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Robert Reininger Victor viktor Emil Frankl
Zitate von Viktor Emil frankl Frankl, – Sigmund freud Freud – Robert frankl Reininger – Nico frankl Rost
Viktor Emil Frankl
26.3. 1905 Wien – 2.9. 1997 Wien; österreichischer Psychiater und Psychotherapeut
frankl Viktor Franklfrankl Frankls Prinzipfrankl Glück – Sinn – Zufriedenheit – Spiritualität
Rezension: frankl Haddon Klingberg. When Life Calls Out to Us: The Love and Lifework of Viktor and Elly Frankl
"Je mehr er [der Mensch, H.H.] nach Glück jagt, um so mehr verjagt er es auch schon. Um dies zu verstehen, brauchen wir nur das Vorurteil zu überwinden, daß der Mensch im Grund darauf aus sei, glücklich zu sein; was er in Wirklichkeit will, ist nämlich, einen Grund dazu zu haben. Und hat er einmal einen Grund dazu, dann stellt sich das Glücksgefühl von selbst ein. In dem Maße hingegen, in dem er das Glücksgefühl direkt anpeilt, verliert er den Grund, den er dazu haben mag, aus den Augen, und das Glücksgefühl selbst sackt in sich zusammen. Mit anderen Wort, Glück muß er-folgen und kann nicht er-zielt werden" S. 20
"Und einen Sinn können wir dem Leben des anderen nicht geben – was wir ihm zu geben, mit auf den Weg zu geben vermöchten, ist vielmehr einzig und allein ein Beispiel: das Beispiel unseres ganzen Seins." S. 28
"Toleranz besteht nicht darin, daß man die Ansicht eines anderen teilt, sondern nur darin, daß man dem anderen das Recht einräumt, überhaupt anderer Ansicht zu sein. Andrerseits wird Toleranz aber auch dann mißverstanden, wenn man soweit geht, daß man dem anderen auch noch das Recht zugesteht, selbst und seinerseits – intolerant zu sein." S. 80
"Die Logotherapie muß sich also diesseits des Offenbarungsglaubens bewegen und die Sinnfrage diesseits der Aufgabelung einerseits in die theistische und andrerseits in die atheistische Weltanschuung beantworten." S. 117
"Und vom anthropologischen Standpunkt aus ist auch die Religion selbst zunächst einmal eine Einübung in die spezifisch menschliche Fähigkeit, etwas einer Sache wegen zu tun oder eine Person um ihretwillen zu lieben - oder eben Gott zuliebe sein Dasein mit möglichst viel Sinn anzureichern." S. 171
Alle obigen Zitate aus: Viktor E. Frankl: Der Wille zum Sinn. Ausgewählte Vorträge über Logotherapie. München: Piper, 1991. Erweiterte 4. Aufl.
"Im Gegensatz zum Tier sagt dem Menschen kein Instinkt, was er muß, und im Gegensatz zum Menschen in früheren Zeiten sagt ihm keine Tradition mehr, was er soll – und nun scheint er nicht mehr recht zu wissen, was er eigentlich will. So kommt es denn, daß er entweder nur will, was die anderen tun – und da haben wir denKonformismus –, oder aber er tut nur, was die anderen wollen, von ihm wollen – und da haben wir den Totalitarismus." S. 24
"Auch das Glück entzieht sich uns genau und gerade in dem Maße, in dem wir es forciert intendieren. Aber es stellt sich automatisch ein, wenn wir unsere Selbst-Transzendenz ausleben, sei es in der Arbeit, sei es in der Liebe. Das Glück ist ein »Effekt«, der sich nicht »haschen« läßt." S. 38-39
"Es bleibt also dabei, daß Sinnfindung und -erfüllung unabhängig sind davon, ob jemand religiös bzw. irreligiös ist." S. 64
"Da der Logotherapie zufolge Glück eine Nebenwirkung von Sinnerfüllung ist, wird auch die Paradoxie verständlich, daß der Homo patiens – glücklich wird." S. 69 ("patiens" hier wohl in der Bedeutung von ertragend, erduldend)
"Glück soll und darf und kann nie Ziel sein, sondern nur Ergebnis" S. 88
Damit widerspricht Frankl klar Thomas von Aquin: "Ultimus finis hominum est beatitudo" (Das letzte Ziel des Menschen ist das Glück) und dem Prinzip vieler Religionen: Streben nach dem Glück im Jenseits.
"Auf jeden Fall ist alles Glücksstreben des Menschen insofern verfehlt, als ein Glück ihm nur in den Schoß fallen kann, niemals jedoch sich erjagen läßt." S. 88
An dieser Stelle verweist Frankl auf das schöne Bild von Søren Kierkegaard: Die Tür zum Glück geht nach außen auf - wer sie »einzurennen« versucht, der verschließt sie nur. – Søren Kierkegaard (1813 –1855), Philosoph, Schriftsteller und Theologe. Die genaue Quellenangabe ist mir nicht bekannt. Für Hinweise bin ich dankbar.
Alle obigen Zitate aus: Viktor E. Frankl: Die Sinnfrage in der Psychotherapie. München: Piper, 1981
"Im Dienst an einer Sache oder in der Liebe zu einer Person erfüllt der Mensch sich selbst. Je mehr er aufgeht in seiner Aufgabe, je mehr er hingegeben ist an seinen Partner, um so mehr ist er Mensch, um so mehr wird er selbst. Sich selbst verwirklichen kann er also eigentlich nur in dem Maße, in dem er sich selbst vergißt, in dem er sich selbst übersieht." S. 18 (Hervorhebung von mir)
"Sinn kann nicht gegeben, sondern muß gefunden werden." – "Sinn muß gefunden, kann aber nicht erzeugt werden. Was sich erzeugen läßt, ist entweder subjektiver Sinn, ein bloßes Sinngefühl, oder – Unsinn." S. 28 (Kursivsetzung vom Autor)
"... denn nicht nur »geteiltes«, sondern auch schon »mit-geteiltes« Leid ist halbes Leid, ..." S. 46
Alle obigen Zitate aus:
Viktor E. Frankl: Das Leiden am sinnlosen Leben. Psychotherapie für heute. Freiburg: Herder, 1977
Sigmund Freud
6. Mai 1856 Freiberg (Mähren) – 23. September 1939 London
"Ich muß leider bekennen, daß ich zu jenen unwürdigen Individuen gehöre, vor denen die Geister ihre Tätigkeit einstellen und das Übersinnliche entweicht, so daß ich niemals in die Lage gekommen bin, selbst etwas zum Wunderglauben Anregendes zu erleben."
Sigmund Freud: "XII. Determinismus – Zufalls- und Aberglaube – Gesichtspunkte". In: Zur Psychopathologie des Alltagslebens. Frankfurt: Fischer, 1961. S. 218-219.
"Im Moment, da man nach Sinn und Wert des Lebens fragt, ist man krank, denn beides gibt es ja in objektiver Weise nicht; man hat nur eingestanden, daß man einen Vorrat von unbefriedigter Libido hat, und irgend etwas anderes mu߸ damit vorgefallen sein, eine Art Gärung, die zur Trauer und Depression führt." Sigmund Freud an Marie Bonaparte, 13. August 1937, in: Briefe 1873-1939, Gesammelte Werke, Bd. 16. Frankfurt a.M. 1960. S. 429.
Dazu Viktor Frankl (freud weitere Zitate): "Nun, ich persönlich bin nicht der Ansicht, daß es sich da um eine Krankheit handelt, etwa um das Symptom einer Neurose. Vielmehr meine ich, daß der Mensch damit, daß er die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt, ja, mehr als das, daß er wagt, die Existenz eines solchen Sinnes sogar in Frage zu stellen, – ich meine, daß der Mensch damit nur seine Menschlichkeit manifestiert." Viktor E. Frankl: Der Wille zum Sinn. Ausgewählte Vorträge über Logotherapie. München: Piper, 1991. Erweiterte 4. Aufl. S. 239
"Für die Religion habe ich eine Wohnstatt in meinem niedrigen Häuschen gefunden, seitdem ich auf die Kategorie 'Menschenneurose' gestoßen bin."
Zitiert nach: Ludwig Binswanger: Erinnerungen an Sigmund Freud. Bern 1956, S. 115
Robert Reininger
28. September 1869 Linz – 17. Mai 1955 Wien; Philosoph
"Die Frage nach dem Sinn des Daseins wird erst dann aufgeworfen, wenn die instinktive Sicherheit des Lebens und das Genügen an der traditionellen Deutung verloren zu gehen droht oder schon verloren ist und dieser Verlust schmerzlich empfunden wird."
Zitiert nach Viktor E. Frankl: Die Sinnfrage in der Psychotherapie. München: Piper, 1981, S. 88
Nico Rost
21.6. 1896 Groningen – 1.2. 1967 Amsterdam; Journalist, KZ-Häftling
zitate Rezension: Goethe in Dachau. Ein Tagebuch
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Victor viktor Emil Frankl Robert Reininger
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