| Zitate verschiedener
Schriftsteller Giorgio Bassani Stefano Benni Nuruddin Farah Carlos Fuentes Lars Gustafsson Luigi Pirandello Leonardo Sciascia Ignazio Silone Giuseppe Tomasi di Lampedusa Dies sind keine offizielle Webauftritts der Autoren |
| Giorgio Bassani 4.3.1916 Bologna 13.4. 2000 Rom; italienischer Schriftsteller |
| "Es war zwecklos: Natürlich würde es dem Alten, dem menschenfressenden Riesen, am Ende gelingen, seine Hand auf das schöne junge Mädchen zu legen, das er verfolgte. Aber was bedeutete es? Auch wenn er ihr, nachdem er sie gepackt hatte, daß sie sich nicht mehr bewegen konnte, das Messer in die zuckende Kehle stieß, was war dann in Wirklichkeit Schwerwiegendes geschehen? Man brauchte die Dinge des Lebens nur aus einer gewissen Distanz zu betrachten, um zu sehen, was an ihnen war nämlich nichts oder so gut wie nichts." Der Reiher, S. 188 |
| Stefano Benni * 1947; lebt und arbeitet in Bologna. Werke: Gedicht, Erzählung, Roman, Satire. |
| Die Philosophie mag letzte
Wahrheiten suchen, die Ironie sucht die vorletzten, das heißt, sie
läßt immer Zweifel übrig. Lesezeichen, Bay.Fernsehen 3, Sept. 2001 |
| Nuruddin Farah * 1945 Baidoa, Somalia. Seit 1974 Schriftsteller im Exil. |
| "The year's harvest was
smaller than a barber's daily crop of hair"
Sardines, 138 "A woman, like any other inferior being, must be kept guessing. ... The masses must be kept guessing." Medina in Sardines, 148 "Good writing is like a bomb: it explodes in the face of the reader" Medina in Sardines, 224 |
| Carlos Fuentes 11. November 1928 Mexiko-Stadt; mexikanischer Schriftsteller |
| »Das beschäftigt mich sehr. Schalten wir das Fernsehen ein, weil in ihm Dinge geschehen? Oder geschehen Dinge, damit man sie im Fernsehen verfolgen kann?« S. 103 |
| »Ein paar Oberknacker
versklaven eine Haufen von Kriechern. So ist das immer gewesen.« Leandro in Die gläserne Grenze, S. 250; vergleiche |
| Lars Gustafsson 17.5. 1936 Västerås; schwedischer Schriftsteller |
| Alle Menschen haben das Recht, sich »ich« zu nennen, und zugleich hat nur ein einziger Mensch das Recht dazu, nämlich derjenige, der in diesem Moment redet. Der Tod eines Bienenzüchters 49 |
| Man hat die Landschaft umgekrempelt. Vielleicht
hat diese Landschaft ihre Seele verloren. Vielleicht versteckt sie sich auch
nur. Ich glaube, daß sie eines Tages zurückkehren wird. Der Tod eines Bienenzüchters 81 |
| Was ich gelernt habe: daß es
keinen wirklichen Ausweg aus dem Leben gibt. Man kann die Entscheidung nur
hinausschieben, mit Geschick und List. Aber es führt kein Weg hinaus. Es
ist ein total geschlossenes System, und am Ausgang ist nur der Tod. Und der ist
natürlich überhaupt kein Ausgang. Der Tod eines Bienenzüchters 92 |
| Das Paradies muß
darin bestehen, daß ein Schmerz aufhört. Der Tod eines Bienenzüchters 93 |
| Luigi Pirandello 28.6.1867 Girgenti, heute: Agrigento, Sizilien 10.12. 1936 Rom; einer der bedeutendsten Dramatiker und Erzähler des 20.Jahrhunderts, Nobelpreis für Literatur 1934 |
| Così è, se vi pare! Titel eines Theaterstücks von 1917; deutsch: "So ist es wie Sie meinen" oder "So ist es, wenn Sie so meinen" |
| "You too must not count overmuch
on your reality as you feel it today, since, like that of yesterday, it may
prove an illusion for you tomorrow." "Sechs Personen suchen einen Autor", 1921 Wer emailt mir die deutsche oder italienische Fassung? |
| Leonardo Sciascia 8.1.1921 Racalmuot, Sizilien 20.11. 1989 Palermo |
| "Worte sind nicht wie Hunde, die
man zurückpfeifen kann." Der Tag der Eule, S.
120 |
| "Es gibt Leute, die haben im Laufe ihres Lebens
unter Umständen den Weizen von einem halben Morgen Land in Hostiengestalt
zu sich genommen und sind doch jederzeit bereitt, anderen Leuten in die Tasche
zu greifen, einem Sterbenden einen Fußtritt zu versetzen und einem
Gesunden einen Flintenschuß ins Kreuz zu jagen." Professor Roscio in Tote auf Bestellung,
S.68 "Italien ist ja ein glückliches Land: Wenn man beginnt, unsere sizilianische Mafia zu bekämpfen, dann bedeutet das nur, daß es längst eine mächtigere Mafia gibt." Benito in Tote auf Bestellung, S.102 |
| Rezensionen:
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| Ignazio Silone 1.5. 1900 Pescina (Provinz L'Aquila) 22.8. 1978 Genf |
| "... ehrlich gesagt, was nützt es auch, sich Gedanken zu machen? Davon ist noch kein Hungriger satt geworden. Das überflüssige Denken muß abgeschafft werden." Innocenzo in Fontamare, S. 71 |
| Rezension
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| Giuseppe Tomasi di Lampedusa, eigentlich G. Tomasi,
Fürst von Lampedusa 23.12. 1896 Palermo 23.7. 1957 Rom; italienischer Schriftsteller |
| "Se vogliamo che tutto rimanga
comè, bisogna che tutto cambi" Wenn alles beim Alten bleiben soll, dann muß alles sich ändern" Tancredi in Il Gattopardo |