| Wladimir Galaktionowitsch Korolenko 27.7.1853 Schitomir 25.12.1921 Poltawa. Rezension Das Paradox. Erzählungen |
| "Nun, und Sie, Herr Müller, haben Sie jemals
Kiew gesehen?" "Nein, ich habe es nicht gesehen, will es auch nicht leugnen." "Und trotzdem gibt es Kiew, auch wenn Sie es nicht gesehen haben!" Dialog aus "Der Tag des Gerichts", Das Paradox. Erzählungen (S. 11) |
| "Wenn es alle sagen, dann
heißt das: Es ist wahr. Wäre es nicht wahr, würden nicht alle
davon sprechen, sondern nur die Lügner darüber schwätzen
..." "Der Tag des Gerichts" aus Das Paradox. Erzählungen (S. 11) |
| "Junger Verstand und junges Herz sind wie junges
Bier, das gärt: vorschnell und sprudelnd" "Der Tag des Gerichts" aus Das Paradox. Erzählungen (S. 20) |
| "Ich mag keine Leute, die neben
der Brücke eine Furt suchen" "Der Tag des Gerichts" aus Das Paradox. Erzählungen (S. 70) |
| "Ein Soldat dient jedem und trauert um
keinen" "Der Tag des Gerichts" aus Das Paradox. Erzählungen (S. 71) |
| Er war ein großer Phantast
und dachte oft daran, was in der Welt vorgehe, wenn alle schliefen er
wie Mark und die Mädchen und die alte Kinderfrau und wenn folglich
keiner etwas sähe . . . Würde dann wirklich das, Zimmer genauso dasein, das Pendel weiterpochen, obgleich es niemand hörte, die Kerze weiterleuchten, obwohl sie keinem leuchtete, und nur die Kakerlaken gedankenlos auf dem Boden sitzen und ins Licht starren? . . . Schon mehr als einmal war Wassja mit diesem Gedanken aufgewacht und hatte stets vorsichtig unter der Decke hervorgeschaut . . . Diesmal hatte er selbst nicht bemerkt, wann er aufgewacht war, und es schien ihm, als ob er endlich einmal das Zimmer unvermutet überrumpeln könne. Da, jetzt beobachtete er es bereits seit einer halben Minute, ohne sich zu rühren, mit halbzugekniffenem Auge. Im Raum herrscht jenes besondere, geheimnisvolle Leben, das sich im allgemeinen verbirgt, wenn man das Zimmer betrachtet. "Nachts" aus Das Paradox. Erzählungen (S. 81) |