| Philosophie für Zuwanderer und Eingeborene: Test zu einem
Ausschnitt deutscher Kultur Von Ausländern wird gefordert, selbst kneift man oder scheitert |
| Zuwanderer, so forderte
Der Reutlinger General-Anzeiger beauftragte den Tübinger Philosophen Otfried Höffe acht Fragen für einen Zuwanderungstest zu formulieren. Hier sind sie. |
| 1. Welche beiden
Philosophen haben im Tübinger Stift studiert? 2. Welcher Philosoph trägt den Ehrennamen Fürst der deutschen Aufklärung? 3. Wie lautet der Kategorische Imperativ? 4. Von wem stammt der Satz: Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt darauf an, sie zu verändern? 5. Nennen Sie zwei Werke von Friedrich Nietzsche. 6. Welcher Denker stammt aus Meßkirch? 7. Nennen Sie drei der großen Mitglieder der Frankfurter Schule. 8. Welcher der deutschen Philosophen des 19. Jahrhunderts ist für seine Aphorismen berühmt? |
| Sozialminister Dr. Friedhelm Repnik,
CDU, weigerte sich am Test teilzunehmen. Tübinger Oberbürgermeisterein Brigitte Russ-Scherer: 0 Fehler Landrat Albrecht Kroymann: 0 Fehler Regierungspräsident Hubert Wicker: 1 Fehler Herbert Huber: 1 Fehler (Frage 2) bei den anderen eingeborenen Teilnehmern des Testes: überwiegend niederschmetterndes Ergebnis Reutlinger General-Anzeiger 15.12.2001 |
| Sozialminister
Dr. Friedhelm Repnik, CDU, sagte, er habe sich bei der Diskussion
versprochen: er wollte nicht Philosophie sagen, sondern Kultur. Repnik verwechselte Kultur mit Philosophie. Ausserdem "übersieht" Repnik, daß die Philosophie ein wichtiger Bestandteil der Kultur ist, ein Kulturtest also schwieriger, da umfassender, ist. Übrigens, Dr. Friedhelm Repnik, CDU, hat vielleicht von Philosophie und deutscher Kultur nicht viel Ahnung, aber ganz schlecht kann er nicht sein, hat er doch immerhin, wie ich |