| Zitate
von Sir Karl Raimund Popper 28.7. 1902 Wien 17.9. 1994 London, englischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker |
| "Das
Wichtigste ist, allen jenen großen Propheten zu misstrauen, die eine
Patentlösung in der Tasche haben und euch sagen: Wenn ihr mir nur volle
Gewalt gebt, dann werde ich euch in den Himmel führen. Die Antwort darauf
ist: Wir geben niemandem volle Gewalt über uns. Wir wollen, dass die
Gewalt auf ein Minimum reduziert wird. Gewalt ist selbst von Übel, und wir
können nicht ein Übel mit einem anderen Übel
austreiben." Interview mit Klaus Podak, 1974, zitiert in SZ, 27.7.2002, S. III |
| "Die menschliche Erkenntnis ist
wohl das größte Wunder unseres Universums". "Aus dem Vorwort zur ersten Auflage", S. ix, 1971. In: Objektive Erkenntnis. Ein evolutionärer Entwurf. Hamburg: Hoffmann und Campe, 1998 |
| "Niemand ist gegen Irrtümer
gefeit; das Große ist, aus ihnen zu lernen." (S. 193) "Durch die Falsifikation unserer Annahmen bekommen wir tatsächlich Kontakt mit der »Wirklichkeit«. Die Widerlegung unserer Irrtümer ist die »positive« Erfahrung, die wir aus der Wirklichkeit gewinnen." (S. 374) "Von der Amöbe zu Einstein ist es nur ein Schritt." (mehrfach) Objektive Erkenntnis, 4.Aufl. S.257 |
| "But
of all political ideals, that of making the people happy is perhaps the most
dangerous one." The Open Society and Its Enemies, Vol. II: The High Tide of Prophecy: Hegel, Marx and the Aftermath: "The revolt against reason", 1945 "Aber von allen politischen Idealen ist der Wunsch, die Menschen glücklich zu machen, vielleicht der gefährlichste. Ein solcher Wunsch führt unvermeidlich zu dem Versuch, anderen Menschen unsere Ordnung Werte aufzuzwingen, um ihnen so die Einsicht in Dinge zu verschaffen, die uns für ihr Glück am wichtigsten zu sein scheinen; also gleichsam zu dem Versuch ihre Seelen zu retten. Dieser Wunsch führt zu Utopismus und Romantizismus. Wir alle haben das sichere Gefühl, daß jedermann in der schönen, der vollkommenen Gemeinschaft unserer Träume glücklich sein würde. Und zweifellos wäre eine Welt, in der wir uns alle lieben, der Himmel auf Erden. ... der Versuch, den Himmel auf Erden einzurichten, produziert stets die Hölle." Die offene Gesellschaft und ihre Feinde II. Falsche Propheten. Hegel, Marx und die Folgen. München: Francke, 1980. 6.Aufl. S.291-292. Hervorhebungen durch H.H. |
| "We must plan for freedom, and
not only for security, if for no other reason than that only freedom can make
security secure." The Open Society and its Enemies |