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Johann Gottfried Seume
Zitate von Johann Gottfried Seume
29.1.1763 Poserna – 13.6.1810 Teplitz, Kosmopolit, Schriftsteller – seume Links
Alle Zitate – soweit nichts anderes angegeben – aus:
J. G. Seume: Prosaschriften. Mit einer Einleitung von Werner Kraft. Darmstadt: Joseph Melzer, 1974.
"Im Jahre 1763 in Leipzig geboren, studierte er dort Theologie, verließ aber mit achtzehn Jahren seine Vaterstadt und machte sich mit einigen Büchern und etwas Wäsche im Rucksack auf den Weg nach Paris. Bestimmt nicht, weil er es in seinem Vaterland so herrlich fand!"
Nico Rost über J.G. Seume in: Goethe in Dachau, siehe seume Rezension
seume "Die Sklaven haben Tyrannen gemacht, der Blödsinn und der Eigennutz haben die Privilegien erschaffen, und Schwachheit und Leidenschaften verewigen beides."
Einleitung zu Spaziergang nach Syrakus, S. 159
Vergleiche Gottlob seume Frege und Carlos seume Fuentes
"Fahren zeigt Ohnmacht, Gehen Kraft." Mein Sommer, 1805; S. 638
"So wie man im Wagen sitzt, hat man sich sogleich einige Grade von der ursprünglichen Humanität entfernt." Mein Sommer, 1805; S. 638
"Veritatem sequi et colere, tueri justitiam, omnibus aeque bene velle ac facere, nil extimescere."
Der Wahrheit folgen und sie pflegen, die Gerechtigkeit schützen, für alle in gleicher Weise das Gute wollen und tun, nichts fürchten"
Motto von Johann Gottfried Seume, Prosaschriften, S. 9; Mein Leben, S. 53
"Unter den Toten mit Thukydides, Tacitus und Plutarch bei Marathon und Salamis zu leben, ist schließlich noch die ehrenhafteste Art des Lebens, wenn man der Würde und der Majestät keine Tätigkeit weiter zuwenden darf."
Vorwort zu einem Werk über Plutarch, S. 1187 (In der Ausgabe Prosaschriften fehlt eine Zeile dieses Zitats)
"Wo ein einziger Mann den Staat erhalten kann, ist der Staat in seiner Fäulnis kaum der Erhaltung wert."
Apokryphen, S. 1264
"Wer das erste Privilegium erfunden hat, verdient vorzugsweise so lange im Fegefeuer in Öl gesotten oder mit Nesseln gepeitscht zu werden, bis das letzte Privilegium vertilgt ist."
Apokryphen, S. 1265
Wer den ersten Gedanken der Gerechtigkeit hatte, war ein göttlicher Mensch, aber noch göttlicher wird der sein, der ihn wirklich ausführt."
Apokryphen, S. 1266
"Wenn der Deutsche von Freiheit spricht, ist es wohl entsetzlich abusive."
Apokryphen, S. 1274
"Man verkauft uns meistens Gesetze für Gerechtigkeit und oft sind sie gerade das Gegenteil."
Apokryphen, S. 1278
"Es wird mir schwer, die Ehre der Christen zu finden, aber ihre Schande sehe ich."
Apokryphen, S. 1281
"In der Philosophie kann ich's bis zum Skeptizismus bringen, weiter geht es nicht, also will ich lieber bei dem gesunden Menschenverstande bleiben, den so wenige Philosophen haben, und der doch heutzutage so nötig wird."
Apokryphen, S. 1286
"Wer den Tod fürchtet, hat das Leben verloren."
Apokryphen, S. 1303
"Einige leben vor ihrem Tode, andere nach ihrem Tode. Die meisten Menschen leben aber weder vor noch nach demselben; sie lassen sich gemächlich in die Welt herein und aus der Welt hinaus vegetieren." Apokryphen, 1314
"Wenn ich nur noch zwei Sekunden zu leben habe, will ich noch mit meinem letzten Atemzuge rufen: »Wollt Ihr Euch retten, so rottet die Privilegien aus!«"
Apokryphen, 1349
Man darf die meisten Dinge nur sagen, wie sie sind, um eine treffliche Satire zu machen.
Apokryphen, S. 1359
"Wer mehr als gewöhnlichen Respekt v e r l a n g t, verdient auch den gewöhnlichen nicht.
Apokryphen, S. 1368
"Die anscheinende Liberalität ist die Quelle der schwersten Bedrückungen, so wie die wirkliche die beste Stütze der Gerechtigkeit ist."
Apokryphen, S. 1368
"Die meisten Menschen beschäftigen sich damit, zu grübeln, wie es die anderen besser machen sollten, und sehen sehr scheel, wenn man an ihrer eigenen Unfehlbarkeit zweifelt."
Apokryphen, S. 1377
"Die Pfaffen haben die Erbsünde geschaffen, und der Adel verewigt sie; die Despotie verewigt alles zusammen."
Apokryphen, S. 1396
"Wo von innen Sklaverei ist, wird sie von außen bald kommen." Apokryphen, S. 1311
"Alles, was man in dieser Zeit für seinen Charakter tun kann, ist, zu dokumentieren, daß man nicht zur Zeit gehört." Apokryphen
"Das beständige Leben im Zimmer wird bald zur kränkelnden Vegetation. Wer Kraft und Mut und Licht mehren will, gehe hinaus in die Elemente!" Apokryphen S. 1330
"»Was ist der Mann?« fragen andere. »Wer ist sein Vater?« fragte der Deutsche." Apokryphen S. 1331
Links
seume Literarisches zum Wandern und Bergsteigen
seume Johann Gottfried Seume: Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802
seume Anfang

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