Wer liest, ist nie allein Wer glaubt, ist nie
allein mit unterschiedlichen Quellenangaben
Links
Literatur
|
Wer liest, ist nie allein stammt
soweit ich es ermitteln konnte aus einem Gedicht von Werner Schrader.
Lesen lernen, Bücher lesen, denn wer liest, ist
nie allein, |
Siehe
Links und Literatur |
Sinngemäss schrieb Sydney Smith, ein englischer Essayist (1771
1845) in seinem 1855 veröffentlichten Lady Holland's Memoir:
| "Live always in the best company when you read" |
| Lady Holland's Memoir (1855) Vol.
I, ch. 10 |
Da es kein Befehlssatz ist (kein Ausrufezeichen), meinte Smith
wohl: "you live always in the best company when you read", damit das "wer liest
ist nie allein" verstärkend (best company) vorausnehmend. Andernfalls
könnte man es auch als Forderung lesen: wenn man liest, solle man sich
gute Gesellschaft suchen. Oder noch weiter spinnend: Zeige mir deine
Freunde, und ich zeige dir, wer du bist. (Deutsches Sprichwort) Zeige mir
deine Freunde, und ich sage dir, was du liest. Zeige mir was du liest, und
ich sage dir wer du bist. (Deutsches Sprichwort) |
Das Lob aufs Lesen wurde dann im
Jahre 2006 in einem Lied anläßlich des Papstbesuches (Joseph
Ratzinger aka Benedikt XVI.) in Regensburg trivialisert zu "Wer glaubt, ist nie allein!" ( Links). Leider ist der religiös Gläubige nicht
allein: religiöser Glaube und der daraus resultierende Fundamentalismus
sind Massenphänomene. Würde man John Lennons
"No religion too" berücksichtigen, wäre wohl vieles besser
auf der Welt (siehe
Überblick zur Literatur zu Antisemitismus & Christentum, Inquisition,
Kreuzzüge, Terror und Religion). "Wer glaubt, ist nie
allein!" sagte Papst Benedikt XVI. auch bei seiner Amtseinführung (siehe Hirtenbrief von Friedrich Wetter unter
Links). In diesem Hirtenbrief wird das Massenphänomen belegt
mit:
"Dieses Wort wurde
anschaulich angesichts der Menschenmenge, die am Petersplatz
zusammengekommen war". |
| Hirtenbrief von Friedrich Wetter zur Fastenzeit 2006 |
Während es beim "nicht allein" im Zusammenhang mit "glauben"
also um ein Massenphänomen geht, bleibt der Leser normalerweise
körperlich allein in seiner Stube oder in der Bibliothek. Er bleibt
geistig nicht allein, da er nicht der erste Leser seines Buches ist. Er tritt
durch das Lesen in einen Dialog mit dem Autor. Und kann sich auf zahlreichen
Internetportalen, in Foren und in Leserunden (alleine in Wasserburg am Inn, ca.
10.000 Einwohner gibt es derzeit (Ende 2006) vier) mit anderen Lesern treffen
und über die Bücher und Literatur diskutieren. Siehe dazu die
Literaturlinks und die Links zu den
Wasserburger
Literaturkreisen. |
Anfang |
| Links |
Hirtenbrief des Erzbischofs von München und Freising Friedrich
Wetter zur Fastenzeit 2006 (pdf) |
Werner Schrader: Eine kleine Nachtmusik Lyrische Fabeln - nicht
nur für Kinder. Geest-Verlag |
Sydney Smith |
"Wer glaubt, ist nie allein!", Lied zum Papstbesuch in Bayern
2006 (pdf) |
| Literatur |