| Zitate von Theologen und Kirchenlehrern |
| Bernhard von
Clairvaux Abt und Kirchenlehrer, 1091 1153 |
| Der Tod des Heiden ist des Christen Stolz |
| Vollständige Ausrottung der Heiden oder sichere
Bekehrung. Bernhards Devise zur Ausbreitung des Christentum; wird später zur Kolonisation umgemünzt in Tod oder Taufe |
| Bernhard von Clairvaux, ein Osama bin Laden des zwölften
Jahrhunderts ... Die Ritter Christi aber kämpfen mit gutem Gewissen die Kämpfe des Herrn und fürchten niemals weder eine Sünde, weil sie Feinde erschlagen, noch die eigene Todesgefahr. Denn der Tod, den man für Christus erleidet oder verursacht, trägt keine Schuld an sich und verdient größten Ruhm. [...] Ein Ritter Christi, sage ich, tötet mit gutem Gewissen, noch ruhiger stirbt er. [...] ... rechtfertigt Morde und verherrlicht den eigenen Tod bei diesen Mordaktionen Ja. wenn er einen Übeltäter umbringt, ist er nicht ein Menschenmörder, sondern sozusagen ein Mörder der Bosheit, und mit Recht wird er als Christi Rächer gegen die Missetäter und als Verteidiger der Christenheit angesehen. Wenn er aber selbst umgebracht wird, ist es klar, dass er nicht untergegangen, sondern ans Ziel gelangt ist. [...] Der Christ rühmt sich, wenn er einen Ungläubigen tötet, weil Christus zu Ehren kommt. |
| Eugen
Biser Religionswissenschaftler |
| Eugen Biser: "Mich
interessiert die Frage, wie wir vom Frieden überhaupt denken. Denn ich
gehe davon aus, daß ein unzulänglicher Friedensbegriff die Menschen
nicht von den Stühlen reißt, die Menschen nicht motiviert, die
Menschen nicht zum Handeln veranlaßt." Sigmund Gottlieb: "Was heißt das »unzulänglicher Friedensbegriff«? Eugen Biser: "Der bei uns auch in den Kirchen immer noch vorhandene. Denn der ist alternativisch. Der geht von dem Begriffspaar aus: Krieg und Frieden. Aber meine These heißt: Wer dieses Begriffspaar in den Mund nimmt, der hat den Frieden bereits an den nächsten Krieg verraten." Bay.Fernsehen, 10.3.2003 Münchner Runde Krieg? Moderator: Sigmund Gottlieb; Gäste: Prof. Dr. Eugen Biser, Religionswissenschaftler Dr. Peter Gauweiler, live aus Beirut zugeschaltet; Ulrich Kienzle, Nahost-Kenner Dr. Klaus Reinhardt, General a.D. Prof. Dr. Horst Teltschik, Sicherheitsexperte, Boeing Vertreter. |
| Friedrich
Wilhelm Graf Professor für Systematische Theologie und Ethik an der LMU München; Elected Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg, Berlin; Träger des Leibniz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft |
| Graf zur Floskel:
"Grundgesetz, das auf unserm christlich-jüdischen Erbe beruht" (Volker
Kauder, CDU, u.v.a. Politiker): zunächst muss man sagen, dass die Behauptung einfach falsch ist. Der moderne Verfassungsstaat, und speziell der Rechtsstaat in Deutschland, ist weithin gegen die Kirchen durchgesetzt worden. So wurde etwa noch weit bis in die fünfziger Jahre in den Diskursen beider großen Kirchen der Begriff »Menschenrechte« eher kritisch gesehen, als liberalistische Verirrung des modernen Menschen. "Wir sollten das Grundgesetz nicht taufen", SZ, 13.10.2010, S. 13 |
| "Nichts bindet Menschen so wie
religiöser Glaube." ... "Sie [religiöse Lebensentwürfe, H.H.] sorgen mit ihren Unterscheidungen von Diesseits und Jenseits, zeit und Ewigkeit für klare Verhältnisse und erlauben es, in einer Welt großer Unsicherheiten wieder Verlässlichkeit zu gewinnen. Religiöse Riten bieten dem Einzelnen Geborgenheit und Chancen auf Vergemeinschaftung." ... "Auch in vielen afrikanischen und asiatischen Gesellschaften haben die fanatisch Entschiedenen Hochkonjunktur. So ist nicht Samuel Huntingtons globaler "Kampf der Kulturen" das religionsanalytisch spannende Thema, sondern die Verschärfung letenter Glaubenskriege, die auch Europa nicht ausspart, wie das Beispiel des Balkans zeigt. Religiöser Glaube ist ein ambivalenter, potentiell explosiver Geistesstoff." - "Auf den Märkten des Glaubens", SZ 8.2.2007, S. 15 |
| Das
Parlament: Ist die deutsche Gesellschaft religiös? Friedrich Wilhelm Graf: "Im Kern sehr. Wir erleben weltweit seit den 1980er-Jahren eine Renaissance der Religionen, auch in Deutschland. Dabei gibt es zwischen Ost- und Westdeutschland sehr unterschiedliche Verhältnisse." ... "Die große Mehrheit der deutschen Katholiken teilt die meisten moralischen und sozialethischen Positionen des Vatikans nicht." ... "Der Sektenbegriff ist problematisch - das wäre ein neues Interview." Interview in |
| Sophronius
Eusebius Hieronymus um 347 Stridon (Dalmatien) 30.9.419 oder 420 Bethlehem |
| sancta
simplicitas heilige Einfachheit Epistulae 57,12. Hieronymus bezeichnete damit die schlichte Sprache der Jünger im Neuen Testament. Der Ausdruck "sancta simplicitas" wird auch |
| Jan
Hus (deutsch Johannes Huß) um 1370 Husinec (Südböhmen) 6.7. 1415 in Konstanz verbrannt |
| sancta
simplicitas heilige Einfachheit Trotz Zusage freien Geleits wurde Jan Hus auf dem Konzil zu Konstanz zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Über den Bauern, der Holz herbeitrug, sagte Hus lächelnd: "Sancta simplicitas". Josef Dirnbeck. Die Inquisistion. München 2001, S.327 Der Ausdruck ist zuerst von |
| Hermann Kügler Jesuit und Psychotherapeut |
| "Katholische Kirche ist
größte transnationale Schwulenorganisation" |
| Hans Küng Dies ist keine offizielle Webauftritt des Theologen |
| »Als dem
weltweit bekannten Tübinger Theologen Hans Küng im Jahr 1979 von den
römischen Behörden die Lehrbefugnis entzogen wurde, gab er im Zweiten
Deutschen Fernsehen vor laufender Fernsehkamera folgende Erklärung ab:
Ich schäme mich meiner Kirche, dass noch mitten im 20. Jahrhundert
diese Kirche geheime Inquisitionsverfahren durchführt.«
|
| Joachim Meisner über Hans Küng: "Miesmacher aus dem Mittelalter"; siehe
|
| Laotse Laozi [chinesisch »alter Meister«] (Lao-tse), chinesischer Philosoph (4.3.Jahrhundert v.Chr.?) |
Der Reisende in das AußenZitiert nach: Mader, Ernst T; Knab, Jakob: Das Lächeln des Esels. Das Leben und die Hinrichtung des Allgäuer Bauernsohnes Michael Lerpscher (1905 - 1940). Blöcktach (Verlag an der Säge) 1987. S. 43 |
| Martin
Luther 10.11. 1483 Eisleben 18.2. 1546 Eisleben |
| Die Vernunft "ist die höchste Hur, die der
Teufel hat." Kritische Gesamtsausgabe. Weimar, 1914, Bd. 51,126, Zeile7ff. Völlig anderer Ansicht ist Joseph Ratzinger "Glaube, Vernunft, Universität", Papstrede an der Uni Regensburg, 12. 9. 2006 |
| "Die
Berge gehen schwanger und wird eine Maus draus." Dies wurde sprichwörtlich zu "Berge kreißen, doch sieh: heraus kriecht ein winziges Mäuslein" Otto A. Kielmeyer: rororo Zitatenschatz der Weltliteratur, Reinbek, S. 60 Alles geht zurück auf |
| Petrus Damiani, lat. Petrus de Honestis,
auch Petrus Damianus um 1006 Ravenna 22. oder 23. Februar 1072 Faenza, Italien |
| Prägte den Ausdruck
Philosophia ancilla theologiae
(Die Philosophie ist die Magd der Theologie) De divina omnipotentia 5,621 |
| Thomas J. Reese Jesuit, Chefredakteur bei America, The National Catholic Weekly seit 15.6.1998; Spezialist für den Vatikan |
| Many are confused
by statements that while the children of the church can sin, the church is
sinless. aus: "Asking Forgiveness.
Acknowledging past sins helps us overcome their influence in our lives today",
ein Essay zum Thema: Catholic leaders in Rome and the U.S. apologize for sins
committed by Catholics. Verfügbar im |
| Wo Menschenrechte mißbraucht werden, weil ein ordentliches Gerichtsverfahren nicht stattfindet, würden wir von einem totalitären Staat sprechen und die Leute würden ihn dafür verurteilen. Und Ich meine, wenn die Kirche Zeugin der Menschenrechte sein will, wenn wir als Kirche Staaten auffordern, die Menschenrechte zu beachten, dann denke ich, sollten wir selbst in der Kirche ordentliche Gerichtsverfahren durchführen und die Menschenrechte beachten. Interview im Zusammenhang mit der Arbeit der Vatikanischen Glaubenskongregation, Nachfolgerin der Inquisition, in: "Im Visier der römischen Glaubenswächter. Inquisition heute" ndr 2001, Arte, 17.1.2002 |
| Thomas von Aquin um 1225 Roccasecca (bei Aquino) 7.3. 1274 Abtei Fossanova (Latium) |
| Auch darin begeht
die Kirche kein Unrecht, daß sie, da die Juden Sklaven der Kirche sind,
über deren Güter verfügen kann. Summa theologiae |
| Sapientia est scientia quae considerat causas primas et
universales causas; sapientia causas primas omnium causarum
considerat. Weisheit [Philosophie] ist die Wissenschaft, die erste und universale Ursachen sucht; Weisheit sucht die erste Ursache aller Ursachen. Metaph., I, ii Scientia est cognitio per causas wird oft ohne Quelle zitiert; evtl. Aristoteles; vgl. |
| "Ultimus finis hominum est beatitudo" Das
letzte Ziel des Menschen ist das Glück, siehe bei |
| Nihil
est in intellectu, quod non sit prius in sensu. Nichts ist im Verstand, was nicht zuvor in der Wahrnehmung wäre. Quastiones disputatae de veritate 2,3,19 |