| Die
drei bekanntesten philosophischen Sätze Statistik zitiert nach Johann Prossliner, Hg. Lexikon der Nietzsche-Zitate. München, 1999. S. 389 |
| wie heißt es wirklich? | |
| “Ich weiß, daß ich nichts weiß” – Sokrates | "Denn von
Weisheit kann ich nicht die geringste Spur in mir finden". Apologie 21. Übersetzung Otto Apelt. |
| “Ich denke, also bin ich” – Descartes | "... daß dieser Satz: 'Ich bin, ich existiere', so oft ich ihn ausspreche oder in Gedanken fasse, notwendig wahr ist." – René Descartes. Meditationen über die Grundlagen der Philosophie. Zweite Meditation, 18. |
| "Gott ist tot" – Nietzsche | "Das größte
neuere Ereignis – daß 'Gott tot ist', daß der Glaube an den
christlichen Gott unglaubwürdig geworden ist – beginnt bereits seine
ersten Schatten über Europa zu werfen." – Friedrich Nietzsche. Die fröhliche Wissenschaft. 343 |
| ergänzt wurde: | Gott ist tot. (Nietzsche) – Nietzsche ist
tot. (Gott) »Dubidubiduu«, Frank Sinatra |
| Ergänzung Ein Leserbriefschreiber monierte im Spektrum der Wissenschaft, Juni 2011, S. 6-7, das Sokrates-Zitat. Statt "Ich weiß, dass ich nichts weiß" müsse es "Ich weiß, dass ich nicht weiß" heißen. Der behauptete Riesenunterschied durch das "s" entgeht mir allerdings. • In "Ich weiß, dass ich nichts weiß" behauptet Sokrates zu wissen, dass es nichts gibt, von dem er Wissen behaupten könne. Wissen kann man ausschließlich Aussagen oder Propositionen (wenn man von prozeduralen Wissen etc, wie etwa: "Ich weiß, wie man Fahrrad fährt" absieht). Sokrates behauptet also, es gibt keine Proposition für die er Wissen beanspruchen könne. Er widerspricht sich damit selbst. • In "Ich weiß, dass ich nicht weiß", behauptet Sokrates zu wissen, dass er nicht weiß. Er verfüge in keinem Fall über die propositionale Einstellung, die man "wissen" nennt. Damit gilt: es gibt keine Proposition, für die er Wissen beanspruchen könne. Das ist wie der erste Fall, nur anders ausgedrückt (bezogen auf seinen Zustand "wissen", während das erste Zitat sich auf die Objekte der propositionalen Einstellung "wissen" bezieht) und zudem ebenso ein Selbstwiderspruch. |
Aussichtsreiche
Kandidaten für die Folgeplätze sind u.a. die Vorsokratiker und Kant.
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| Der
bekannteste, von Philosophen zitierte Satz ist dagegen: p, siehe dazu |
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| Johann
Prossliner, Hg.: Licht
wird alles, was ich fasse. Lexikon der Nietzsche-Zitate: Friedrich
Nietzsche. Lesen und Nachschlagen. 2 309 Zitate thematisch geordnet. 35
187 Stichwörter im Register. Kastell, 2000. Taschenbuch,
414 Seiten |
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