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Die Zirbeldrüse als Verbindung zwischen Seele und Körper
René Descartes Über die Leidenschaften der Seele
In Über die Leidenschaften der Seele führte René Descartes aus, wie er sich den Übergang aus dem sensiblen in das motorische Nervensystem dachte: bei der Bewegung feinster gasförmiger Stoffe, den sog. spiritus animales, an einem nicht paarig verhandenen Teile des Gehirns, der Zirbeldrüse (conarium glans pinealis) ist die geistige Substanz gegenwärtig und erregt den Sturm der Lebensgeister (esprits animaux) in der Zirbeldrüse. Ähnliche Vorstellungen hatten Baruch Spinoza und Thomas Hobbes.
Descartes. Les passions de l'âime. (1649)
Spinoza. Eth. III u. Tract. brev. II, 5 ff.
Zirbeldrüse und MelatoninLinks zur Zirbeldrüse und Melatonin; umfangreiche Linkliste zum Thema
Die Zirbelkiefer von Christian Morgenstern

Die Zirbelkiefer sieht sich an
auf ihre Zirbeldrüse hin;
sie las in einem Buche jüngst,
die Seele säße dort darin.

Sie säße dort wie ein Insekt
voll wundersamer Lieblichkeit,
von Gottes Allmacht ausgeheckt
und außerordentlich gescheit.

Die Zirbelkiefer sieht sich an
auf ihre Zirbeldrüse hin;
sie weiß nicht, wo sie sitzen tut,
allein ihr wird ganz fromm zu Sinn.
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Rene Descartes. Die Leidenschaften der Seele. Hamburg: Meiner, 1996. 2., durchges. Aufl. Taschenbuch Rene Descartes
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