| Schmetterlingseffekt aus der Chaostheorie |
| Der Schmetterlingseffekt geht auf den
amerikanischen Meteorologen Edward Lorenz,
MIT Boston, Mass., zurück. [Jedoch: bereits 1914 beschrieb
Henri Poincaré und 1950 Alan Turing diesen In einem Vortrag, gehalten auf der Konferenz der American Association for the Advancement of Science in Washington 1972, stellte er prinzipiell die Vorhersage in der Meteorologie in Frage: Predictability: Does the flap of a butterfly's wing in Brazil set off a tornado in Texas? [Vorhersagbarkeit: Kann der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien einen Wirbelsturm in Texas auslösen?]. Quelle: Nachruf auf Edward Lorenz in "Eye for Detail". Science 320, 2008, S. 431. Variante: Lorenz is one of the "discoverers" of chaos and the author of the famous 1972 lecture: "Predictability: Does the Flap of a Butterfly's Wings in Brazil Set off a Tornado in Texas?" Book News, 1994. Allerdings trug Lorenz seinen Vortrag auf der Jahreskonferenz der "American Association for the Advancement of Science" ( |
| Dritte Variante: Edward Lorenz
schrieb schon 1963 in einemAufsatz für die New York Academy of Sciences:
"One meteorologist remarked that if the theory were correct, one flap of a
seagull's wings would be enough to alter the course of the weather forever".
Als er diesen Aufsatz seinem Vortrag im Dezember 1972 beim Treffen der American
Association for the Advancement of Science in Washington, D.C. zugrunde legte
hatte sich die Seemöwe in einen Schmetterling verwandelt: "Predictability:
Does the Flap of a Butterfly's Wings in Brazil set off a Tornado in Texas?".
Quelle: R.C.Hilborn: Chaos and Nonlinear Dynamics. Oxford: Oxford UP, 1994. Siehe auch: The Butterfly Effect, |
Henri Poincaré (1914): Wissenschaft und Methode. Leipzig 1914, S. 57 |
| Chaostheorie: mathematisch-physikalische Theorie zur
Beschreibung von Systemen, die zwar durch Gesetzmäßigkeiten
determiniert sind, aber aufgrund ihrer Komplexität unvorhersagbares
Verhalten zeigen. Kleinste Änderungen der Anfangsbedingungen bewirken ein
exponentielles Anwachsen von Störungen bewirken (»deterministisches
Chaos«). Das Verhalten derartiger Systeme führte zur Frage,
inwieweit Vorhersage und Determinismus in der physischen Welt zutreffen.
Dazu ein Zitat von Chaotische Systeme: Abweichungen des aufgrund der Anfangsbedingungen berechneten Verhaltens vom beobachteten Verhalten im Laufe der Zeit wachsen beträchtlich an. Nicht-chaotische Systeme: anfänglich kleine Abweichungen zwischen den Anfangsbedingungen, die in die Berechnung eingehen und den tatsächlichen Bedingungen bleiben auch im Laufe der Zeit klein. |
| Links |
| Literatur |
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| Kanitscheider, Bernulf. Im
Innern der Natur. Philosophie und moderne Physik. Darmstadt: WBG, 1996. |
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| Hall, Nina, Hg. Exploring Chaos.
A Guide to the New Science of Disorder. Norton 1994. Taschenbuch
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