Religiöser Glaube und Vernunft
Faith and Reason
2 x 3
macht 4 Widdewiddewitt und Drei macht Neune !! Ich mach' mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt ... Pippi Langstrumpf
Text: Astrid Lindgren. Komponist: Konrad Elfers |
| Reason must be our last judge and guide in
everything, John Locke: An Essay Concerning Human
Understanding, Book IV: "Of Knowledge and Probability", Chap. XIX "Of
Enthusiasm". |
Wenn die Frage ist,
ob ich Gespenster glauben soll, so kann ich über die Möglichkeit
derselben auf allerlei Art vernünfteln; aber die Vernunft verbietet,
abergläubisch, d.i. ohne ein Princip der Erklärung des Phänomens
nach Erfahrungsgesetzen, die Möglichkeit desselben
anzunehmen. Immanuel Kant: Anthropologie in Pragmatischer
Hinsicht, 1798 |
In dunkeln Zeiten
wurden die Völker am besten durch die Religion geleitet, wie in
stockfinstrer Nacht ein Blinder unser bester Wegweiser ist; er kennt Wege und
Stege besser als ein Sehender Es ist aber töricht, sobald es Tag
ist, noch immer die alten Blinden als Wegweiser zu
gebrauchen. Heinrich Heine: Gedanken und Einfälle
Zitate Heinrich
Heine |
"To sum up: it is wrong
always, everywhere, and for anyone, to believe anything upon insufficient
evidence". William K. Clifford: "The Ethics of Belief" 1877
Zitate
William K. Clifford Diese These gilt nicht uneingeschränkt. Dazu
bald mehr. 4.8.2008 |
"What raises infinite
difficulties and solves none will be believed by a rational man only under
absolute compulsion". C.S. Lewis: Miracles, S. 420. In: C. S. Lewis,
Hg.: The Complete C. S. Lewis Signature Classics. S. 297-462.
Rezension |
"Ich glaube nicht etwas
so lange, bis ich vom Gegenteil überzeugt werde, sondern ich glaube
solange nicht, als ich keine positiven Gründe dafür habe. Mit solchen
positiven Gründen nehmen wir es häufig aber nicht so ernst; es
genügt uns oft, daß ein Anderer uns etwas mitteilt, um es ohne
weitere Prüfung zu glauben.", S. 518 Wolfgang Stegmüller (1956):
"Glauben, Wissen und Erkennen". Zeitschrift für philosophische Forschung
10, S. 509-549 Zitate Wolfgang
Stegmüller |
Religion is man's
refusal to accept helplessness, Arthur Darby Nock, Professor of History of
Religion |
Glaube (im Sinne von
"faith") ist die feste Überzeugung ohne Belege. Bei Überzeugung mit
Belegen spricht man üblicherweise nicht von Galuben per se. Man sagt
nicht, ich glaube 2 und 2 ist 4 oder ich glaube, die Erde ist rund.
Bertrand Russell in: Human Society in Ethics and
Politics, 1954, ausführlich unter
Bertrand Russell
Zitate. |
Wunschdenken ist
ein Beispiel für Irrationalität im Hinblick auf Überzeugungen:
An die Stelle eines Grundes rückt hier ein Wunsch (S. 188) Baumann,
Peter (2002): Erkenntnistheorie. Stuttgart
Rezension |
Wenn der Herr
gegenwärtig ist, dann werden die Augen der Blinden sehend, die Ohren der
Tauben sind wieder offen, der Lahme springt wie ein Hirsch. Alles
wird neu geboren, und alles lebt neu auf, da wohltuende Quellen die Wüste
bewässern. Papst Benedikt XVI. in einer Predigt in Viterbo, 6.9.09.
"Papst Benedikt XVI.: Christus zeigt den Ausweg aus der
tiefsten Wüste" |
Die Autorität
des römischen Pontifex kommt von oben. Darüber gibt es keine
Diskussion. Jeder Katholik muß dieses Wahrheit als Dogma des Glaubens
annehmen. Wenn einer es ablehnt, dann ist er nicht mehr katholisch, nicht
einmal ansatzweise.
"Der ist nicht einmal
ansatzweise katholisch", 3. September 2009 Roma locuta, causa finita ("Rom hat
gesprochen, der Fall ist beendet"). Für Vernunft ist da wenig
Platz. |
| Philosophische Theologie ist die Erkenntnis von
Gott, die der menschliche Verstand erlangt, wenn er sich ganz auf sich
verläßt, ohne eine tatsächliche oder vermeintliche
göttliche Offenbarung vorauszusetzen. Hoßfeld, P[aul] (1981):
"Zur Philosophischen Theologie des radikalen Hinterfragens". Neue
Zeitschrift für systematische Theologie und Religionsphilosophie 23,
S. 108-119.. S. 108 |
Beispiele
zur Vernunft und Moral unter Gottesgläubigen Links
Literatur Rezensionen |
Glaube, wie man ihn
als bibelgläubiger Christ wohl versteht oder verstehen sollte: Glaube aber ist: Feststehen in dem, was man erhofft,
Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht, Hebr 11,1
Kurze Analyse:
- Die Hoffnung gibt den Inhalt vor, also das Wunschdenken, die
Luftschlösser
- Feststehen = beharren darauf: d.h. man läßt sich
nicht beeinflussen
- Ohne empirische Belege; das "sehen" darf man hier wohl als
für alle Sinne stehend lesen.
Argumente oder empirische Belege, die dem Glauben
widersprechen oder ihn zumindest erschüttern, werden nach 2) und 3)
ignoriert. Weder bei der Entstehung noch bei der Verteidigung des
Glaubens spielen also Tatsachen über die Welt eine Rolle. Damit
wird der religiöse Glaube abgekoppelt von der Realität.
Eine andere (zusätzliche) Art von Glauben ist es, sich auf Tradition oder
eine Autoriät oder auf eine Schrift oder auf Erleuchtung zu berufen. Alle
vier Quellen für die Überzeugungen sind extrem zweifelhaft.
Oft holen Gläubige zum Gegenschlag aus und bezichtigen auch Naturalisten
eines bloßen Glaubens. Sie haben insofern recht, dass auch Naturalisten,
Agnostiker und Atheisten viele Sachverhalte glauben, in dem Sinne, dass die
Belege nicht für Sicherheit bürgen. Doch dies ist etwas
völlig anderes, als es Paulus im Hebräerbrief fordert. Zudem geht es
meist um Sachverhalte, die auch religös Gläubige glauben,
beispielsweise, dass wir morgen aufwachen werden und die Person sind,
die gestern eingeschlafen ist; die Sonne morgen wieder aufgeht;
die Welt nicht vor 5 Minuten entstanden ist; die Ampel,
wenn für uns grün, für den Querverkehr rot ist. ...
|
Der Vatikan und führende iranische
Theologen einigten sich in Rom auf eine gemeinsame Erklärung: "Glaube und Vernunft im Christentum und im
Islam" Der wichtigste der insgesamt sieben vom Vatikan
veröffentlichten Grundsätze besagt, dass Glaube und Vernunft "von
sich aus gewaltlos" sind und niemals für Gewalttätigkeit benutzt
werden sollten. "Bedauerlicherweise ist es immer wieder vorgekommen, dass beide
missbraucht wurden, um Gewalt zu üben." Vatikan
und iranische Theologen beschwören Gewaltlosigkeit, Der
Tagesspiegel, 2.5.2008 Für die Vernunft gilt es
zweifelsfrei, dass sie "von sich aus gewaltlos" ist.
|
Umberto Eco: Religion ist "Kokain fürs
Volk" Papst Joseph Ratzinger aka Benedikt XVI. machte in seiner
Enzyklika Spe Salvi, Dezember 2007, (siehe dazu auch:
"Argument für den Atheismus",
Links) den Atheismus für die größten
Gräueltaten des 20. Jahrhunderts verantwortlich. Dem widersprach der
Agnostiker Umberto Eco vehement. Er entgegnet: Von den Nazis bis Franco, von
Bin Laden bis Bush (Motto: "God bless America") seien Gewalttaten auch im 20.
Jahrhundert (wie in den Jahrhunderten zuvor) stets auch religiös
begründet worden. Ratzinger liege mit seiner Einschätzung völlig
falsch, dass der Atheismus Antrieb für Ideologien wie Nationalsozialismus
und Kommunismus gewesen sei und so für die größten
Grausamkeiten des 20. Jahrhunderts gesorgt habe. Ecos Fazit: Religion sei
nicht, wie gern behauptet, Opium, sondern anstachelndes "Kokain fürs
Volk". José Saramago (Autor,
1998 Nobelpreis für Literatur;
Wikipedia) meinte, dass wir, wären wir alle
Atheisten, in einer friedlicheren Gesellschaft leben würden.
Religion, Atheismus und Gewalt, orf.at
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Kommentar zu: Prof. Dr. Robert Spaemann:
"Der Gottesbeweis. Warum wir, wenn es Gott nicht gibt, überhaupt nichts
denken können". Die Welt
26.3.2005, siehe Links |
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"Über die
Verteilung der Beweislast beziehungsweise der Begründungspflicht.
Angesichts der überwältigenden Allgemeinheit und Dauer des
Gerüchts von Gott trägt derjenige die Begründungspflicht, der
dieses Gerücht als irreführend abtut." |
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Das ist ein Irrtum. Man urteile selbst:
Angesichts der überwältigenden Allgemeinheit und Dauer des
Gerüchts vom Donnergott (Osterhasen, Yeti, ...) trägt derjenige die
Begründungspflicht, der dieses Gerücht als irreführend abtut.
Ich meine im Gegenteil: derjenige, der ein unbelegtes Gerücht für
wahr nimmt ist beweispflichtig. |
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"Die Tatsache, dass
jemand nie einen weißen Raben gesehen hat, beweist nichts gegenüber
dem, der einen gefunden hat. Jener kann nicht sagen: »Es gibt keinen
weißen Raben«, bloß weil er noch keinen gesehen hat. Wohl
kann der, der einen gesehen hat, sagen, dass es ihn gibt." |
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Die erste Feststellung ist völlig
richtig. Dann übersieht der ansonsten scharfsinnige Robert Spaemann einen
entscheidenden Sachverhalt. Bei seinem Beispiel handelt es sich um einen
überprüfbaren Sachverhalt. Solange nur Reinhold Messner behauptet
einen Yeti gesehen zu haben oder ein paar Sensationsjournalisten über ein
Meeresungeheuer in Loch Ness berichten, gilt: »Einen Yeti gibt es
nicht« oder »Nessie gibt es nicht«. |
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"Die Gottesbeweise
kranken also sämtlich an dem, was die Logiker eine »petitio
principii« nennen. Diese Beweise setzen genau das voraus, was sie
beweisen wollen: Gott." |
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Dazu kann man nur beipflichten und
gespannt sein, wie Spaemann seinen Essaytitel untermauern will. |
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"Wer das Futurum
exactum beseitigt, beseitigt das Präsens. Aber noch einmal: Von welcher
Art ist diese Wirklichkeit des Vergangenen, das ewige Wahrsein jeder Wahrheit?
Die einzige Antwort kann lauten: Wir müssen ein Bewusstsein denken, in dem
alles, was geschieht, aufgehoben ist, ein absolutes Bewusstsein." |
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Spaemann bringt eine tiefsinnige,
lesenwerte Überlegung. Verknappt bringt seine Überlegung die
folgende Argumentation.
- Wahrheitsfunktionales Kommunizieren setzt eine objektive
Realität / Wahrheit voraus.
- Objektive Realität / Wahrheit setzen den
Gottesstandpunkt voraus.
- Der Gottesstandpunkt ist ohne Gott nicht denkbar
(sinnlos).
Wenn wir also nicht nur herumbabbeln wollen, setzt dies Gott
voraus. Statt des von Hilary Putnam geprägten Begriff "God's Eye point
of view" ( Gottesstandpunkt God's eye
point of view) könnte man jedoch auch einen neutralen Begriff
wählen, z.B. "objektiver Standpunkt". Das Argument wäre dann im 3.
Schritt angreifbar. Es ist jedoch auch im 1. und 2. angreifbar: man kann auch
innerhalb eines beschränkten, subjektiven Kosmos vernünftig und
wahrheitsfähig kommunizieren, wenn man sich vorher auf einen gemeinsamen
Standpunkt einigt. Der wissenschaftliche Realismus beansprucht die Wahrheit
über die objektive Realität zu entdecken, ohne dass er deshalb einen
Gottesstandpunkt einnimmt oder auch nur beansprucht (siehe
Howard Sankey unter Links). Die "einzige Antwort"
(so Spaemann) ist eben nicht die einzig mögliche. Auch ohne das so
abgeleitete Überbewusstsein ist ein ewiges Sein und damit die ewige
Wahrheit der gegenwärtigen Wirklichkeit denkbar. Diese Antwort ist
ontologisch sparsamer als die "einzige Antwort" Spaemanns. Sie läßt
Fragen offen doch wirft sie keine Myriade neuer Fragen auf, wie es Spaemanns
absolutes Bewusstsein tut. Und damit vorzuziehen. |
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| |
Prof. Dr. Robert
Spaemann: "Der Gottesbeweis. Warum wir, wenn es Gott nicht gibt, überhaupt
nichts denken können", siehe Links |
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Knauer, P. (2009):
Besprechung: R. Spaemann, Der letzte Gottesbeweis. Theologie und
Philosophie 3, S. 465-466 |
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Viele Gläubige halten den
religiösen Glauben notwendig, da er moralischen Halt (Verbote und Gebote
werden durch heilige Schriften, Offenbarung und kirchliches Topmanagement
festgelegt) und Sinn fürs Leben gibt. (1) Religiöser Glaube
> {ethische Vorschriften; Sinn. Das sei nicht bestritten, obwohl die
jahrhundertlange Praxis anderes zeigt. Doch dann folgern viele (2) Verzicht
auf religiösen Glauben > weder ethische Vorschriften noch
Sinn Das ist klar falsch. Es ist so falsch, dass es dafür soweit
mir bekannt nicht einmal einen griffigen Namen gibt. Von (1) kann
man weder zu (2'): kein religiöser Glaube > keine ethische
Vorschriften noch zu (2'') kein religiöser Glaube
> kein Sinn übergehen. So argumentiert Friedo Ricken in Glauben
weil es vernünftig ist ( Literatur) folgendermassen: "Der
religiöse Glaube ist in dem Sinn vernünftig, dass er eine alle
Bereiche der Wirklichkeit integrierende Sinndeutung vermittelt" (S. 7). Das ist
die ausgeschmückte obige Implikation (1), der man durchaus zustimmen kann.
Weiters: "Der Verzicht auf den religiösen Glauben wäre der Verzicht
auf eine umfassende Sinndeutung des menschlichen Lebens, und das wäre ein
Verzicht, der letztlich zu einem Scheitern des menschlichen Lebens führen
muss" (S. 7). Das ist der unstatthafte Übergang zu (2), genauer (2''),
oder eine freistehende Behauptung (die vielleicht im Buchkorpus die
Zitate sind aus dem Vorwort noch begründet wird). Der Text
unterstellt noch die unausgesprochene Implikation: (3) kein Sinn
> Scheitern des Lebens (da spricht vieles dafür) und kommt
im Kettenschluss zu (4) kein religiöser Glaube >
Scheitern des Lebens. Kohlhammer Produktbeschreibung
|
| Daniel Dennett und Richard Dawkins wurde der Vorwurf
(oder, wenn lieber: Einwand) gemacht, dass sie die Hypothese eines Gottes
gleichwertig wie andere wissenschaftliche Hypothesen behandeln. Dabei
übersähen sie, dass der Glaube an einen Gott über die
vernünftige Begründung hinausgehe. Er kann nicht Gegenstand
wissenschaftlicher Tests sein. Dazu Daniel Dennett: |
"Very well, let's
consider the objection. I doubt that the defender of religion will find it
attractive once we explore it carefully. The philosopher Ronald de Sousa once
memorably described philosophical theology as »intellectual tennis
without a net,« and I readily allow that I have indeed been assuming
without comment or question up to now that the net of rational judgment was up.
But we can lower it if you really want to. It's your serve. Whatever you serve,
suppose I return service rudely as follows: »What you say implies that
God is a ham sandwich wrapped in tinfoil. That's not much of a God to
worship!« If you then volley back, demanding to know how I can logically
justify my claim that your serve has such a preposterous implication, I will
reply: »Oh, do you want the net up for my returns, but not for your
serves? Either the net stays up, or it stays down. If the net is down, there
are no rules and anybody can say anything, a mug's game [a
worthless activity; H.H.] if there ever was one. I have been giving you
the benefit of the assumption that you would not waste your own time or mine by
playing with the net down.« Now if you want to
reason about faith, and offer a reasoned (and reason-responsive) defense of
faith as an extra category of belief worthy of special consideration, I'm eager
to play. I certainly grant the existence of the phenomenon of faith; what I
want to see is a reasoned ground for taking faith seriously as a way of
getting to the truth, and not, say, just as a way people comfort themselves
and each other (a worthy function that I do take seriously). But you must not
expect me to go along with your defense of faith as a path to truth if at any
point you appeal to the very dispensation [Ausnahmegenehmigung;
H.H.] you are supposedly trying to justify. Before you appeal to faith
when reason has you backed into a corner, think about whether you really want
to abandon reason when reason is on your side." |
Daniel Dennett:
Darwin's Dangerous Idea. Evolution and the Meaning of Life. New York:
Simon & Schuster, 1996. S. 154; Rezension |
| Zu Dennetts
Argumentation bemerkt Robert Fogelin: "This
doesn't refute the theologian's claim, for various responses are open to him.
There is the Zen move: »Is God a ham sandwich wrapped in tinfoil? Yes. We
can say that too.« And our fideistic theologian may take absolute delight
in the thought that we have to play with the net up, whereas he doesn't." |
Robert J. Fogelin: Walking the Tightrope of Reason: The Precarious
Life of a Rational Animal. Oxford: Oxford UP, 2004. S. 175-176;
Rezension
|
Daniel C.
Dennett: "There are no factual assertions that religion can
reasonably claim as its own, off limits to science." Dennett: "What does
that leave for religion to talk about? Moral injunctions and declarations of
love (and hate, unfortunately), and other ceremonial speech acts." Dennett:
"The very fact that we agree that there are moral limits that trump any claim
of religious freedomwe wouldnt accept a religion that engaged in
human sacrifice or slavery, for instanceshows that we do not cede to
religion, to any religion, the final authority on moral injunctions." Aus:
Daniel Dennett's Darwinian Mind: An Interview with a 'Dangerous'
Man The outspoken philosopher of science distills his rigorous
conceptions of consciousness, and aims withering fire at the dialogue between
science and religion, by Chris Floyd, Science & Spirit
|
"Die drei
großen Religionen Christentum, Judentum und Islam sind jeder für
sich der Meinung, die wahre und beste Religion zu sein. Wird dies in Frage
gestellt, führt dies zu einer Kränkung und wird mitunter als Angriff
auf die Religion angesehen, die verlassen worden ist." Rainer Kampling,
Prof. für Katholische Theologie, FU Berlin: "Sie stellen
sich über Gott", OVB, 23.11.2007, S. 3 Die Vernunft sagt: alle
drei können nicht wahr sein, da sie sich in vielen Punkten widersprechen.
|
- NPR religion correspondent Barbara Bradley Hagerty says that after talking
countless scientists, she found that science cannot prove or disprove the
existence of God, but that science is "entirely consistent" with God. "It all
depends on how you define 'God'," she writes. "... If you see God in the
breathtaking complexity of our brains, as the architect of our bodies and our
minds who planted the question Is there more? well, science has room for
that kind of God."
Searching For The 'Fingerprints Of God', NPR December 17, 2009
Bradley Hagerty On Science And God
- Das kann man auch auf den Grashalmspitzengnom sagen: "Die Wissenschaft kann
die Existenz des Grashalmspitzengnoms weder beweisen noch widerlegen Die
Aussagen der Wissenschaft sind völlig konsistent mit den Aussagen
über Grashalmspitzengnomen. Alles hängt davon ab, mit welchen
Eigenschaften man die Grashalmspitzengnome ausstattet (definiert). Wenn man den
Grashalmspitzengnom als den Beweger der Grashalme, genau dann, wenn der Wind
weht, sieht, dann hat die Wissenschaft Platz für diese
Grashalmspitzengnome."
- Verleiche:
Barbara
Bradley Hagerty: Fingerprints Of God
|
| Beispiele zur Vernunft und Moral unter
Gottesgläubigen |
Mitglieder der One Mind Ministries,
Baltimore, verweigerten einem 16 Monate alten Kind Nahrung und Wasser, da es
nicht "Amen" nach/zur Mahlzeit sagte. Das Kind starb. Darauf beteten die
Kirchenmitglieder an seinem Leichnam tagelang für seine Auferstehung.
"She wasn't delusional, because she was following a religion," sagte der
Anwalt der Mutter.
"Death Opens Doors on Group", Washington Post, Sunday,
March 29, 2009 |
| Links |
Antimodernisteneid in der katholischen Kirche |
Antisemitismus, gegen künstliche Befruchtung und
Homosexualität |
Apologetics 315 |
Apologetics.com/ |
Argument für den Atheismus von Joseph Ratzinger aka Papst Benedikt
XVI. |
Astrologie und Christentum |
Atheism |
The
50 Most Brilliant Atheists of All Time |
The
Ultimate Apologetics MP3 Audio Page |
Beyond Belief Science, Religion, Reason and Survival |
Beyond
Belief: Enlightenment 2.0 Salk Institute for Biological Studies, 2007
& Videos |
Pascal
Boyer wird verblüfft: Glaube an Hexen und andere
Geister in Afrika, Cambridge und anderswo |
Rolf
Cantzen: "Die Entstehung des Neuen Testaments" |
Daniel C. Dennett's Home Page |
Daniel Dennett's Darwinian Mind: An Interview with a 'Dangerous'
Man The outspoken philosopher of science distills
his rigorous conceptions of consciousness, and aims withering fire at the
dialogue between science and religion, by Chris Floyd, Science &
Spirit |
Faith
and rationality (Wikipedia) |
Faith and Reason. The Internet
Encyclopedia of Philosophy |
Faith
and Reason: infidels.org |
Faith
and Reason: Philosophy of Religion |
Faith and Reason: an one hour
documentary about the interaction between science and religion, both
historically and today |
Alvin Plantinga: "When Faith and Reason Clash: Evolution and
the Bible". Christian Scholar's Review 21.1 (1991). S. 8-33. Auch
als pdf
online verfügbar |
The Faith & Reason Institute |
Farinaccio, Joseph R.: "Faith with Reason. Why Christianity Is
True". (pdf) |
Fetisch
Fetischismus Reliquien Reliquienverehrung |
Flasch,
Kurt: "Die Vernunft ist keine Jacke Religion und Gewaltbereitschaft: Papst
Benedikt hat in Regensburg nicht nur missverständlich zitiert - sondern
schlichtweg falsch", Berliner Zeitung, 22.9.2006 |
Flores
dArcais, Paolo: "Religion und Vernunft. Ratzingers Angriff auf die
Demokratie", SZ 12.4.2007 |
Fragen
zur Religion |
Galileo Galilei |
Gibt es Gott? eine Downloadplattform
für Menschen, die die Frage "Gibt es einen Gott?" bewegt. |
Glaubensargumente unterschiedlicher
Art |
Glaubensübersicht |
Gottesbeweise: Links und Literatur |
Gottesstandpunkt God's eye point of view |
The Heathen's Guide |
Huber, Bischof Dr. Wolfgang: "Glaube und Vernunft",
30.10. 2006:
FAZ.net
Religionskritik |
Institut fuer Glaube und
Wissenschaft |
Is religion a threat to rationality and science?
Prof Daniel Dennett and Lord Winston present their arguments ahead of tonight's
public debate |
Ist der christliche Glaube noch
haltbar? |
Die
Katholische Kirche und die Wissenschaften |
Korcz,
Keith Allen: "Faith and Reason" |
Literatur zu religiöser Glaube und Vernunft |
Locke
on Reason and Faith |
Messias
= der Gesalbte |
"Offener Brief an Seine Heiligkeit, Papst Benedikt XVI" (pdf)
von 38 Islam-Geistlichen |
Paul,
Jobst: "Auf dem Weg zur robusten Ökumene. Vernunft und Glaube
in Regensburg", DISS-Journal 15 2007 |
Philosophische Fragestellungen (Institut für Glaube und
Wissenschaft) |
Philosophy of
Religion |
Plantinga,
Alvin
"When Faith and Reason Clash: Evolution and the Bible".
Christian Scholar's Review 21.1 (1991). S. 8-33. Auch als pdf
online verfügbar
"Two
Dozen or so Theistic Arguments" (pdf)
"Theism, Atheism, and Rationality" (pdf)
|
Position der Katholischen Kirche zur
Evolution |
Rationally Speaking
A blog devoted to reasoned analyses of science,
philosophy, politics and religion |
Ratzinger, Joseph: "Glaube, Vernunft und
Universität. Erinnerungen und Reflexionen", Regensburger Rede vom
12.September 2006:
Vatikan
FAZ.net
Radio Vatikan |
Reasons To Believe: the mission is to show that
science and faith are, and always will be, allies, not enemies. |
Religion und Vernunft |
Religion und Wissenschaft |
Was ist Religion? |
Religionskritik
 |
Reliquien Reliquienverehrung Fetisch Fetischismus |
Russell, Bertrand: "Is There a God?" |
Sagan,
Carl: "The Dragon In My Garage" |
Sankey, Howard (2003): Scientific Realism and the God's Eye Point
of View |
Schönherr-Mann, Hans-Martin: "Der rechte Gebrauch der
Vernunft" |
Science and Religion web
sites (kommentierte Linkliste) |
Science Network |
Secular Web |
"Sinning is Winning", aj effin
reznor |
Prof. Dr. Robert Spaemann: "Der Gottesbeweis. Warum wir, wenn es
Gott nicht gibt, überhaupt nichts denken können" Die Welt
26.3.2005 pdf |
Streminger, Gerhard:
"Christlicher Glaube und kritische Vernunft" |
Swindal, James (2008): "Faith and
Reason". The Internet Encyclopedia of Philosophy |
Plantinga, Alvin: "Theism, Atheism, and Rationality"
(pdf) |
Plantinga, Alvin: "Two Dozen or so Theistic Arguments"
(pdf) |
Auszugsweise Übersicht zum religiösen Glauben |
Ungetaufte Kinder dürfen ins Paradies, msn Nachrichten,
23.4.2007
Papst
erklärt "Vorhölle" für überholt, ard
Vatikan
schafft die Vorhölle ab, Focus Online, 21.4.2007 |
Warum
Menschen glauben (Bild der Wissenschaften 2010) |
Was ist Religion? |
Why Won't God Heal
Amputees? Is God real, or is he imaginary? It is one of
the most important questions you can ask yourself. |
Wider religiösen Fanatismus, Radikalismus und
Fundamentalismus |
Zitate von Theologen und
Kirchenlehrern |
| Rezensionen |
Dahl, Edgar, Hg.: Die Lehre des Unheils.
Fundamentalkritik am Christentum |
Dawkins, Richard: The God Delusion |
Dennett, Daniel: Darwin's
Dangerous Idea. Evolution and the Meaning of Life |
Fogelin,
Robert J.: Walking the Tightrope of Reason: The Precarious Life of a
Rational Animal |
Harris, Sam: The End of Faith. Religion,
Terror, and the Future of Reason |
Christopher Hitchens: God Is Not Great: The
Case Against Religion |
Hoerster, Norbert: Die Frage nach
Gott |
Martini, Carlo Maria, Umberto Eco: Woran glaubt, wer nicht glaubt?
|
Onfray, Michel: Wir brauchen keinen Gott.
Warum man jetzt Atheist sein muss |
Ratzinger, Joseph, Paolo Flores d'Arcais:
Gibt es Gott? Wahrheit, Glaube, Atheismus |
Seidl,
Horst, Hg.: Thomas von Aquin. Die Gottesbeweise in der "Summe gegen die
Heiden" und der "Summe der Theologie" |
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