen seiner Tätigkeit als Todesurteil-Unterzeichner im Zweiten Weltkrieg. Doch für den Landesvorsitzender der CDU und stellvertretenden Bundesvorsitzender der CDU reichte die Integrität eines Nazi-Richters. 1971-79 Landesvorsitzender der CDU, 1973-79 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU 1979 Auf Initiative von Hans Filbinger wird das |
| Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein, so naiv rechtfertigte Hans Filbinger, CDU, seine Tätigkeit als NS-Marinerichter. |
| Günther
Oettinger, CDU, Ministerpräsident Baden-Württemberg, im
Nachruf auf Filbinger: "Anders als in einigen Nachrufen zu lesen, gilt es festzuhalten: Hans Filbinger war kein Nationalsozialist. Im Gegenteil: Er war ein Gegner des NS-Regimes. Allerdings konnte er sich den Zwängen des Regimes ebenso wenig entziehen wie Millionen andere. Wenn wir als Nachgeborene über Soldaten von damals urteilen, dann dürfen wir nie vergessen: Die Menschen lebten damals unter einer brutalen und schlimmen Diktatur. Hans Filbinger wurde - gegen seinen Willen - zum Ende des Krieges als Marinerichter nach Norwegen abkommandiert. Er musste sich wegen seiner Beteiligung an Verfahren der Militärjustiz immer wieder gegen Anschuldigungen erwehren. Es bleibt festzuhalten: Es gibt kein Urteil von Hans Filbinger, durch das ein Mensch sein Leben verloren hätte. Und bei den Urteilen, die ihm angelastet werden, hatte er entweder nicht die Entscheidungsmacht oder aber nicht die Entscheidungsfreiheit, die viele ihm unterstellen." |
Richtig
ist:
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| Weitere Verharmloser der
Nazi-Gräuel CDU-Landesgeneralsekretär Thomas Strobl betonte in einer Stellungnahme, in der Sache habe Oettinger nach wie vor nichts zurückzunehmen. Die Filbinger-Rede bleibe "richtig und wahr". |
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