| Sean B. Carroll
– Erving Goffman – Stephen
Jay Gould – Bert Hölldobler – Edwin Thompson Jaynes – Steve Jones
– Christian Kummer – Harald Lesch – Clive Lloyd
– Bill Newsome – Eugenie C. Scott
– Volker Sommer –
Volker Storch – |
| Sean
B. Carroll Professor für Molekularbiologie und Genetik, University of Wisconsin in Madison |
| "What
designer designs non-functional genes? A designer with a heck of a
sense of humor." |
| Erving
Goffman 11. 6. 1922 Manville, Kanada – 20.11. 1982 Philadelphia; Soziologe |
| "Universal
human nature is not a very human thing. By acquiring it, the person
becomes a kind of construct, built up not from inner psychic
propensities but from moral rules that are impressed upon him from
without". Goffman, Erving (1967): Interaction
Ritual. Chicago, S. 45
|
| Stephen
Jay Gould 10.9. 1941 New York City – 20.5. 2002; Paläontologe, Evolutionsbiologe, Professor für Zoologie, Geologie, Biologie und Wissenschaftsgeschichte an der Harvard University, USA |
| "Wir
sehnen uns nach Fortschritt, weil er in einer Welt der Evolution die
besten Aussichten bietet, die Arroganz beizubehalten" Illusion
Fortschritt, S. 48 "... das herausragende Merkmal in der Geschichte des Lebens war die Stabilität der bakteriellen Form über Jahrmilliarden hinweg!" Illusion Fortschritt, S. 214 |
| Bert
Hölldobler * 25. Juni 1936 Erling-Andechs – Sozio- und Evolutionsbiologe – |
| "Konkurrenzdruck
zwischen den Gruppen fördert Kooperation in der Gruppe." Bert Hölldobler: "Evolutionsbiologische Wurzeln der Ablehnung des Fremden", Universität Göttingen 22. 1. 2008 Diese soziobiologische Feststellung erscheint harmlos, wird aber weit über die Biologie hinaus bestätigt. |
| Edwin
Thompson Jaynes Physiker, Wahrscheinlichkeitstheoretiker – 1922 – 1998 – |
| “As a
colleague of the writer once remarked, »Philosophers are free to do
whatever they please, because they don’t have to do anything right.«” In: Jaynes, Edwin Thompson (2003): Probability Theory: The Logic of Science. Cambridge: Cambridge University Press, S. 144 |
| Steve
Jones |
| "The
DNA molecule and the mushroom cloud are the icons of the twentieth
century: twin images of life and death." "The Structure of DNA", S. 11, in The Cambridge Encyclopedia of Human Evolution, S. 11; |
| "Die
Entstehung der Arten ist ohne Zweifel das Buch des
Jahrtausends", S. 15. "Jeder Aidspatient ist ein lebender Beweis für die Evolutionstheorie. Die natürliche Selektion verändert im Krankheitsverlauf die Identität des Virus", S. 39. "Die Evolutionsmaschine kann nichts anderes tun, als ihre Produkte an alles anzupassen, womit sie sich im jeweiligen Augenblick auseinandersetzen müssen. Sie hat keine eingebaute Richtung – weder vorwärts noch rückwärts oder zur Seite", S. 325. "Die Vorstellung von der Evolution als Leiter ist tot (zumindest sollte sie es sein), aber mit Sicherheit ist das Leben seit seinen Anfängen komplizierter geworden", S. 327. Alle Zitate aus Steve Jones: Wie der Wal zur Flosse kam. Ein neuer Blick auf den Ursprung der Arten. Übersetzer: Sebastian Vogel, siehe |
| Christian
Kummer Dr. phil., Dr. phil. habil., Biologe, Dozent am Institut für naturwissenschaftliche Grenzfragen zur Philosophie und Theologie Hochschule für Philosophie - Christian Kummer: |
| "Widerspruch zu ernten ist wohl stets das
Honorar derer, die bereit sind, sich zu exponieren"
"Evolution: Komplexität und
Selektion ohen Sinn?", Ethik und Sozialwissenschaften.
Streitforum für Erwägungskultur 4 (1993). S. 46
|
| Harald
Lesch * 28. Juli 1960 Gießen; deutscher Physiker, Astronom – |
| "Der
gestirnte Himmel über uns ist die größte Herausforderung an den
menschlichen Intellekt" "Die Astronomie - Der Blick aufs Ganze", S. 8. LMU Münchner Uni Magazin 1 (2009). S. 8-10. |
| Clive
Lloyd Department of Cell Biology, John Innes Institute, Norwich – |
| "The
closer we look the less we see" Titel eines kurzen Artikels in: Trends in Biochemical Sciences 11 (1986). S. 437 |
| Bill
Newsome Professor der Neurobiologie, Stanford University – |
| "When I
discuss religion with my fellow scientists — which is not often — I
find that many perceive religious faith as a uniquely irrational aspect
of human life and therefore highly suspect. I realize I am an oddity —
a serious Christian and a respected scientist." |
| Erwin
Schrödinger (1887 – 1961) österreichischer Physiker und Wissenschaftstheoretiker – |
| “Die
physikalische Forschung hat in den letzten 4 – 5 Jahrzehnten klipp und
klar bewiesen, daß zum mindesten für die erdrückende Mehrzahl der
Erscheinungsabläufe, deren Regelmäßigkeit und Beständigkeit zur
Aufstellung des Postulats der allgemeinen Kausalität geführt hat, die
gemeinsame Wurzel der beobachteten strengen Gesetzmäßigkeit – der Zufall
ist.” Schrödinger, E. (1929): "Was ist ein Naturgesetz? (Antrittsrede an der Universität Zürich, 9, Dezember 1922.)". Die Naturwissenschaften 17:1, S. 9-11. – |
| Renèe
Schroeder Wittgenstein-Preisträgerin, Universitätsprofessorin und Leiterin des Departments für Biochemie und Zellbiologie der Max F. Perutz Laboratories, Wien – |
| „Bei
den Predigern und Missionaren geht es meistens um Machterhaltung und
nicht um Wissensvermittlung.“ S.13 „Ein guter Tag ist ein Tag, an dem ich etwas gelernt habe.“ S. 14 „Das haben Religionen und Politik gemeinsam: dass es um den Erhalt der Macht geht und nicht um das Wohl des Individuums.“ S. 33 „Das Naturwissenschaftler, der Darwinist, erkennt relativ bald, dass in der Natur kein Ziel ist, keine Idee, wonach das Ganze strebt. Sie entwickelt sich, wie sie sich eben entwickelt, da ist viel dem »Zufall« überlassen.“ S. 37 „Auch Gott ist so eine Waffe. Eine Waffe, die Menschen dazu bringt, andere umzubringen. Dinge zu tun, für die sie die Verantwortung nicht tragen müssen, weil die Religion als ethische Instanz dazwischen steht.“ S. 138 „Man kann daran erkennen, wie unwichtig das Leid der Frauen für die Kirche ist, wie niedrig ihr Stellenwert.“ S. 142 „Jede Regierung, jeder Machtapparat ist daran interessiert, dass Menschen unzulänglich gebildet sind, denn dann sind sie manipulierbar genug, um sie in eine Richtung – in die von den Machthabern gewünschte Richtung – zu treiben.“ S. 159 „Deswegen ist es wichtig, dass die Quellen der Information zugänglich bleiben und nicht einseitig manipulierbar sind.“ S. 170 „Die christliche Philosophie – wie jede religiöse Philosophie – strebt nämlich nicht nach der Wahrheit. Sie behauptet das zwar stets von sich, aber das Gegenteil ist der Fall. Die Früchte des Baumes der Erkenntnis sind verboten.“ S. 174 „Die Evolution ist nicht zielgerichtet. Wenn man zurückblickt, hat man das Gefühl, es gab ein Ziel.“ S. 176 Alle obigen Zitate aus: |
| Eugenie
C. Scott * 24.10. 1945, Director of the |
| "... the
intelligent designer, in other words: god. Most of us in science just
blank shot [?*] that thought. Because
the idea that you can let in an occasional miracle when you don't have
an explanation seems to us a real science stopper".
|
| Volker
Sommer Anthropologe, Primatologe, Professor für evolutionäre Anthropologie am University College London |
| "Denn
eher sozial- und geisteswissenschaftlich orientierte Zeitgenossen
pflegen gerne das Vorurteil, eine biologische Betrachtung menschlichen
Lebens sei gleichbedeutend mit »genetischem Determinismus« und laufe
auf eine moralische Rechtfertigung all dessen hinaus, was Menschen an
angeblich »natürlichem Erbe« mit sich
bringen" Von Menschen und anderen Tieren. Essays zur Evolutionsbiologie, S. 6, |
| "Ich
finde es faszinierend, mit allen anderen heute lebenden Wesen verbunden
zu sein, durch einen äonenalten Strom von Generationen."
Im Interview mit |
| Volker
Storch * 4. 12. 1943 Neumünster, Schleswig-Holstein; Biologe; |
| "Die
Wahrscheinlichkeit der Existenz einer biologischen Evolution ist nur
graduell geringer als die Wahrscheinlichkeit der Existenz der
Menschheitsgeschichte. Beides kann nur mit Indizien belegt werden,
beides entzieht sich der kontrollierten Wiederholung". "Sind Ablauf und Ursachen der biologischen
Evolution prinzipiell geklärt?", Ethik und
Sozialwissenschaften. Streitforum für Erwägungskultur 4
(1993). S. 80. Siehe: |