| Platon 427 Athen 347 v.Chr. Athen |
| Und wenn ich wiederum sage, daß ja eben
dies das größte Gut für den Menschen ist, täglich
über die Tugend sich zu unterhalten und über die andern
Gegenstände, über welche ihr mich reden und mich selbst und andere
prüfen hört, ein Leben ohne Selbstforschung aber gar nicht verdient,
gelebt zu werden, das werdet ihr mir noch weniger glauben, wenn ich es sage.
Aber gewiß verhält sich dies so, wie ich es vortrage, ihr
Männer, nur euch davon zu überzeugen ist nicht leicht.
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| "Der Augenblick. Denn dem
Augenblick scheint eine derartige Bedeutung zuzukommen, daß nämlich
aus ihm eine Veränderung nach beiden Seiten hin stattfindet. Denn aus der
Ruhe kann, solange diese noch andauert, keine Veränderung stattfindet, und
ebensowenig aus der Bewegung, solange sie noch im Gange ist; vielmehr hat
zwischen Bewegung und Ruhe der Augenblick seinen Sitz, dies unbegreifliche
Etwas, das keiner Zeit angehört, und er ist es denn, in den und aus dem
einerseits das Sichbewegende sich zur Ruhe, andrerseits das Ruhende sich zur
Bewegung verändert." Parmenides,
156. |
| Agathon: "Hier, Sokrates, neben mir nimm deinen
Platz ein, damit auch mir der Weisheitsfunken zugute komme, der dir dort am
Hauseingang aufblitzte." Gastmahl / Symposion Stephanus
175 Diotima: "Denn eben darin liegt ja das Bedenkliche des Unverstandes, daß man, ohne schön, gut und verständig zu sein, sich gleichwohl einbildet, man sei allen Anforderungen gewachsen." Gastmahl / Symposion Stephanus 204 Vergleiche: "Du tuast di leicht, wo's di von Haus aus schwar tuast!" Alkibiades: "Wie nun ihr Genossen? Es scheint, ihr seid noch nüchtern; das darf euch nicht gestattet sein; nein! trinken müßt ihr" Gastmahl / Symposion Stephanus 213 Sokrates: "Glaube mir, des Geistes Auge fängt erst dann an scharf zu sehen, wenn das des Leibes seine Schärfe zu verlieren beginnt." Gastmahl / Symposion Stephanus 219 |
| Kritias: "Wer nämlich, mein
Timaios, zu Menschen über die Götter spricht, der wird leichter einen
befriedigenden Eindruck machen als wer zu uns Menschen über Sterbliche
redet. Denn wenn es den Hörern an jeder Erfahrung und Kenntnis des
betreffenden Gegenstandes gebricht, so hat der, welcher darüber reden
will, sehr leichtes Spiel." Kritias 107 Kurz: über die Götter kann man jeden Schmarrn erzählen. |
| "...ebenso tauchte die Insel Atlantis in die Tiefe
des Meeres hinab und verschwand." Timaios 25, übersetzt von Otto Apelt Platons Axiom der Kausalität "Alles Werdende aber hat notwendig irgendeine Ursache zur Voraussetzung, denn ohne Ursache kann unmöglich etwas entstehen." Timaios 28, übersetzt von Otto Apelt "... der wahren Meinung ist, wie nicht zu leugnen, jedermann teilhaftig, der Vernunfteinsicht aber neben den Göttern nur ein geringer Teil der Menschen." Timaios 51, übersetzt von Otto Apelt |
| Sokrates: "Denn besser ist es, weniges gut als vieles unzulänglich
abzutun." Theätet, 187, übersetzt von Otto Apelt |
| Sokrates: "Wer aber ohne
weiteres bereit ist sich jedes Wissensfaches zu bemächtigen und mit Lust
ans Lernen geht und nicht genug davon haben kann, den werden wir mit Recht
weisheitsliebend (Philosoph) nennen." Staat 475, übersetzt von Otto Apelt |