| Franz Werfel 10. September 1890 Prag 26. August 1945 Beverly Hills, USA; österreichischer Schriftsteller |
| [Ministerpräsidenten Reynaud]
"La situation est grave mais pas désespéré ... Die Lage ist ernst aber nicht hoffnungslos", S. 7-8. Die Umkehrung ist ebenso bekannt: "Die Lage ist hoffnungslos aber nicht ernst"; vergleiche dazu: SNAFU als Akronym für [Chauffeur] "Das Radio ist nicht für die Wahrheit erfunden worden", S. 35 [Oberst Stjerbinsky] "Es ist immer Zeit für Damen! Das männliche Leben ist kurz", S. 65 Zitate aus Jacobowsky und der Oberst |
| "Ich wundere mich nur, daß man nach so vielen
geistigen Schiffbrüchen im Laufe der Jahrtausende noch immer dieselben
Fehler begeht wie einst. In den Anfängen der Menschheit wußte man es
längst, daß die größte Streitfrage aller Zeiten nicht
allein mit den Waffen des Intellekts zu entscheiden ist, obwohl die
römische Kirche das Dasein Gottes für die Einsicht der menschlichen
Vernunft zugänglich hielt ...", S. 136 "In gewissen Wiederholungen gleicht das Leben, ungeachtet der wechselnden Zeitläufte, den typologischen Inszenierungen zweitklassiger Filme", S. 517 "Mythologien, das wissen auch die nüchternsten Geschichtsschreiber, sind keine leere Phantasmen, sondern visionär geschaute und gedeutete Wirklichkeiten", S. 557 Zitate aus: Stern der Ungeborenen. Ein Reiseroman |
| Stefan Zweig 28.11. 1881 Wien 23.2. 1942 Petrópolis (bei Rio de Janeiro) |
| "Argumente, zu denen man in der
Hitzigkeit eines zufälligen Tischstreites greift, [sind] meist banal, weil
bloß eilig mit der linken Hand aufgerafft." (S. 329) "Mir persönlich macht es mehr Freude, Menschen zu verstehen, als sie zu richten." (S. 332) "... alles Leben ist Irrtum, das nicht zu einem bestimmten Zweck lebt." (S. 368) Aus: "Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau", in: Meistererzählungen. Frankfurt 2006; |