| Lkw-Maut Die Lkw-Maut zeigt die Inkompetenz der Stümper in unserer Regierung
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| Nach fast eineinhalb
Jahre nach dem ursprünglicher Termin: 31.8.2003 soll nunmehr am 1.1.2005
die Lkw-Maut in Praxis gehen. Statt ein paar Tausend Arbeitslose als
Kontrolleure anzuheuern sind bundesweit nur 560 Kontrolleure im Einsatz:
für je 142 Mautkilometer lediglich 1 Kontrolleur. SZ, 30.12.2004, S. 5 |
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| Christoph
Bellmer, Chef des Mautbetreibers und Gastgebers Toll Collect GmbH,
gab bei einem Treffen mit 20 Vertretern großer deutscher Speditionen im
Schlosshotel Grunewald, Berlin, zu, daß seine Firma bei den
Vorbereitungen für den zum 1. Januar 2005 geplanten Start der
satellitengestützten Maut für LKW nicht im Plan sei. |
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| Viele Monate nach
zahlreichen Terminüberschreitungen fordert die Bundesregierung durch
Manfred Stolpe, Verkehrsminister, von
Toll Collect 4,6 Milliarden Euro
Schadenersatz. Die Verträge sind aber anscheinend so dürftig
gestrickt, daß sowohl die Konzerne DaimlerChrysler und Telekom als auch
die Tochter Toll Collect rundweg ablehnte. SZ, 11.9.2004, S. 1,
4, 17 |
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| "Skandal ist ein zu schwaches Wort für die Sache mit der
Maut", FAZ, 18.2.2004, S.1 |
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| Verkehrsminister Manfred Stolpe, SPD, erklärte die erneuten
Verhandlungen mit Toll Collect jetzt doch für gescheitert und
kündigte die Verträge. SZ, 18.2.2004, S.1
Allerdings hat jetzt Toll Collect erneut eine 2-Monatsfrist zur
Nachbesserung. Die Milliardeninvestionslücke soll durch Kredite finanziert
werden. |
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| Die Bundesregierung
plant, die Milliarden-Einnahmenausfälle aus der Maut über verdeckte
Schulden zu finanzieren. In 2004 muß ein Einnahmeloch von 2,1 Milliarden
Euro geschlossen werden. Nach dem Versagen bei der Aushandlung und konsequenten
Verfolgung eines Vertrags folgt nun die Stümperei und Mogelei im
Finanzressort. Der Tagesspiegel, 17.2.2004, S.
15 |
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| Neuer Aufschub
bei Toll Collect bis 2006. Verkehrsminister Manfred Stolpe, SPD, ist damit einverstanden. Das
neue Angebot erfülle die Kernforderungen der Bundesregierung.
SZ, 29.1.2004, S.1 |
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| Neuer Aufschub
für Toll Collect. Bundeskanzler Gerhard
Schröder, SPD, gewährt eine neue Frist bis zum 31. Januar
2004. Dann soll Toll Collect nicht etwa mit dem völlig verzögerten
Projekt fertig sein, nein, bis dahin dürfen sie sich Zeit lassen und dann
einen neuen Termin nennen! SZ, 15.1.2004, S.5 |
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| Die Lkw-Maut
startete in Österreich am 1. 1. 2004 problemlos.
SZ 2.1.2004, S.19 |
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| Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) wird im Streit um
die Einführung der Lkw-Maut von Fachleuten beraten, für die das
Verkehrsministerium seit 1999 rund 15 Millionen Euro gezahlt hat. Das
bestätigte Ministeriumssprecher Felix
Stenschke. Die externen Berater seien nötig zur Bewertung der
juristischen und kaufmännischen Fragen im Zuge der Mauteinführung.
SZ 2.1.2004, S.19 Stolpes
Inkompetenz beruht also nicht auf seinem Mist, sondern kostet 15
Millionen Euro Steuergelder !? |
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| Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe, SPD, ist anscheinend weiterhin mit
dem Arbeitsergebnis von Toll Collect zufrieden. Er gab eine nochmalige
Fristverlängerung, obwohl der Haushaltsausschuss des Bundestgas
beschlossen hatte, den Vertrag zum 31.12.2003 zu kündigen, wenn es bis
dahin keinen verbindlichen Zeitrahmen gibt. Und den gibt es nicht.
SZ, 29.12.2003, S. 5 |
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| Führende Manager
von DaimlerChrysler und Deutscher Telekom boten der Bundesregierung einen
unverbindlichen Terminkorridor, der vom 15. August 2004 bis zum 31. Juli 2005
reicht, an. Bundesverkehrsminister Manfred
Stolpe, SPD, fordert Verlustausgleich, dagegen ein Sprecher von Toll
Collect: "Wir akzeptieren keinen Schadenersatz". Trotz allem kündigt der
Bund nicht den Betreibervertrag. Anscheinend ist er mit der Arbeit von Toll
Collect zufrieden. SZ, 15.12.2003, S.19 |
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| Das Autobahn
Maut-System ermöglicht die totale Verkehrsüberwachung. Die
Datenschützer fordern die Regierung auf, den Vertrag mit dem
Betreiberkonsortium zu kündigen nicht wegen der ganzen technischen
Probleme und Verzögerungen, über die bisher so ausführlich
gestritten wurde. Sondern: Sie warnen vor der drohenden totalen
Verkehrsüberwachung, die mit dem Aufbau der Maut-Infrastruktur verbunden
ist. SZ, 7.11.2003, S.1 |
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| Urban Priol, Kabarettist, Gewinner des Bayerischen
Kabarettpreis 2003, über Manfred Stolpe: "Keine Provinzkommune wird ihn als Parkplatzwächter einstellen." Otties Schlachthof, November 2003 |
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| Das gesamte Vertragswerk umfasst zwar
16.800 Seiten. Für eine klare Haftungsregelung reichte es anscheinend
nicht. Erst nach dem Beginn des Probebetriebs kann verschärfter
Schadenersatz von Toll Collect gefordert werden. Ab Dezember muß Toll
Collect mit monatlich etwa 7,5 Millionen
Euro Strafe rechnen. Der Schaden für den Bund = Steuerzahler
ist monatlich ca. 160 Millionen Euro.
SZ, 23.10.2003, S. 1 |
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| arte
Die Pleite mit der Maut Mo, 27.10.03, 13.30 Uhr 15 Jahre Diskussion und zwei Jahre Planung scheinen
nicht zu reichen, die Maut für Lastwagen auf deutschen Autobahnen
reibungslos einzuführen. Verantwortlich ist Bundesverkehrsminister Manfred
Stolpe: es mehren sich die Rücktrittsforderungen. Die Firma Toll Collect
haftet nur sehr begrenzt für die Verzögerungen, letztendlich zahlt
weder Vertragsunterzeichner Bodewig noch Verkehrsminister Stolpe, sondern der
Steuerzahler. |
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| Arte: Die Pleite mit
der Maut. 21.10.2003, 20.15 Die
ARTE-Reporter erzählen die unendliche Geschichte von der Pleite mit der
LKW-Maut in Deutschland. "Jeder Tag mehr bis zum Start kostet den
Staat sechs Millionen Euro das Geld ist fest verplant im Haushalt 2003
und bereits ausgegeben. Verantwortlich ist Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe, angesichts der Pleite mehren sich
die Rücktrittsforderungen. Entwickler und Betreiber ist die Firma Toll
Collect, ein Gemeinschaftsunternehmen unter anderem von der deutschen Telekom
und Daimler-Chrysler. Die aber haften nur sehr begrenzt für die
Verzögerungen. Haften wird letztendlich der Staat." |
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Die anhaltende
Pannenserie beim elektronischen Mautsystem erlaubt es nicht, dass der vorher
nötige vierwöchige Probebetrieb vor dem 15. Oktober beginnen kann.
Diese Entscheidung fiel am Sonntag nach einem Krisengespräch, an dem neben
Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe, SPD,
auch führende Manager von DaimlerChrysler und Deutscher Telekom
teilnahmen. Neuer Termin für die Lkw-Maut: frühestens Anfang Januar
2004. Verkehrsminister Stolpe will sich offenbar die Ausfälle zumindest
teilweise von Toll Collect ersetzen lassen. Wegen der Terminverschiebung
ist nun eine Vertragsanpassung geplant", sagte der Ministeriumssprecher. Man
werde ein ernstes, offenes Gespräch" über Fragen wie Fristen,
Haftung und Einnahmeausfälle führen. SZ, 6.10.2003
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| Verkehrsminister Stolpe bezweifelt den
Maut-Start am 2. November. Immerhin lädt er die Vorstände der
Toll-Collect-Betreiber, DaimlerChrysler und Deutsche Telekom, am Wochenende
4.-5.10. zum Krisengespräch ein. Der verkehrspolitische Sprecher der CDU,
Dirk Fischer, warf dem Verkehrsminister
vor, sich zu spät um Haftungsfragen gekümmert zu haben. Die
Opposition beziffert den Einnahmenverlust auf 733
Millionen Euro (vier Monate). SZ 02.10.2003
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| In der Schweiz klappt
die Lkw-Maut seit dem 1.1.2001 einwandfrei. Die dort organisiernde Fela
Management AG hatte am 24.10.2002 ihr System auch dem deutschen
Verkehrministerium angeboten. Eine einwandfreie Lkw-Maut war den deutschen
Politikern anscheinend suspekt. SZ, 1.10.2003,
S.9 |
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| Wegen der Pannenserie fordert der SPD
Verkehrsexperte Peter Danckert die
Entlassung der Staatssekretäre Angelika Mertens
und Ralf Nagel, sowie von Ulrich
Schüller, Chef der Grundsatzabteilung. Der Hauptverantwortliche
für den "miserabel ausgehandelten" (SZ, 19.9.2003,
S.4) Vertrag Kurt Bodewig, SPD, ist
schon lange kein Verkehrsminister mehr. OVB, 22.9.2003,
S.33 |
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Anscheinend handelt es sich bei dem noch geheim gehaltenen Lkw-Maut Vertrag mit Toll Collect um einen Traumvertrag. Wenn das Konsortium Toll Collect den Termin nicht einhält (je nach Auslegung des Betriebsbeginns) ist in den ersten drei Monaten die Haftung ausgeschlossen. Die späteren monatlichen Vertragsstrafen sind lausige 7,5 Millionen bis 15 Millionen pro Monat. Bei erhofften 2,8 (Süddeutsche Zeitung, 18.9.2003) bis 3,4 (Frankfurter Allgemeine Zeitung 18.9.2003) Milliarden Euro jährlichen Einnahmen kann man den von Kurt Bodewig, SPD, ausgehandelten und von Manfred Stolpe, SPD, übernommenen Vertrag nur stümperhaft nennen. Zudem: Ende Juli verlängerte das Bundesverkehrsministerium die Haftungsfreistellung zugunsten von Toll Collect. FAZ 18.9.2003, S.2 |
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| Sollte die Lkw-Maut erneut verschoben
werden, fehlen im Bundeshaushalt 650 Millionen Euro. Michael Rummel,
Projektleiter und Geschäftsführer von Toll Collect gestand ein,
daß man zu ehrgeizig gewesen sei. Toll Collect soll für die
Entwicklung und Betrieb des Systems in zwölf Jahren 7.300 Millionen Euro
erhalten. SZ, 18.9.2003, S.19 Vertragsstrafen für
die Verzögerung sind anscheinend in dem vom Ex-Bundesverkehrsminister
Bodewig ausgehandelten Vertrag nicht vorgesehen. Manfred Stolpe, der den
Vertrag übernahm, beruft sich auf das BGB. |
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| Die Lkw-Maut zeigt
die Inkompetenz der Stümper in unserer
Regierung. Der Start mußte wegen technischer Probleme mehrfach
verschoben worden, zuletzt vom 31.8. auf den 2.11.2003. Das ist nicht nur
blamabel für Verkehrsminister Manfred Stolpe, sondern auch für das
Mautkonsortium Toll Collect aus DaimlerChrysler, Deutscher Telekom und dem
französischen Autobahnbetreiber Cofiroute. Verantwortlich ist
Bundesverkehrsminister Dr. Manfred Stolpe,
SPD, * 16. Mai 1936 Stettin. Österreich wird zu Beginn 2004 ein
Lkw-Mautsystem einführen. Es funktioniert. Financial Times Deutschland 2.9.2003; OVB 16.9.2003, S.6 |
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Geschichte der Lkw-Maut in Deutschland: Tollhaus oder
Toll Collect?
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