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Gustave Flaubert
Gustave Flaubert
12.12.1821 Rouen – 8.5.1880 Croisset (bei Rouen) – Madame Bovary Rezension: Madame Bovary
„La superstition est le fond de la religion, la seule vraie, celle qui survit sous tou[te]s les autres. Le dogme est une affaire d’invention humaine. Mais la superstition est un sentiment éternel de l’âme et dont on ne se débarrasse pas.“

Der Aberglaube ist die Basis der Religion, die einzig wahre, die alle anderen überlebt. Das Dogma ist eine Sache menschlicher Empfindung. Aber der Aberglaube ist ein ewiges Gefühl der Seele, und das wird man nicht los.

Gustave Flaubert: Correspondance II (juillet 1851– décembre 1858). Jean Bruneau, Hg., Paris 1980, S. 104
Ein junger Dichter schickte dem Meister des modernen Romans, Gustave Flaubert, einige Proben seines vermeintlichen Talents und bat ihn um ein rückhaltlos offenes Urteil. Flaubert, in Fragen der Literatur von unerbittlicher Strenge, reichte sie ihm postwendend mit einer vernichtenden Kritik zurück. Der junge Mann war daraufhin solchermaßen empört, daß er seinem großen Vorbild eine Aufforderung zum Duell überbringen ließ. Flaubert reagierte wiederum prompt und unvermittelt: „Monsieur, ich nehme Ihre Forderung an! Als der Geforderte obliegt mir die Wahl der Waffen. Ich wähle die französische Grammatik. Betrachten Sie sich als getötet!“
Zitiert nach Karl Hugo Pruys: Die Republik der Phrasendrescher. S. 10; flaubert Rezension
„Widerlich sind mir Alltagsleute und lauwarme Gefühle.“
Emma Bovary in Madame Bovary, S. 119
„Man darf Götzenbilder nicht berühren: die Vergoldung bleibt einem an den Fingern kleben.“
Madame Bovary, S. 374

Gustave Flaubert
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 22.8.2012