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Gottfried Wilhelm Leibniz
Gottfried Wilhelm Leibniz
1.7.1646 Leipzig – 14.11. 1716 Hannover
Leibniz über den Induktionsschluß
"Nun genügen aber alle Bespiele, die eine allgemeine Wahrheit bestätigen, mögen sich noch so zahlreich sein, nicht, um die allgemeine Notwendigketi eben dieser Wahrheit festzustellen; denn es folgt nicht, daß das, was geschehen ist, immer ebenso geschehen wird."
Nouveaux essais sur l'entendement humain; 1703-05 Neue Abhandlung über den Menschliche Verstand
Gesetz der Kontinuität
"Nichts geschieht auf einen Schlag; und es ist einer meiner größten und bewährtesten Grundsätze, daß die Natur niemals Sprünge macht. Das nannte ich das Gesetz der Kontinuität, ..."
Nouveaux essais sur l'entendement humain; 1703-05 Neue Abhandlung über den Menschliche Verstand
Bekannt als "Natura non facit saltus." Die Natur macht keine Sprünge
"Bei vollkommen unterschiedslosen Dingen besteht keine Möglichkeit zum Auswählen und folglich gibt es weder eine Wahl noch einen Willen. Denn eine Wahl muß sich auf irgendeinen Grund oder ein Prinzip stützen."
Samuel Clarke. Der Briefwechsel mit G. W. Leibniz von 1715/1716. 4.Brief
"Welchen Grund kann man denn für eine Begrenzung der Natur beim Fortschreiten in der Unterteilung angeben? Doch nur rein willkürliche Fiktionen, unwürdig der wahren Philosophie."
Der Leibniz-Clarke Briefwechsel. 4.Brief Postskriptum
"Hierauf antworte ich, die Bewegung ist zwar unabhängig von ihrer Beobachtung, aber nicht von ihrer Beobachtbarkeit. Eine Bewegung gibt es nur dirt, wo es eine beobachtbare Veränderung gibt. Wenn es keine beobachtbare Veränderung gibt, so gibt es überhaupt keine Veränderung."
Der Leibniz-Clarke Briefwechsel. 5.Brief, 52
"Da ich bewiesen habe, daß die Zeit ohne Dinge nichts anderes als eine reine, nur in der Vorstellung existierende Möglichkeit ist, ist es offensichtlich, daß jemand etwas Unverständliches sagen würde, wenn er sagen sollte, daß diese Welt, die tatsächlich erschaffen worden ist, auch hätte früher ohne jede Änderung erschaffen werden können. Denn es gibt kein Merkmal bzw. keinen Unterschied, durch den es zu wissen möglich wäre, ob diese Welt früher erschaffen worden ist."
Der Leibniz-Clarke Briefwechsel. 5.Brief, 55

"Ich sage keineswegs, daß die Materie und der Raum ein und dieselbe Sache sind; ich sage lediglich, daß es keinerlei Raum gibt, wo es keinerlei Materie gibt; und daß der Raum für sich selbst durchaus keine absolute Wirklichkeit hat. Der Raum und die Materie unterscheiden sich wie die Zeit und die Bewegung. Diese Dinge sind, wenngleich voneinander verschieden, doch nicht voneinander zu trennen."
Samuel Clarke. Der Briefwechsel mit G. W. Leibniz von 1715/1716. 5.Brief, 62
"Man kann nicht erklären, wie die immaterielle Substanz von der Materie beeinflußt wird."
Der Leibniz-Clarke Briefwechsel. 5.Brief, 84
"Aber ich erwidere noch einmal, daß die allgemein verbreitete Ansicht, gemäß der beim Philosophieren alles soweit wie möglich vermieden werden müsse, was über das Wesen der erschaffenen Dinge hinausgeht, sehr vernünftig ist. Andernfalls würde es nicht schwerfallen, alles daruch zu begründen, daß man eine Gottheit wie einen deus ex machinga auftreten läßt, ohne sich um die Natur der Dinge Gedanken zu machen."
Der Leibniz-Clarke Briefwechsel. 5.Brief, 107

Gottfried Wilhelm Leibniz
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 8.1.2003