Martin
Hohmann CDU, MdB, * 4. Februar 1948 Fulda
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Berlin, den 3.
November 2003 MdB Martin Hohmann erklärt: Die Rüge der
CDU-Bundespartei für meine Rede am 3. Oktober 2003 wird von mir
akzeptiert. Ich distanziere mich von den umstrittenen Passagen dieser Rede.
Ich habe mich bereits öffentlich entschuldigt. Weitere
Erklärungen dazu werde ich nicht mehr abgeben.
"Distanzierung" vom 3.11.2003, die zeigt, daß
Hohmann nicht begriffen hat: es gibt keine "umstrittenen Passagen", sondern
antideutsche Passagen, antisemitische Passagen und Verleumdung
Andersdenkender. |
Auszüge aus seiner Rede
zum Nationalfeiertag, 3. Oktober 2003 Zuerst eine Diffamierung
Deutschlands, aller Arbeiter und Familien:
| Wer seine staatsbürgerlichen Pflichten erfüllt,
fleißig arbeitet und Kinder großzieht, kann dafür in
Deutschland kein Lob erwarten, im Gegenteil, er fühlt sich eher als der
Dumme. Bei ihm nämlich kann der chronisch klamme Staat seine leeren Kassen
auffüllen. |
Dann eine Diffamierung aller Deutschen, denen Hohmann
aufgrund zu vieler "Wahrheiten" psychische Schäden bescheinigt:
Aber bei vielen kommt die Frage auf, ob das
Übermaß der Wahrheiten über die verbrecherischen und
verhängnisvollen 12 Jahre der NS-Diktatur nicht a) instrumentalisiert
wird und b) entgegen der volkspädagogischen Erwartung in eine innere
Abwehrhaltung umschlagen könnte. Immer und immer wieder die gleiche
schlimme Wahrheit: Das kann, das muß geradezu psychische Schäden
bewirken, wie wir aus der Resozialisierungspsychologie wissen. |
Dann eine Reinwaschung der Deutschen durch Diffamierung der
Juden:
| Mit einer gewissen Berechtigung könnte man im Hinblick
auf die Millionen Toten dieser ersten Revolutionsphase nach der
"Täterschaft" der Juden fragen. Juden waren in großer Anzahl sowohl
in der Führungsebene als auch bei den Tscheka-Erschießungskommandos
aktiv. Daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als
"Tätervolk" bezeichnen. |
Dann ein Angriff auf Andersdenkende, die zu
millionenfachen Mördern werden! Obwohl Homann wahrscheinlich weiß,
daß Adolf Hitler und viele andere Nazis Christen waren:
| Verbindendes Element des Bolschewismus und des
Nationalsozialismus war also die religionsfeindliche Ausrichtung und die
Gottlosigkeit. Daher sind weder "die Deutschen", noch "die Juden" ein
Tätervolk. Mit vollem Recht aber kann man sagen: Die Gottlosen mit ihren
gottlosen Ideologien, sie waren das Tätervolk des letzten, blutigen
Jahrhunderts. Diese gottlosen Ideologien gaben den "Vollstreckern des
Bösen" die Rechtfertigung, ja das gute Gewissen bei ihren Verbrechen. So
konnten sie sich souverän über das göttliche Gebot "Du sollst
nicht morden" hinwegsetzen. Ein geschichtlich bisher einmaliges millionenfaches
Morden war das Ergebnis. |
Endgültige Reinwaschung von den deutschen Verbechen
des 20. Jahrhunderts:
| Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben also
gesehen, daß der Vorwurf an die Deutschen schlechthin, "Tätervolk"
zu sein, an der Sache vorbeigeht und unberechtigt ist. Wir sollten uns in
Zukunft gemeinsam gegen diesen Vorwurf wehren. |
Lichtblick: gegen den
CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann wurde Strafanzeige wegen
Volksverhetzung, Beleidigung, Verleumdung und übler Nachrede
gestellt. |
"Der Sorge um die Definition der
Judenfeindschaft hat uns der Abgeordnete Martin Hohmann enthoben. In seiner
patriotischen Rede zum 3. Oktober hat er nicht nur vorgeführt, wie Hass
gegen Juden instrumentalisiert wird, er hat auch das lupenreine Exempel
statuiert, was Antisemitismus ist und wie er funktioniert." Wolfgang Benz,
Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung in Berlin, SZ, 11.11.2003,
S.11 Juden waren es, die den Marxismus erfanden, Juden sind es, die
mit ihm seit Jahrzehnten die Welt zu revolutionieren versuchen. Dr.
Joseph Goebbels verfasste diesen Spruchs der NSDAP (September/Oktober 1941).
Viele der für den Bolschewismus engagierten Juden fühlten
sich sozusagen als gläubige Soldaten der Weltrevolution, Martin
Hohmann, CDU, MdB, 3.10.2003; weitere Redeauszüge.
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"Wir haben die Bundestagswahl im
Juli im Grunde gewonnen gehabt und stellen am 22. September und erst recht
jetzt im Oktober fest, wir haben nicht gewonnen, wir haben verloren."
Interview mit Junge Freiheit, 42/02 11. Oktober
2002 Ich stelle fest: Hohmann meint die CDU könne die
Vergangenheit ändern. Sie hatte die Wahl "gewonnen gehabt" [welch
Deutsch!] und erst dann merkten sie: "wir haben nicht gewonnen, wir haben
verloren" [Pleonasmus].
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"Zweifellos steht
nämlich die Tolerierung und aktive Propagierung der Homosexualität in
kausalem Zusammenhang mit dem größten Problem der deutschen
Gesellschaft, ihrem Bevölkerungsrückgang." Pressemitteilung von Martin Hohmann (CDU) vom
08.11.2002
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Vorsicht: rechtsradikale Inhalte
nicht ausgeschlossen: Martin Hohmann, MdB |
MdB Martin Hohmann (CDU): Rede zum Nationalfeiertag, 3.
Oktober 2003 |
Andrea Livnat: MdB Martin Hohmann zum Nationalfeiertag:
"Gerechtigkeit für Deutschland" |
Martin Hohmann Affäre |
Stoiber gibt dem Antisemiten Hohmann noch eine vierte
Chance |
Zitate aus Hohmanns Rede |
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