| Deutsche Philosophen Detlef Horster – Andreas Kemmerling – Günther Patzig – Herbert Schnädelbach – Holm Tetens |
| Detlef
Horster Universität Hannover – Dies ist keine offizielle Webauftritt des Philosophen; jene ist hier: |
| „Heute
sind nicht der Glaube an Gott oder die Inhalte der Bibel die Basis der
Moral, sondern vernünftige und für jeden einsehbare Argumente.“ SZ, 22.12.2004. S. 16
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| Andreas
Kemmerling Professor für Philosophie Universität Heidelberg – Dies ist keine offizielle Webauftritt des Philosophen |
| „Man darf
Descartes nicht vorwerfen, dass er doch immerhin unterstellt, er wisse
schon hinreichend gut, was die Wörter »ich« und »existieren« bedeuten,
und deshalb sei sein Beweis eben doch nicht voraussetzungslos. Das wäre
so, als würfe man dem Hochseilakrobaten vor, er komme in Wirklichkeit
gar nicht ohne Netz aus, weil sein Seil ja auch eine Art Netz sei.“ – "Die erste moderne Konzeption mentaler Repräsentation", S. 154-55. Uwe Meixner, Albert Newen, Hg. Seele, Denken, Bewusstsein. Tübingen 2003. S. 153-196. |
| „Soll
eine Hypothese oder ein theoretischer Ansatz dem breiteren Publikum
interessant gemacht werden, wird auf ihr Kränkungspotential hingewiesen.“
(S. 1) „Paradoxien sind des Philosophen täglich Brot. Wer sie nicht verdauen kann, sollte die Philosophie meiden.“ (S. 9) „Man muß schon mit der Lupe suchen, um außerhalb der Mathematik Prädikate zu finden, die keine Grenzfälle zulassen.“ (S. 11) „In vielerlei Hinsicht gleicht die Entwicklung der theoretischen Philosophie der letzten 50 Jahre einem Hase-und-Igel-Spiel mit Wittgenstein. Wo wir hinkommen, ist er schon da und hält seine klugen Sprüche für uns bereit. Bekanntlich spielt der Igel nicht ganz sauber. Auch in dieser Hin- sicht gibt es Ähnlichkeiten.“ (S. 39) – |
| Günther
Patzig * 1926; Georg-August-Universität Göttingen, 1991 Emeritierung |
| "Toleranz
im vollen Sinne des Worts schließt Respekt ein, Respekt vor einer
Auffassung oder Handlungsweise, die man sich zwar selbst nicht zu eigen
machen kann, von der man aber unterstellt, daß ihre Vertreter von
Gründen geleitet werden, die man nicht ohne weiteres von der Hand
weisen kann." S. 261 "... wer sich in einer Streitfrage auf der Seite Gottes wähnt, pflegt, wie die Geschichte lehrt, in der Wahl seiner Worte und der Verfahrensweisen gegen seine Gegner nicht wählerisch zu sein." S. 270 "Ich will nicht ausschließen, daß es in Extremfällen erlaubt sein kann, jemand an der öffentlichen Äußerung seiner moralischen Auffassungen zu hindern, so etwa bei rassisitischen und anderen gemeingefährlichen Ideologien. Aber das sollte dann, wie im Fall der »Auschwitz-Lüge« durch gesetzliche Vorschriften geregelt werdeen. Es kann nicht hingenommenwerden, daß einzelne oder kleine Gruppen darüber entscheiden, wessen Auffassungen sie nicht zu öffentlicher Diskussion zulassen wollen." S. 271-272 Alle obigen Zitate aus: "Gibt es Grenzen der Redefreiheit?" In: Carlos Ulises Moulines, Karl-Georg Niebergall, Hg.: Argument und Analyse. Paderborn: Mentis, 2002. S. 259-273 |
| Herbert
Schnädelbach Philosophieprofessor in Hamburg und Frankfurt am Main; seit 1993 an der Humboldt-Universität in Berlin |
| "Dass Menschen automatisch schuldig
sein sollen, ist für mich ein menschenverachtender Gedanke." Schnädelbach über die Erbsünde. chrismon. Das evangelische Magazin 01/2001, S.21 |
| Holm
Tetens Professor am Institut für Philosophie, Freie Universität Berlin Dies ist keine offizielle Webauftritt des Philosophen |
| "Wer von
einem Philosophen verlangt, er müßte sich in jedem Falle letztlich
endgültig zwischen sich widersprechenden Überzeugungsnetzn entscheiden,
der verkennt den unterschied zwischen einem Weltanschuungsideologen und
einem argumentierenden Philosophen." Geist, Gehirn, Maschine. Philosophische Versuche über ihren Zusammenhang. Ditzingen, 1994. S. 27 |