Die
Katholische Kirche und die Wissenschaften
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| Papst
Joseph Ratzinger aka Benedikt XVI. erinnerte in
einer Predigt zum Fest der Heiligen Drei Könige im Petersdom an die Astrologie im Neuen Testament.
Das Aufgehen des Sterns, dem die Sterndeuter folgten, habe das
Aufeinandertreffen des „Himmels und der Erde, des Kosmos und der
Geschichte“ angekündigt. Er meinte weiter, die Sterndeuter [das sind
die drei Könige], die für alle Völker stehen, hätten mit Augen des
Glaubens gesehen [anders ging's wohl auch nicht |
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| Enzyklika "Deus caritas est" | |
| Diese erste
Enzyklika des Papstes Joseph
Ratzinger aka Benedikt XVI. ( “Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm” (1 Joh 4, 16). Sie stellt die Liebe in den Mittelpunkt ist. Zum Thema Katholische Kirche und die Wissenschaften passt diese Enzyklika über die Liebe, da man bei vielen Katholiken (und nicht nur diesen, auch andere christliche Gruppen) den Eindruck hat, den Sam Cooke so formulierte:
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| Enzyklika "Pascendi dominici gregis" | |
| Am 8. September
1907 erließ Papst Pius X.
die Enzyklika "Pascendi dominici gregis", in der er sogenannte
Modernisten als Irrlehrer hinstellte. Zu den Modernisten gehören
katholische Theologen, die die historisch-kritische Methode der
Geschichtswissenschaft und die Evolutionstheorie der Naturwissenschaft
nutzen. Papst Pius X. macht den vatikanischen Unterstaatssekretär Umberto Benigni zum Chef einer vatikanischen Geheimpolizei. Auf der Ketzersuche durchschnüffelt diese Geheimpolizei katholische Organisationen, Diözesen und Bischöfe. Sie werden gegebenenfalls auf schwarze Listen gesetzt. 1915 flog der geheime Nachrichtendienst mit fast 1000 Spitzel durch Zufall auf. Der Geist der Denunziation und Ausgrenzung bedroht auch heute nonkonforme Theologen. Leonardo Boff, Eugen Drewermann, Willi Glas, Hans Küng, Hubertus Mynarek, Jon Sobrino sind nur ein paar Beispiele. Und der 1998 gestorbene Moraltheologe Bernhard Häring hat kurz vor seinem Tode im Vatikan eine Namensliste gesehen |
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| Die Päpstliche Akademie der Wissenschaften | |
| 1603 Gründung
durch Papst Clemens VIII. Die Päpstliche Akademie der Wissenschaften besteht aus 80 vom Papst auf Lebenszeit berufene Wissenschaftler; derzeit (2007) sind darunter 30 Nobel-Preisträger. Ein Hort der Liberalität ist die Päpstliche Akademie nicht. Tabuthemen sind: Aids, Empfängnisverhütung, Homosexualität oder die Gleichstellung der Geschlechter. |
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| „Beim
Heiligen Stuhl gibt's – klar – ein paar Tabuthemen, die wir versuchen
nach Möglichkeit zu meiden, weil wir wissen, dass das keinen direkten
Einfluss ausüben kann, wenigstens im Moment, und deshalb: wir haben so
viele Thematiken, welche die Kirche mit Interesse und Intention
aufnehmen kann, dass es sich nicht lohnt Tabuthemen anzusprechen. Dazu
gehören Aspekte der Sexualität, die Bedeutung der Frauen, die
Gleichstellung der Frauen mit den Männern in vielen Bereichen unserer
kulturellen Aktivitäten inklusive Religion.“ Prof. Dr. Werner Arber, Mikrobiologe, Nobelpreisträger, Bayerisches Fernsehen 6.9.2007, |
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| Während Johannes Paul II. als
wissenschaftsfreundlich galt, sieht sein Joseph Ratzinger aka Benedikt XVI.
vieles anders.
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| Fall Galilei | |
| "Fall" ist
mehrdeutig: • es ist ein Skandalfall für die Katholische Kirche, • Galilei fällt durch das Verdikt der Katholischen Kirche, • er fällt – angesichts der massive Drohungen – selbst um. |
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| 10. November
1979 Johannes Paul II.
"wünscht" sich eine die Überprüfung des Falles Galilei 3. Juli 1981 Studienkommission wird eingesetzt. 31. Oktober 1992 Ansprache von Papst Johannes Paul II., siehe In dieser – mancherorts als Entschuldigung der Katholischen Kirche intepretierten – Ansprache gab es kaum eine Entschuldigung für Folter, Inquisition und skandalöse Behandlung des herausragendern Wissenschaftlers. Wer den Abschnitt 10 der Rede aufmerksam liest, wird feststellen, dass den Papst keineswegs der Prozeß um Galilei schmerzte, sondern der daraus entstandene "Mythos", der Geist der Wissenschaft sei mit dem christlichen Glauben unvereinbar. |
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| "10.
Ausgehend vom Zeitalter der Aufklärung bis in unsere Tage hat der Fall
Galilei eine Art Mythos gebildet, in dem das dargelegte Bild der
Ereignisse von der Wirklichkeit weit entfernt war. In dieser
Perspektive war dann der Fall Galilei zum Symbol für die angebliche
Ablehnung des wissenschaftlichen Fortschritts durch die Kirche oder des
dogmatischen »Obskurantentums« gegen die freie Erforschung der Wahrheit
geworden. Dieser Mythos hat in der Kultur eine erhebliche Rolle
gespielt und dazu beigetragen, zahlreiche Männer der Wissenschaft in
gutem Glauben denken zu lassen, der Geist der Wissenschaft und ihre
Ethik der Forschung auf der einen Seite sei mit dem christlichen
Glauben auf der anderen Seite unvereinbar. Ein tragisches gegenseitiges
Unverständnis wurde als Folge eines grundsätzlichen Gegensatzes von
Wissen und Glauben hingestellt. Die durch die jüngeren historischen
Forschungen erbrachten Klärungen gestatten uns nun die Feststellung,
daß dieses schmerzliche Mißverständnis inzwischen der Vergangenheit
angehört." Papst Johannes Paul II. 31. Oktober 1992, siehe |
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| Links | |
| Galileo Galilei | |