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Mozart
Das klassische musikalische Zitat

Friedrich Gulda – Nikolaus Harnoncourt – Rafael Kubelik – Franz Liszt
– Wolfgang Amadeus Mozart – Giacomo Puccini
puccini Klassische Musik

Friedrich Gulda
16. Mai 1930 Wien – 27. Januar 2000 Weißenbach am Attersee, österreichischer Pianist und Komponist
Friedrich Gulda kurz vor einer schweren Operation im Januar 1999 in einem offenen Brief:

„Nachrufe zu meinem Ableben haben zu unterbleiben. Erscheinen darf nur die nüchterne Tatsachenmeldung. Den Journalisten-Schmutz, den ich ein Leben lang lesen musste, will ich nicht auch noch ins Grab nach geschmissen bekommen.”

Am 28. März 1999 verschickte Gulda die Nachricht von seinem Tod an mehrere Nachrichtenagenturen. Erst zwei Tage später dementierte sein Agent.

Gulda Falsche Todesanzeigen - Wer früher stirbt, ist länger tot , SZ, 18. November 2008
Nikolaus Harnoncourt
 6. Dezember 1929 Berlin – 5. März 2016 St. Georgen im Attergau, österreichischer Dirigent

„Brauchen wir für die Musik nicht auch diejenigen, die die Krönungsmesse gern beim Bügeln hören?”
Nikolaus Harnoncourt:
„Also, wenn die Krönungsmesse von mir geleitet ist, dann hoffe ich, dass bei denen, die sie hören das Bügeleisen durch die Wäsche brennt!”
HarnoncourtECHO Klassik 2014 – Das Lebenswerk: Nikolaus Harnoncourt, crescendo, 13. Oktober 2014

Rafael Kubelik
29. Juni 1914 auf Schloss Horskyfeld in Býchory in Böhmen – 11. August 1996 in Kastanienbaum, Kanton Luzern, Dirigent und Komponist tschechischer Herkunft
Elsie Morison (Kubeliks zweite Frau): „Schach war für ihn eine Freude, Leidenschaft und Entspannung. Er hat mit Freunden gespielt und oft interessante Partien großer Schachmeister für sich selbst nachgespielt.”
Rafael Kubelik: „Schach ist nicht nur Philosophie und nicht nur Kunst und nicht nur Wissenschaft, sondern es ist auch ein Abbild des Lebens. Wie man das Leben anfängt ... z. B. wenn man es schlecht anfängt eine Eröffnung, dann hat man immer Gefahr im Mittelspiel, im Mittelleben, nicht wahr,m dann muss man durch eigene Phantasie durchkämpfen bis zum Endspiel, bis zum Alter. Wenn man das kann dann hat man ein gutes Endspiel, aber wenn man das nicht kann, dann verliert man.”
Quelle: "Rafael Kubelik - Musik ist meine Heimat", Film von Reiner E. Moritz, Br alpha 22.9.2013
Franz Liszt
  22. Oktober 1811 Raiding/Doborján, damals ungarisch, heute Burgenland – 31. Juli 1886 in Bayreuth
Komponist, Pianist und Musiklehrer

„Mundus vult Schundus” – Die Welt will Schund

Die Quellenlage dazu ist um viele Ecken.
  • Ich fand im Web die Quellenangabe: Studien zur Trivialmusik S.51. Es ist nicht klar, ob damit Carl Dahlhaus: Studien zur Trivialmusik des 19. Jahrhunderts (Studien zur Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts). Regensburg: Bosse, 1967, gemeint ist.
    Mir liegt dieses Werk nicht vor.
  • Ich fand das Zitat in Jan Jiracek von Arnim: Franz Liszt: Visionär und Virtuose. St. Pölten, Salzburg: Residenz, 2011., S. 167. Es wird dort von Peter Cornelius eingeführt: „Solange aber gilt Liszts Wort: Mundus vult Schundus.” Autor von Arnim gibt dazu folgende Quellenangabe in einer Fussnote: „Peter Cornelius an Susanne Hestermann, 18. Dezember 1858, hier zit. nach Hilmes, Franz Liszt, S. 225.”
  • Oliver Hilmes verweist in: Liszt: Biographie eines Superstars. Siedler, 2011, S. 403, Fn. 131 auf Peter Cornelius: Literarische Werke Bd. 1, S. 438.

Vergleiche dazu Liszt Sebastian Franck: „Mundus vult decipi”.
Wolfgang Amadeus Mozart
27.1.1756 Salzburg – 5.12. 1791 Wien
Fiordiligi, Dorabella und Don Alfonso: “Soave sia il vento,
Tranquilla sia l'onda
Ed ogni elemento
Benigno risponda
Ai nostri desir.”
“Weht sanfter, ihr Winde,
Seid ruhig, ihr Wellen.
Seid freundlich und linde
erweist Euch als Quellen
für zukünft'ges Glück”
Cosi fan tutte, 1.Akt, 6. Szene
Don Alfonso: “... in ogni cosa
Ci vuol filosofia”
“Man muß nur alles
als Philosoph betrachten.”
Cosi fan tutte, 2.Akt, 13. Szene
Fortunato l'uom che prende
Ogni cosa pel buon verson
E tra i casi e le vicende
Da ragion guidar si fà.
Glücklich preis ich,
wer erfasset
alles von der guten Seite,
der bei Stürmen niemals erblasset,
wählt Vernunft als Führerin.
Cosi fan tutte, 2.Akt, letzte Szene
Chi a una sola è fedele verso l'altre è crudele
Wer nur einer treu ist, ist gegen die anderen grausam
Don Giovanni, 2.Akt, 1.Szene
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Giacomo Puccini
22.12.1858 Lucca – 29.11.1924 Brüssel
"Wie sich die Bilder gleichen", Arie des Cavaradossi in Tosca, 1. Akt beginnt mit den Zeilen:
"Recondita armonia di bellezze diverse!" (Sie gleichen sich an Schönheit, doch verschieden sind beide!)
Vissi d'arte, vissi d'amore,
non feci mai male ad anima viva!“
Arie Toscas, Tosca, 2. Akt
„Nur der Schönheit weiht' ich mein Leben,
einzig meiner Kunst in Liebe ergeben!“
Operngerechte Übersetzung von Günther Rennert
„Ich lebte für die Kunst, ich lebte für die Liebe“
Tosca, Oper von Giacomo Puccini; Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa

Arturo Toscanini
25. März 1867 in Parma – 16. Januar 1957 in New York
Als Willem Mengelberg, von dem Arturo Toscanini keine hohe Meinung hatte, es wagte, ihm Dirigierratschläge zu erteilen, war Toscanini wütend:
„Reden, reden, reden, das war Mengelberg. Einmal kam er zu mir und umschrieb wortreich die richtige deutsche Art und Weise, Beethovens Coriolan Ouvertüre zu dirigieren. Er habe sie – so beteuerte er ernstlich – von einem Dirigenten, der sie angeblich direkt von Beethoven habe. Pah! Ich sagte ihm: »Ich habe es direkt von Beethoven selbst, aus der Partitur.«”

Frits Zwart: Willem Mengelberg (1871-1951). Leben und Werk eines gefeierten und umstrittenen Dirigenten und Komponisten. 2008, S. 56.

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