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Vanini
Hugo Grotius
10. April 1583 Delft (Niederlande) - 28. August 1645 Rostock; Philosoph, Theologe und Rechtsgelehrter
etsi deus non daretur – als ob es Gott nicht gäbe
Grundannahme in den Wissenschaften (verkürzt von der eigentlichen Annahme, dass es keine supranaturalistischen Mächte oder Kräfte gibt)
Die genaue Quellenangabe fehlt mir; oft wird der Ausspruch Dietrich Bonhoeffer zugeschrieben, der aber in seinem Brief vom 16. 7. 1944 nur Grotius zitierte: "H. Grotius, der sein Naturrecht als Völkerrecht aufstellt, das Gültigkeit hat ,,etsi deus non daretur“, ,,auch wenn es keinen Gott gäbe“."
bonhoeffer Ferdinand Schlingensiepen: Dietrich Bonhoeffer 1906 - 1945 Eine Biographie

Lucilio Vanini, nannte sich selbst Julius Caesar Vanini
1585 Taurisano bei Neapel – 19. Februar 1619 Toulouse (als Ketzer verbrannt); Naturphilosoph. Hegel widmete ihm in seinen Vorlesungen zur Geschichte der Philosophie (1833/36).
"Wüsste ich, was Gott sei, so wäre ich Gott"
Quelle: KirchenlexikonBiographisch-bibliographisches Kirchenlexikon
Im Jahre der Gnade 1619 verbrannten sie zu Rom einen Gottesleugner, genannt Julius Cäsar Vanini, der hob, auf seinem Scheiterhaufen stehend, einen Strohhalm zwischen den Holzklötzen auf und sagte lächelnd: »Wenn ich auch das Dasein Gottes leugnen würde, dieser Halm würde es beweisen!«
Wilhelm Raabe: Die Chronik der Sperlingsgasseraabe Rezensionraabe Zitate Wilhelm Raabe
 

Vanini
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