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Stifter
Günter de Bruyn
* 1. November 1926 in Berlin, deutscher Schriftsteller – BruynWikipedia
.„Nur wer wenig weiß oder absichtlich viel übersieht, kann mit der Geste der Gewißheit auftreten“,
S. 113.
Günter de Bruyn: Das Leben des Jean Paul Friedrich Richter. Frankfurt: Fischer, 1976 –
Bruyn RezensionBruyn Zitate von Jean Paul
Gotthold Ephraim Lessing
* 22. Januar 1729 Kamenz, Markgraftum Oberlausitz – 15. Februar 1781 Braunschweig
Über die fromme Raserei läßt Lessing (Nathan der Weise) den christlichen Tempelherr sinnieren:
„Wenn hat, und wo die fromme Raserei,
Den bessern Gott zu haben, diesen bessern
Der ganzen Welt als besten auf zudringen,
In ihrer schwärzesten Gestalt sich mehr
Gezeigt, als hier, als itzt? Wem hier, wem itzt
Die Schuppen nicht vom Auge fallen… Doch
Sei blind, wer will!”
Dazu sollte beachtet werden, dass Nathan der Weise in Jerusalem spielt, seit jeher von den Weltreligionen als eine ihrer heiligen Städte umstritten. Hier im Jerusalem zur Zeit des Dritten Kreuzzugs (1189–1192) zeigen sich die Religionen in ihrer schwarzen Gestalt = fromme Raserei.
Der christliche Tempelherr befindet in Nathan der Weise auch:
„Der Blick des Forschers fand
Nicht selten mehr, als er zu finden wünschte.”
Dem widerspricht in gewisser Weise später Ludwig Tieck in Peter Leberecht:
„Das wunderbare Utopien liegt oft dicht vor unseren Füßen, aber wir sehn mit unsern Teleskopen darüber hinweg.”
Vergleiche dazu auch das Sprichwort der Ewe (Ghana):
„Wer immer in den Himmel schaut, wird nie etwas auf der Erde entdecken.”
Gefunden auf BruynKinderträume Ghana.
Die Religion der Geburt und Erziehung wird meist beibehalten. Das bedeutet, dass nicht Einsicht und Vernunft die Wahl der Religion entscheidend bestimmen sondern der Zufall der Geburt.

„Ein Mann, wie du, bleibt da
Nicht stehen, wo der Zufall der Geburt
Ihn hingeworfen: oder wenn er bleibt,
Bleibt er aus Einsicht, Gründen, Wahl des Bessern.”
Saladin, Nathan der Weise

„Der Aberglaub', in dem wir aufgewachsen,
Verliert, auch wenn wir ihn erkennen, darum
Doch seine Macht nicht über uns.—Es sind
Nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten.”
Tempelherr, Nathan der Weise
Nathan, in Nathan der Weise:
„Ich fürchte,
Grad unter Menschen möchtest du ein Mensch
Zu sein verlernen.”
Das erinnert an „Homo homini lupus est”, eine Maxime Thomas Hobbes im Leviathan.
"Eine Krähe hackt der andern die Augen nicht aus" – Sprichwort
Ergänzung von Gotthold Ephraim Lessing im "Anti-Goeze": „dies trifft bei Schriftstellern nicht zu“.
Adalbert Stifter
23.10. 1805 Oberplan (heute Horní Planá, Tschechien) – 28.1. 1868 Linz, österreichischer Schriftsteller
Stifter Adalbert Stifter
"... es liegt auch wirklich etwas Schauderndes in der gelassenen Unschuld, womit die Naturgesetze wirken, daß uns ist, als lange ein unsichtbarer Arm aus der Wolke und tue vor unseren Augen das Unbegreifliche." Abdias, S. 5
"Es gibt Menschen, die vielerlei lieben and ihre Liebe teilen – sie werden von vielen Dingen sanft angezogen; andere haben nur eines und müssen das Gefühl dafür steigern, daß sie die übrigen tausend linden Seidenfäden des Wohles entbehren lernen, womit das Herz der erstern täglich süß umhüllt and abgezogen wird." Abdias, S. 93
 

Stifter
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