| Astrologie und
Christentum seit Beginn des Christentums ein zwiespältiges Verhältnis |
| Das Christentum hatte eine wechselnde und zweispältige Beziehung zur Astrologie. Sie wurde abgelehnt, aufgesogen und durch Päpste gefördert. Im 21. Jahrhundert ist man offiziell gegen sie eingestellt, doch einige Kirchenvertreter hängen ihr an und praktizieren gar astrologische Analysen. |
| Das Christentum übernahm vieles
aus dem Heidentum und vom Okkultismus, darunter auch aus der Astrologie. Im
alten Christentum wurde die Astrologie (als Konkurrenz?) strikt
abgelehnt. Augustinus glaubte zunächst an die Astrologie, kritisierte sie aber später. Viele Päpste waren abergläubisch und hielten viel von der Astrologie. Der griechisch-arabische Astrologe und Mathematiker Gerbert von Aurillac (+1003) wurde Erzbischof von Reims und später Papst Sylvester II. Papst Clemens IV. förderte den Philosophen und Astrologen Roger Bacon (1214-1294), Doctor Mirabilis, einen Franziskanermönch. Papst Clemens VIII. ließ sich astrologische Vorhersagen machen. Die Päpste Sixtus IV. und Alexander VI. stellten eigene Astrologen an. Papst Leo X. schließlich vertraute dem Astrologen Augustinus Niphus. Er gründete die päpstliche Universität und richtete 1520 einen Lehrstuhl für Astrologie an der päpstlichen Universität ein. Papst Paul III. vertraute der Astrologie umfassend. Auf dem von ihm einberufenen Konzil von Trient (1545-1563) erstellte eine Indexkommission den "Index der verbotenen Bücher". Darin wurde ein Teil der Astrologie verboten. Papst Sixtus V. schrieb in der Bulle "Constitutio coeli et terra" 1586: Es sind vor allem die Astrologen, die auf eine falsche und unhaltbare Sternwissenschaft gestützt, den Menschen, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, sowie alle denkbaren Angelegenheiten enthüllen wollen und sogar das, was vom freien Willen abhängt, den Sternen zuschreiben. Papst Sixtus IV. hielt sich beamtete Astrologen. Quelle für diese völlig unvollständige Auflistung: Wilhelm Knappich: Geschichte der Astrologie; |
| 2010 |
| Geistheilung Fernsehpfarrer i.R. Jürgen Fliege veranstaltet in Bad Wörishofen ein viertägiges Esoteriker-Treffen mit einer "Nacht der Heiler" und "Gruppensitzungen mit alternativen Heilmethoden". Dabei werden mehrere Geistheiler willigen Menschen die Hände auflegen. Geistheilung ist ein Oberbegriff für eine Vielzahl höchst unterschiedlicher alternativmedizinischer, esoterischer, religiöser oder magischer Behandlungsmethoden. "Kalter Guss für die Kneipp-Stadt. Fernsehpfarrer Jürgen Fliege holt Geistheiler nach Bad Wörishofen - die Hoteliers sind begeistert, katholische Bürger nicht", SZ, 29.10.2010, S. 38 |
| 2007 |
| Es gibt ein astrologisches und
meteorologisches Observatorium, welches vom Barnabitenorden ( Michael Fuß leitet an der Päpstlichen Universität Angelicum in Rom den neu gegründeten »Lehrstuhl für nichtkonventionelle Religionen und Spiritualitätsformen« (New Age, Reiki, Handaufleger, Satanisten, Pastafarianer, Astrologie usw.). |
| Theologen & Astrologen heute |
| Felix
M. Straubinger, * 1948 Studium der Theologie in Zürich, Abschlußdiplom an der "Faculty of Astrological Studies". 1983 - 1989 astrologische Praxis in London, seit 1989 als Astrologe in Basel tätig. Pater Dr. Gerhard Voss OSB, Leiter des Ökumenischen Instituts der Abtei Niederaltaich * 25. 7. 1935 in Recklinghausen. Studium der katholischen Theologie in Münster, Innsbruck und Würzburg. Seit 1958 als Mönch in der Benediktinerabtei Niederaltaich; dort ist er Rektor des Ökumenischen Instituts der Abtei. 1968 bis 2002Schriftleiter der ökumenischen Zeitschrift Una Sancta. beschäftigt sich seit 1967 mit Astrologie; er deutete das Geburtshoroskop und Sterbehoroskop Jesus und hält Vorträge auf Astrologenkongressen. |
| Astrologie in der Bibel |
| Daniel war wohl Astrologe: "Daniel verstand sich auf
Visionen und Träume aller Art", Dan 1,17 König Belschazzar ließ zur Schriftdeutung die Wahrsager, Chaldäer und Astrologen holen. Dan 5,7. König Nebukadnezzar, Belschazzars Vater, hatte Daniel zum Obersten der Zeichendeuter, Wahrsager, Chaldäer und Astrologen ernannt. Dan 5,11. |
| Die sogenannten Heiligen Drei
Könige ( |
| Links |
| Literatur |
| Wolfgang Hübner (1983): Zodiacus Christianus: Jüdisch-christliche Adaptionen des Tierkreises von der Antike bis zur Gegenwart. Königstein, Taunus: Hain, 1983 (Beiträge zur klassischen Philologie 144) |
| Gustav-Adolph
Schoener (2002): "Astrology: Between Religion and the Empirical". Esoterica
- The Journal IV. S. 29-60.
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| Hans-Josef Klauck: Die
religiöse Umwelt des Urchristentums: Die religiöse Umwelt des
Urchristentums, Bd.2, Herrscherkult und Kaiserkult, Philosophie, Gnosis.
Kohlhammer 1996. Taschenbuch, 206 Seiten
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| Martin Kriele: Anthroposophie
und Kirche. Erfahrungen einer Grenzgängers. Freiburg: Herder, 1996.
Gebunden, 300 Seiten
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| Miguel de Mare: Das verborgene
Weltwissen. Books on Demand 2006. Gebunden, 240 Seiten
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| Oepen, Irmgard; Federspiel, Krista;
Sarma, Amardeo; Winderler, Jürgen, Hg.: Lexikon der Parawissenschaften.
Astrologie, Esoterik, Okkultismus, Paramedizin, Parapsychologie kritisch
betrachtet. Lit 1999. Gebunden: 368 Seiten
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Felix M. Straubinger: Du sollst
keine anderen Götter neben mir haben Die heutige Astrologie nimmt Stellung
Ein Beitrag zum Dialog zwischen Astrologie und christlicher Kirche. 200
Seiten Eigenverlag, Altkircherstrasse 17, CH-4054 Basel. Wird versendet von
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| Gerhard Voss: Astrologie
christlich. Regensburg: Pustet, 2003. Broschiert, 163 Seiten
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| Gerhard Voss: Musik des Weltalls
wiederentdecken. Christliche Astralmystik. Regensburg, Pustet, 1996.
Taschenbuch, 205 Seiten
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